CM Punk hat in einem Interview beim Podcast No-Contest Wrestling mit O’Shea Jackson Jr. und TJ Jefferson ausführlich über seine Vergangenheit mit WWE gesprochen. Dabei thematisierte er insbesondere seine lange Abwesenheit vom Unternehmen und die Gründe, warum er sich über viele Jahre bewusst gegen eine Rückkehr entschieden hatte.
Im Gespräch wurde er gefragt, ob er seine Auszeit jemals bereut oder darüber nachgedacht habe, welche Chancen er in dieser Zeit möglicherweise verpasst hat. Punk machte deutlich, dass er diese Phase seiner Karriere nicht negativ bewertet. Stattdessen verwies er auf die damaligen Strukturen innerhalb der WWE und auf die Führungsrolle von Vince McMahon.
Wörtlich erklärte Punk: „Wenn Vince noch hier wäre, würde sich meiner Meinung nach nichts ändern. Zumindest für mich.“
Damit machte er klar, dass er persönlich davon ausgegangen wäre, dass sich die kreativen Rahmenbedingungen für ihn nicht verbessert hätten. Punk stellte in diesem Zusammenhang dar, dass er damals kein Interesse daran hatte, in ein Umfeld zurückzukehren, in dem er sich in seiner kreativen Arbeit eingeschränkt gefühlt hätte.
Er erklärte, dass er in dieser Zeit zwar theoretisch häufiger mit Topstars wie AJ Styles oder John Cena hätte zusammenarbeiten können. Gleichzeitig machte er jedoch deutlich, dass er sich nicht lange mit solchen Gedanken aufhält. Für ihn überwiegt das Gefühl, dass seine Karriere trotz dieser möglichen Chancen sehr erfolgreich verlaufen ist.
Vergleich mit Roman Reigns und Rückblick auf seine Karriere
Im weiteren Verlauf des Gesprächs zog Punk einen Vergleich zwischen seiner eigenen langen Abwesenheit und der reduzierten Einsatzzeit von Roman Reigns in den vergangenen Jahren. Dabei stellte er seine persönliche Entscheidung, über einen sehr langen Zeitraum nicht aktiv zu sein, in den Kontext moderner WWE-Karrieren.
„Der Tribal Chief meinte, er habe sich zwei Jahre lang bewusst zurückgehalten. Ich dagegen war zehn Jahre komplett raus. Und wenn man sieht, wie lange sein Weg zu dem Superstar gedauert hat, der er heute ist, dann bereue ich meine Entscheidung kein Stück.“
Unabhängig von seiner späteren Rückkehr erklärte Punk, dass er auch ohne ein Comeback mit seiner Karriere zufrieden gewesen wäre. Er betonte, dass er seine Leistungen im Wrestling rückblickend positiv bewertet: „Auch wenn ich nie wieder zum Wrestling zurückgekehrt wäre, denke ich, dass ich eine ziemlich solide Karriere hinter mir habe.“
Seine Rückkehr zur WWE stellte er als bewusste Entscheidung dar, die auch mit Veränderungen innerhalb des Unternehmens zusammenhängt. Nach seiner Einschätzung wäre dieser Wandel unter der früheren Führung nicht erfolgt.
CM Punk äußert sich zu aktuellen Rücktrittsgerüchten
Neben seiner Vergangenheit wurde Punk im selben Podcast auch auf seine Zukunft angesprochen. Konkret ging es um die Frage, ob er bereits über das Ende seiner Karriere nachdenkt oder ob Fans eine mögliche Abschiedstour erwarten könnten, ähnlich wie sie bei anderen Topstars stattgefunden hat.
Punk machte deutlich, dass ein Rücktritt für ihn aktuell kein Thema ist. Er erklärte offen, dass er nicht gerne über das Karriereende spricht, da er sich momentan voll auf seine aktive Zeit im Ring konzentriert: „Ich weiß es wirklich nicht. Ich spreche fast nicht gerne darüber, weil ich nicht glaube, dass es in nächster Zeit passieren wird.“
Er äußerte Respekt für Traditionen wie Abschiedstourneen im japanischen Wrestling und lobte auch aktuelle Beispiele aus der Branche. Gleichzeitig stellte er jedoch klar, dass er persönlich derzeit keinen Anlass sieht, sich mit einem Karriereende zu beschäftigen: „Ich versuche nur, mich zusammenzureißen, weil ich das Gefühl habe, dass ich gerade die beste Zeit meines Lebens habe. Ich glaube, ich leiste gerade die beste Arbeit, die ich je geleistet habe. Warum sollte ich mich jetzt davon zurückziehen wollen?“
Motivation und Anspruch an seine Leistungen im Ring
Punk unterstrich außerdem, dass seine Motivation weiterhin sehr hoch sei. Für ihn stehe im Mittelpunkt, bei jedem Auftritt im Ring seine maximale Leistung abzurufen und den Fans die bestmögliche Performance zu liefern: „Ich möchte immer 100 % geben und alles in diesem Ring lassen … Ich möchte niemals weniger als 100 % geben.“
In einer Zeit, in der viele etablierte Stars über ein Karriereende nachdenken oder dieses bereits umgesetzt haben, positioniert sich Punk klar als aktiver Performer, der sich weiterhin voll auf seine aktuelle Karrierephase konzentriert.
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