Powerhouse Hobbs und der verpasste AEW-Durchbruch – AEW offenbar weiter bei Warner Bros. Discovery

Powerhouse Hobbs schaut von der Stage aus zum Ring

Powerhouse Hobbs stand bei All Elite Wrestling kurz vor einem bedeutenden Karriereschritt. Die internen Planungen sahen einen klaren Push in höhere Card-Regionen vor. Eine Verletzung sowie die starke Besetzung der Main-Event-Ebene verhinderten jedoch, dass sich dieser Plan langfristig entfalten konnte.

Verletzung stoppte geplanten AEW-Push

In der Mailbag-Ausgabe von „Wrestling Observer Radio” wurde die Frage aufgeworfen, weshalb Hobbs bei AEW nie dauerhaft auf Main-Event-Niveau etabliert wurde. Bryan Alvarez führte dies auf die strukturellen Grenzen eines stark besetzten Rosters zurück: „Ich denke, das Problem ist, dass es dort so viele Leute gibt. Nicht jeder kann ein Main-Eventer sein.“

Diese Einschätzung wurde von Dave Meltzer geteilt, der zusätzlich erklärte, dass ähnliche Herausforderungen auch bei anderen großen Promotions existieren. Meltzer lieferte zugleich konkrete Details zu Hobbs’ Situation vor seiner Knieverletzung: „Er stand kurz davor, einen sehr großen Push zu bekommen, als er sich die Knieverletzung zuzog. Zu diesem Zeitpunkt setzte AEW auf ihn, unter anderem mit dem Angle, in dem er Kenny Omega und Chris Jericho dominierte. Anschließend folgte das Match gegen Jericho, in dem Jericho ihm einen klaren Squash-Sieg ermöglichte. Meiner Ansicht nach hat Jericho eine solche Rolle sonst kaum jemandem eingeräumt.“

Das Match als geplante Startrampe

Laut Meltzer war dieses Match nicht als einmaliges Highlight gedacht. Vielmehr sollte es den Beginn einer deutlich größeren Rolle für ihn markieren: „Als ich das sah, dachte ich: ‚Okay, dieser Typ steht kurz vor einem großen Durchbruch.‘“

Darüber hinaus bestätigte Meltzer, dass Hobbs für ein Championship Match gegen Jon Moxley um den IWGP-Titel vorgesehen war. Diese Planung unterstrich, dass AEW Hobbs perspektivisch in einem deutlich größeren Kontext einsetzen wollte. Letztlich kam es jedoch nicht zu einem Titelgewinn und es fehlte ein kreativer Alternativplan, der seine Dynamik nach der Verletzung hätte aufrechterhalten können.

Überfüllte Spitze und verworfene Optionen

Zeitweise wurde intern auch eine Fehde mit Samoa Joe diskutiert, bei der Hobbs laut Meltzer als Sieger hätte hervorgehen können. Nachdem Hobbs jedoch entschieden hatte, die Promotion zu verlassen, wurden diese Überlegungen nicht weiterverfolgt. Meltzer wies in diesem Zusammenhang auf das grundsätzliche Problem eines stark kopflastigen Kaders hin.

Neue Perspektive nach AEW

Auch wenn Powerhouse Hobbs bei AEW nie über die Rolle eines aufstrebenden Talents hinauswuchs, bestätigen Alvarez und Meltzer, dass es konkrete Pläne für ihn gab. Diese konnten jedoch nicht umgesetzt werden. Vor diesem Hintergrund richtet sich der Blick nun auf einen möglichen nächsten Karriereschritt bei der World Wrestling Entertainment (WWE), wo sich für Hobbs eine neue Gelegenheit ergeben könnte, sein Potenzial unter anderen strukturellen Voraussetzungen auszuschöpfen.

AEW-TV bleibt offenbar bei Warner Bros. Discovery

Nach dem Abschluss des neuen Vertrags zwischen Netflix und Warner Bros. Discovery deutet weiterhin alles darauf hin, dass die TV- und Streaming-Rechte von All Elite Wrestling bei Warner Bros. Discovery verbleiben. Grundlage dafür ist eine gemeinsame Stimmrechtsvollmacht-Erklärung von Netflix und Warner Bros. Discovery, die am Dienstag, dem 20. Januar 2026, eingereicht wurde und insgesamt 519 Seiten umfasst.

Laut einem Bericht von The Hollywood Reporter liefert dieses Dokument wichtige Hinweise auf die zukünftige Medienlandschaft im Wrestling-Bereich, auch wenn AEW darin nicht direkt genannt wird.

Hinweise aus der Proxy-Erklärung

In dem Bericht wird hervorgehoben, dass weder der Begriff „All Elite Wrestling“ noch das Akronym AEW explizit in der Erklärung auftauchen. Gerade dieses Fehlen wurde jedoch als relevanter Hinweis interpretiert. In dem Zusammenhang heißt es: „Obwohl weder der Begriff „All Elite Wrestling“ noch das Akronym AEW in der Proxy-Erklärung vorkamen, wurde auf Seite 53 die Zukunft des WWE-Konkurrenten vorhergesagt. Tatsächlich war es das Fehlen dieser Wörter und Buchstaben, das einen Teil dieser Berichterstattung beeinflusste. Nach Abschluss des Deals zwischen Netflix und Warner Bros. Discovery verbleiben die Rechte an All Elite Wrestling offenbar bei Warner Bros. Discovery, auch bekannt als Global Linear Networks, obwohl die wöchentlichen Shows und die Premium-Live-Events der Liga voraussichtlich während der restlichen Laufzeit des aktuellen Vertrags von AEW weiterhin auf HBO Max gestreamt werden. AEW Dynamite wird auf TBS ausgestrahlt und AEW Collision auf TNT; beide werden auf HBO Max gestreamt.“

Laufzeit des aktuellen AEW-TV-Vertrags

Im Bericht wird zudem auf die vertragliche Situation von AEW eingegangen. Demnach ist der aktuelle AEW-TV-Vertrag weiterhin eng an die Kabelsender TNT und TBS gekoppelt: „Der AEW-TV-Vertrag ist an die Kabelkanäle TNT und TBS gebunden und läuft Ende 2027 oder 2028 aus – je nachdem, wie sich die Option für das vierte Vertragsjahr entwickelt.“

Bereits Ende 2024 hatte AEW einen neuen Medienrechtevertrag mit Warner Bros. Discovery unterzeichnet, der im Jahr 2025 in Kraft trat. Dieser Deal sicherte die Ausstrahlung der wöchentlichen AEW-Shows sowie die Streaming-Verfügbarkeit über HBO Max.

Abgrenzung zu WWE und Netflix

Parallel dazu ist Netflix seit Januar 2025 die neue Heimat von WWE. Auch in den Vereinigten Staaten wird WWE Monday Night RAW über Netflix ausgestrahlt. Zudem laufen sämtliche WWE-Events und viele weitere Inhalte international (Deutschland ausgenommen) exklusiv über den Streamingdienst.

Wann die Vereinbarung zwischen Netflix und Warner Bros. Discovery offiziell in Kraft treten wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Die vorliegenden Informationen deuten jedoch darauf hin, dass AEW von diesem Deal nicht unmittelbar betroffen ist und ihre TV- und Streaming-Heimat vorerst bei Warner Bros. Discovery behält.

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