Mick Foley hat sich mit einer sehr persönlichen Nachricht an die Öffentlichkeit gewandt. Der WWE Hall of Famer gab bekannt, dass seine Mutter nach einem langen Kampf gegen Demenz verstorben ist. Die Mitteilung erfolgte über einen ausführlichen Beitrag auf Facebook, in dem Foley erklärte, dass er lange gezögert habe, diesen Verlust öffentlich zu machen. Letztlich habe er sich jedoch dafür entschieden, das Leben seiner Mutter zu würdigen und gleichzeitig anderen Familien Mut zu machen, die ähnliche Erfahrungen machen.
In seinem Beitrag schrieb Foley: „GOODBYE MOM
Mit schwerem Herzen teile ich Ihnen mit, dass meine Mutter nach einem langen Kampf gegen Demenz verstorben ist… Meine Mutter war eine sehr zurückhaltende Person… und ich habe lange mit mir gerungen, ob ich ihren Tod öffentlich machen sollte.“
Foley erklärte, dass bereits das Verfassen dieser Worte mit inneren Zweifeln verbunden gewesen sei. Dennoch habe er das Bedürfnis verspürt, den Moment festzuhalten und seiner Mutter auf diese Weise Respekt zu erweisen.
Der Wunsch der Mutter und die Entscheidung der Familie
In seiner Würdigung ging Foley auch auf die Wünsche seiner Mutter ein, die in ihrem Testament festgehalten hatte, dass sie keine Besuche, keine Beerdigung und keine Todesanzeige wollte. Trotz dieses klar formulierten Wunsches kam die Familie zu dem gemeinsamen Entschluss, dass eine Form der öffentlichen Erinnerung sinnvoll sei, sowohl für sie selbst als auch für andere Menschen, die mit Demenz in der Familie konfrontiert sind.
Foley formulierte dies in seinem Beitrag so: „Letztendlich waren wir als Familie der Meinung, dass es für uns alle gut wäre, wenn es eine Art Tribut an diese bemerkenswerte Frau gäbe… Da ich weiß, dass ich bei weitem nicht die Einzige bin, deren Eltern von einer so verheerenden Krankheit heimgesucht wurden, hoffe ich, dass andere Familien in derselben Situation durch diesen Tribut erfahren, dass sie nicht allein sind.“
Kindheit auf dem Bauernhof und gelebte Bescheidenheit
Ein großer Teil des Beitrags widmete sich dem Lebensweg seiner Mutter. Foley schilderte ihre Kindheit auf einem Bauernhof in finanziell schwierigen Zeiten und erklärte, wie diese Erfahrungen ihre Haltung zum Leben geprägt hätten. Disziplin, Sparsamkeit und Verantwortungsbewusstsein seien feste Bestandteile ihres Alltags gewesen und hätten sich auch im Familienleben widerspiegelt.
Dazu schrieb Foley: „Wenn Sie sich also fragen, woher die legendäre Sparsamkeit der Foleys stammt, dann war es meine Mutter, und diese Lektionen haben mir über die Jahre hinweg sehr geholfen.“
Trotz begrenzter Mittel beschrieb Foley das Zuhause seiner Familie als warmherzig und lebendig. Er erinnerte sich an Spiele in der Nachbarschaft und an gemeinsame Mahlzeiten, die bis heute in seinem Gedächtnis geblieben sind. Dabei nutzte er auch einen humorvollen Vergleich, um die Kochkünste seiner Mutter zu würdigen: „Ihr Yorkshire Pudding war eine Weihnachtstradition und der Bret Hart unter den Yorkshire Puddings: der beste, den es gibt, der beste, den es je gab, der beste, den es je geben wird.“
Überwundene Krankheit und außergewöhnliche Stärke
In seiner Hommage sprach Foley auch über eine schwere Erkrankung aus der Kindheit seiner Mutter, über die sie lange Zeit nicht gesprochen hatte. Sie war als Kind an Polio erkrankt und hatte diese Krankheit überwunden, ohne dies jemals in den Vordergrund zu stellen. Erst später wurde der Familie bewusst, welche körperlichen und persönlichen Herausforderungen sie bereits in jungen Jahren bewältigt hatte.
Foley schrieb dazu: „Ich habe in meiner Karriere vielleicht einige beeindruckende Dinge geleistet, aber meine Mutter hat Polio in den Hintern getreten, sich davon erholt und sich zu einer starken, unabhängigen Frau entwickelt, die als erstes Mitglied ihrer Familie ein College besucht hat.“
Diese Erfahrungen hätten ihre Persönlichkeit geprägt und sie zu einer Frau gemacht, die großen Wert auf Bildung, Selbstständigkeit und Durchhaltevermögen gelegt habe.
Einfluss auf Foleys Weg als Autor
Neben ihrer Rolle als Mutter hob Foley auch ihre Bedeutung für seine eigene kreative Entwicklung hervor. Ihre Liebe zum Lesen und Lernen habe ihn früh beeinflusst und ihm den Mut gegeben, eigene Texte zu verfassen und an seinen schriftstellerischen Fähigkeiten zu arbeiten. Besonders beim Schreiben seiner Autobiografie habe er diese Unterstützung deutlich gespürt. In seinem Beitrag erklärte er: „Als ich mich mit meinen Notizbüchern hinsetzte, um ‚Have a Nice Day‘ zu schreiben, tat ich das nicht ganz allein; die Liebe meiner Mutter leitete mich dabei … Ohne sie hätte ich das niemals geschafft.“
Damit machte Foley deutlich, dass ihr Einfluss weit über den familiären Alltag hinausging und auch seine berufliche Laufbahn nachhaltig geprägt hat.
Von der Mutter zur Wrestling-Legende im Hintergrund
Foley erinnerte zudem daran, dass seine Mutter auch Teil seiner öffentlichen Wrestling Identität geworden ist. Der Spitzname „Mrs. Foley’s Baby Boy“ entwickelte sich nach einem Interview mit Jim Ross im Jahr 1997 und wurde zu einem festen Bestandteil seines Charakters im WWE Fernsehen. Dadurch wurde auch seine Mutter für viele Fans zu einer bekannten Figur. Foley schrieb hierzu: „Mit Ausnahme von The Rocks Mutter Atta … fällt mir keine andere Mutter ein, die so eng mit der Pro Wrestling-Karriere ihres Kindes verbunden war.“
Dieser Satz verdeutlichte, welchen besonderen Stellenwert seine Mutter auch innerhalb seiner Wrestling Geschichte einnahm.
Abschied in den letzten klaren Momenten
Besonders bewegend waren die Schilderungen über die letzten Wochen vor dem Tod seiner Mutter. Foley beschrieb die schmerzhaften Phasen der Verwirrung, in denen sie ihre eigenen Kinder nicht mehr erkannte, ebenso wie die emotionalen Abschiedsmomente, in denen sie noch bei Bewusstsein war. Er erinnerte sich an einen dieser Augenblicke mit den Worten: „Ich erinnere mich an die Hilflosigkeit in ihren Augen, als mein Bruder und ich sie nach unseren Namen fragten und sie uns beide mit falschen Namen ansprach.“
Gleichzeitig berichtete er davon, dass die Familie noch einmal gemeinsam bei ihr sein konnte und ihr ihre Liebe ausdrückte: „Wir hielten abwechselnd ihre Hand und sagten ihr, wie sehr wir sie liebten … Sie war bei Bewusstsein, und ich möchte glauben, dass sie jedes liebevolle Wort gehört hat, das wir an diesem Tag zu ihr gesagt haben.“
Abschließende Botschaft an die Fans
Am Ende seines Beitrags richtete sich Foley direkt an die Leser und rief dazu auf, die gemeinsame Zeit mit geliebten Menschen bewusst zu erleben und nicht als selbstverständlich anzusehen. Seine letzten Worte waren zugleich Abschied und Liebeserklärung an seine Mutter. Foley schrieb: „Ich möchte euch alle dazu ermutigen, die kleinen Dinge zu schätzen, euren Lieben zu sagen, dass ihr sie liebt, und keinen einzigen kostbaren Moment als selbstverständlich anzusehen… Auf Wiedersehen, Mama. Ich liebe dich sehr und werde immer stolz darauf sein, Mrs. Foleys kleiner Junge zu sein.“
Mein herzliches Beileid an die Foley Familie und viel Kraft in dieser schweren Zeit.🙏🙏