D-Von Dudley hat sich in seinem Podcast ausführlich zu seiner Haltung gegenüber der WWE und der Familie McMahon geäußert und dabei deutlich gemacht, warum er sich trotz öffentlicher Kritik weigert, das Unternehmen oder frühere Führungspersonen öffentlich anzugreifen. Der WWE Hall of Famer stellte klar, dass er die aktuelle Lage rund um die Promotion und die Berichterstattung über frühere Ereignisse zwar wahrnimmt, seine Bewertung jedoch ausschließlich auf persönlichen Erfahrungen basiert. Er betonte, dass er von Mitgliedern der McMahon-Familie stets respektvoll behandelt worden sei und keinen Anlass sehe, diese öffentlich schlechtzumachen, nur weil Teile der Öffentlichkeit dies erwarten.
In diesem Zusammenhang nannte er konkret Vince McMahon, Shane und Linda McMahon sowie Triple H und erklärte, dass sie ihm gegenüber immer korrekt und fair gewesen seien. Wörtlich erklärte er: „Ich habe Shane, Vince und Linda immer als sehr gut zu mir empfunden – und Triple H auch. Ich werde sie nicht schlechtmachen, nur weil man das von mir erwartet oder weil andere sie nicht mögen oder weil einem nicht gefällt, was bei der WWE vor sich geht. Das werde ich nicht machen. Ich werde Vince nicht schlechtmachen.“
D-Von erkannte an, dass es schwere Vorwürfe gegen Vince McMahon gebe, machte jedoch deutlich, dass er selbst weder beteiligt gewesen sei noch alle Hintergründe kenne. Er bezog sich ausschließlich auf seine eigene berufliche Beziehung und erklärte: „Ja, ich verstehe, dass das, was passiert ist, passiert ist. Ich war nicht daran beteiligt und kenne die Hintergründe nicht vollständig. Ich weiß nur, was die Medien über die Situation berichtet haben – und ich möchte auch nicht näher darauf eingehen. Aber noch einmal: Das geht mich nichts an. Meine Aufgabe ist es, Vince als meinen Chef zu kennen und zu wissen, wie er mich behandelt hat. Er hat mich nicht schlecht behandelt. Er hat mir viel Geld eingebracht. Er hat dieses Haus gebaut, in dem ich lebe – natürlich zusammen mit den Fans, denn sie mussten bezahlen, um uns zu sehen und unsere Fanartikel zu kaufen.“
Reaktion auf Vorwürfe von Kritikern und persönliche Beweggründe
Auf die Anschuldigung, er verhalte sich loyal aus Eigennutz oder Anpassung, reagierte D-Von mit deutlichen Worten. Er erklärte, dass ein bewusst rebellischer Lebensstil weder Stabilität noch Sicherheit biete und langfristig auch die eigene Familie gefährden könne. Seine Haltung begründete er mit Verantwortung und Realitätssinn und stellte klar, dass moralische Integrität für ihn nicht bedeute, aus Prinzip öffentlich zu provozieren: „Man kann behaupten, ich habe mich verkauft oder ich schleime mich bei ihnen ein. Hören Sie, mit zunehmendem Alter wird man zu einer bestimmten Art von Mensch und erkennt, dass man mit einem rebellischen Lebensstil seine Rechnungen nicht bezahlen kann. Denn letztendlich würde ich meine Rechnungen nicht bezahlen können und meinen Job verlieren, wenn ich auf einige dieser Idi*ten hören würde, die sagen: „Oh, ich hätte dies oder das über Sie sagen sollen. Doch wenn mein Gehalt ausbleibt, wirst du dann meine Rechnungen bezahlen? Wirst du meinen Kindern das College finanzieren? Wirst du dich um mich kümmern, wenn ich krank bin? Nein, das wirst du nicht. Denn das kannst du nicht.“
Zum Abschluss dieses Themenblocks zog D-Von eine klare Grenze zwischen Loyalität und fehlender Selbstachtung. Er betonte, dass seine Haltung aus Dankbarkeit und Respekt entstanden sei und nicht aus Angst oder Unterwürfigkeit: „Dieser Mann hat sich um mich gekümmert. Die ganze Familie hat sich um mich gekümmert und war sehr gut zu mir. Deshalb würde ich niemals die Hand beißen, die mich füttert. Es geht nicht darum, jemandem in den A*sch zu kriechen oder was auch immer bei der WWE. Es geht darum, ehrlich zu sein und Moral und Würde zu haben. Darum geht es. Ich versuche nicht, wie ein Rebell zu leben. Ich versuche nicht, gegen den Strom zu schwimmen, nur weil mir nicht gefällt, was sie im Fernsehen machen, oder weil ich finde, dass eine Storyline anders verlaufen sollte.“
Missverständnisse um Aussagen zu Stephanie McMahon
In derselben Podcast-Folge ging D-Von auch auf frühere Aussagen über Stephanie McMahon ein, die in den Medien erneut aufgegriffen und nach seiner Darstellung verfälscht worden seien. Er erklärte, dass seine damaligen Worte weder unangemessen noch respektlos gemeint gewesen seien, sondern aus Dankbarkeit und persönlicher Verbundenheit entstanden seien. Hintergrund sei eine schwere gesundheitliche Phase gewesen, in der Stephanie McMahon ihn aktiv unterstützt habe.
D-Von schilderte diese Situation sehr detailliert und emotional: „Ich war wegen der ganzen Sache mit Stephanie McMahon sehr aufgebracht, weil es mich wirklich verletzt hat. Diese Frau hätte mich während meines Schlaganfalls nicht anrufen müssen – aber sie hat es getan. Sie hat nicht nur angerufen, sondern mir auch Nachrichten hinterlassen, in denen sie mir sagte, dass ich ein Rockstar sei, dass sie mir die Daumen drücke und es kaum erwarten könne, mich wiederzusehen. In ihrer Voicemail scherzte sie sogar, dass sie gerade herausgefunden habe, dass mein richtiger Name ‚Devon‘ und nicht ‚D-Von‘ sei – und das brachte mich in dieser schweren Zeit zum Lachen.“
Er ergänzte zudem: „Sie hat auch mit meiner Frau gesprochen, als ich operiert wurde, und sich vergewissert, dass es ihr gut ging und es mir besser ging … Das ist eine echte Freundin.“
Kritik an medialer Zuspitzung und falschen Schlagzeilen
Nach Darstellung von D-Von Dudley entwickelte sich die Situation aus einer harmlosen Frage zur Attitude-Ära. Dabei kam es seiner Einschätzung nach zu einer folgenschweren Fehlinterpretation. Er räumte ein, dass er selbst ein falsches Wort gewählt habe, kritisierte jedoch deutlich, wie daraus medial eine Kontroverse konstruiert worden sei. Er schilderte den Ablauf wie folgt: „Dann kam eine Frage zur Attitude-Ära auf und jemand fragte: ‚Wärest du damals gerne mit Stephanie McMahon ausgegangen?‘ Ich antwortete: ‚Warum nicht? Sie ist eine wunderschöne Frau. Aber Triple H hat sie zuerst entdeckt.‘ Dann habe ich versehentlich das Wort ‚Verliebtheit‘ anstelle von ‚Bewunderung‘ verwendet – und die Medien haben das aufgegriffen.“
Die daraus entstandene Berichterstattung habe für ihn schwerwiegende Folgen haben können. D-Von erklärte, dass die Darstellung in den Medien seine persönlichen Beziehungen und sein gesamtes Leben hätte beschädigen können: „Sie sagten, ich sei besessen, sie verdrehten es zu etwas Unangemessenem … Das hätte meiner Ehe und meinem Leben schaden können, glücklicherweise war das nicht der Fall. Aber sie sollten sich schämen. Karma ist real.“
Klarstellung zu John Laurinaitis und Michael Hayes
Abschließend nahm D-Von Stellung zu weiteren Spekulationen, die aus früheren Aussagen über rassistische Erfahrungen während seiner Karriere entstanden waren. Da er zunächst keine Namen genannt habe, seien Unbeteiligte ins Visier geraten. Besonders betroffen seien John Laurinaitis und Michael Hayes gewesen. D-Von stellte klar, dass keiner der beiden Teil der von ihm beschriebenen Situation gewesen sei: „Nein, ich habe nur die Wahrheit gesagt. Denn als ich keine Namen genannt habe, haben die Leute angenommen, dass es Laurinaitis war. Viele haben angenommen, dass es Michael Hayes war, wegen dem, was mit ihm passiert ist. Und ich habe klargestellt: Nein, er war es nicht.“
Über Laurinaitis äußerte er sich sogar ausdrücklich positiv:
„Er hat mir tatsächlich als Produzent geholfen. Er war für mich da. Er hat alles getan, um mir einen reibungslosen Übergang vom Performer zum Produzenten zu ermöglichen.“
Im weiteren Verlauf bestätigte D-Von erneut, dass sich seine ursprünglichen Aussagen auf Jim Ross bezogen hatten. Er führte keine Details aus, machte jedoch deutlich, dass es ihm wichtig sei, unschuldige Personen vor unbegründeter Kritik zu schützen und Fehlinterpretationen richtigzustellen.
Das nenne ich mal Charakter und Standhaftigkeit. Super Typ, der Devon!