Bevor Royce Keys beim WWE Royal Rumble 2026 erstmals unter seinem neuen Ringnamen auftrat, versuchte All Elite Wrestling mit einem außergewöhnlich lukrativen Vertragsangebot, den Wrestler weiterhin an das Unternehmen zu binden. Keys war während seiner Zeit bei AEW unter dem Namen Powerhouse Hobbs bekannt. Wie Dave Meltzer im Wrestling Observer Radio sowie im Wrestling Observer Newsletter berichtete, handelte es sich dabei um eines der aggressivsten finanziellen Angebote, das AEW seit Jahren unterbreitet hat.
Der vorgeschlagene Vertrag hätte Royce Keys für fünf Jahre an AEW gebunden und ihm ein Gehalt eingebracht, das höher gelegen hätte als bei nahezu allen Gründungsmitgliedern des AEW-Kaders von 2019. Eine Ausnahme stellte lediglich Chris Jericho dar.
Unabhängig von den genauen Zahlen der WWE machte Meltzer deutlich, dass es sich um ein außergewöhnlich hohes Angebot handelte. Er führte weiter aus: „Er hat ein großartiges Angebot von AEW bekommen, zu bleiben, aber ich kenne sein Angebot von WWE nicht. Das Angebot von AEW war viel höher, als ich erwartet hätte. Es wäre eine Summe gewesen, die meiner Meinung nach höher gewesen wäre als alles, was außer Chris Jericho im ersten Jahr von AEW 2019 verdient hat.“
Diese Einordnung verdeutlicht, dass AEW Royce Keys nicht lediglich als Ergänzung für den Kader betrachtete, sondern als langfristige Investition mit hoher Priorität.
Vergleiche mit Top-Verträgen aus AEW und WWE
In seiner Analyse zog Meltzer weitere Vergleiche zu hochkarätigen Vertragsabschlüssen der vergangenen Jahre. Demnach habe sich das Angebot für Royce Keys in einer finanziellen Größenordnung bewegt, die mit dem Wechsel von Bryan Danielson zu AEW vergleichbar sei.
Meltzer erklärte dazu: „Das würde dem entsprechen, was Bryan Danielson beim Wechsel von WWE zu AEW bekommen hat, vielleicht etwas weniger, aber in etwa.“
Darüber hinaus lag das Angebot laut Meltzer über den Gehältern, die Kevin Owens und Sami Zayn vor vier Jahren in der WWE bezogen hatten. Es habe sich sogar an den Einnahmen orientiert, die ein Star vom Kaliber eines Seth Rollins in diesem Zeitraum erzielt habe.
Meltzer sagte wörtlich: „Es wäre mehr als das, was Kevin Owens und Sami Zayn vor vier Jahren verdienten – weniger als sie jetzt verdienen und würde in etwa dem entsprechen, was jemand vom Kaliber eines Rollins zur gleichen Zeit verdiente. Es wäre fast das Dreifache dessen, was viele bedeutende WWE-Stars im ersten Jahr oder so nach der ersten Gehaltserhöhung bei AEW verdienen.“
Trotz dieser finanziellen Perspektive entschied sich Royce Keys letztlich gegen einen Verbleib bei AEW.
Die Bedeutung des neuen WWE-Ringnamens „Royce Keys“
Nach der Vertragsunterzeichnung bei World Wrestling Entertainment meldete das Unternehmen den Namen „Royce Keys“ offiziell als Marke an. Kurz darauf bestätigten sich Berichte, dass dies der neue Ringname des früher als Powerhouse Hobbs bekannten Wrestlers sein würde. Wie Fightful Select berichtete, besitzt dieser Name eine besondere persönliche Bedeutung.
Der Vorname „Royce“ ist demnach eine direkte Anlehnung an den Namen seines Sohnes. Fightful Select ergänzte in einem weiteren Update, dass auch der Nachname bewusst gewählt wurde. „Keys“ ist der Mädchenname seiner verstorbenen Mutter, was dem Ringnamen eine familiäre und emotionale Bedeutung verleiht.
Diese Hintergründe wurden im Vorfeld des WWE Royal Rumble 2026 bekannt, als sich Hinweise auf seine Teilnahme an der Veranstaltung in Riad, Saudi-Arabien, verdichteten.
WWE-Debüt beim Royal Rumble 2026 in Riad
Beim WWE Royal Rumble 2026 feierte Royce Keys schließlich sein offizielles WWE-Debüt. Er nahm als Startnummer 14 am 30-Man Royal Rumble Match teil. Während seines Entrances erschien zunächst noch der Name „Powerhouse Hobbs“ auf der Videowall, bevor dieser sichtbar durch „Royce Keys“ ersetzt wurde.
Kommentator Michael Cole nahm dabei explizit Bezug auf seine frühere Wrestling-Karriere unter dem Namen Powerhouse Hobbs. Im Verlauf des Matches gelang es Royce Keys, Damian Priest aus dem Royal Rumble zu eliminieren. Kurz darauf wurde er selbst von Bronson Reed aus dem Match befördert.
Backstage-Reaktionen auf Debüt und Rebranding
Laut Fightful Select fiel die Reaktion hinter den Kulissen der WWE überwiegend positiv aus. Besonders seine körperliche Präsenz sowie seine Vorstellung vor zahlreichen Mitarbeitern wurden intern hervorgehoben.
Fightful Select berichtete dazu: „Wir haben sehr positive Dinge über das Debüt von Royce Keys und seine Reaktion hinter den Kulissen sowie seine allgemeine Vorstellung vor vielen Mitarbeitern der WWE gehört.“
Gleichzeitig habe es jedoch auch Unsicherheiten gegeben. Einige Personen im Backstagebereich sollen verwirrt gewesen sein, wie der frühere AEW-Ringname Powerhouse Hobbs im WWE-Kontext eingebunden werden sollte.
Fightful Select hielt dazu fest: „Einige waren verwirrt darüber, wie WWE Powerhouse Hobbs einsetzen könnte, da der Name Powerhouse ursprünglich aus AEW stammt.“
Das kurzfristige Umschalten der Namensanzeige während des Entrances sorgte demnach für Diskussionen, insbesondere bei Mitarbeitern, die im Vorfeld nicht vollständig informiert waren.
Entscheidung für WWE trotz außergewöhnlichem AEW-Angebot
Trotz des außergewöhnlich hohen Angebots von AEW entschied sich Royce Keys bewusst für einen Wechsel zur WWE. Laut den vorliegenden Berichten hatte die WWE bereits seit längerer Zeit Interesse an einer Verpflichtung gezeigt. Als sich schließlich die Gelegenheit bot, zögerte er nicht lange.
Zudem berichtete Fightful Select, dass Royce Keys vor seinem Royal-Rumble-Debüt Kontakt zu Jim Ross aufgenommen habe, um ihm mitzuteilen, dass er für das nächste Kapitel seiner Karriere bereit sei. Das hat Jim Ross inzwischen auch selbst bestätigt – siehe hier.
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