Nick Aldis über seinen besonderen WWE-Vertrag – Backstage-Entwicklung bei SmackDown: Veränderungen im kreativen Bereich

Nick Aldis am WWE Mikrofon

Nick Aldis hatte ursprünglich nicht den Wunsch, eine Autoritätsrolle im WWE-TV zu übernehmen. Als ihm im Jahr 2023 jedoch ein Angebot von WWE unterbreitet wurde, änderte sich seine Sichtweise. Entscheidend war dabei die Struktur des Vertrags, die ihm in einer oft unsicheren Branche ein hohes Maß an Stabilität bot.

Zwei getrennte Verträge mit klaren Vorteilen

In der Podcast-Sendung Keepin’ It 100 erklärte Aldis, dass WWE ihm zwei separate Vereinbarungen angeboten habe. Zum einen erhielt er einen Vertrag als On-Screen-Talent, zum anderen einen festen Arbeitsvertrag als Vollzeit-Produzent. Diese Kombination ermöglichte ihm nicht nur Auftritte vor der Kamera, sondern auch eine langfristige Tätigkeit hinter den Kulissen mit klassischen Arbeitnehmerleistungen.

Aldis erklärte dazu: „Ich habe zwei Verträge erhalten. Einen als Talent und einen festen Arbeitsvertrag als Produzent. Dadurch habe ich Anspruch auf Sozialleistungen und Sicherheit, also Altersvorsorge, Krankenversicherung und Zahnversicherung. Das war für mich ein großer Vorteil. Aktienoptionen gehören nicht zu meinem WWE-Vertrag. Ich gehe davon aus, dass Personen in sehr hohen Positionen so etwas möglicherweise erhalten, mir wurde das jedoch nicht angeboten. Unabhängig davon besitze ich privat einige Aktien der TKO Group.“

Dabei stellte er klar, dass Aktienoptionen nicht Bestandteil seines WWE-Vertrags seien. Unabhängig davon hält Aldis privat Anteile an der TKO Group, zu der WWE gehört.

Unterstützung durch Mickie James

Auch seine spätere Rolle als General Manager von SmackDown war kein langfristiges Karriereziel von Aldis. Er betonte offen, dass diese Position nicht zu seinen ursprünglichen Ambitionen gehörte. Eine wichtige Rolle spielte dabei seine Ehefrau Mickie James, die sofort erkannte, dass diese Aufgabe gut zu ihm passen würde.

Aldis beschrieb es so: „Ich möchte ehrlich sein und nicht behaupten, dass das schon immer mein großer Traum war. Diese Rolle war nicht das, was ich mir ursprünglich vorgestellt hatte. Aber Mickie hat sofort reagiert und zu mir gesagt: ‚Du wirst darin großartig sein.‘“

Vom Produzenten zum Gesicht von SmackDown

Seit dem 13. Oktober 2023 fungiert Nick Aldis offiziell als General Manager von WWE SmackDown. Bereits seit August 2023 war er zuvor hinter den Kulissen als Produzent tätig gewesen. Durch die Verbindung aus sichtbarer Autoritätsrolle im TV und seiner Arbeit im Backstagebereich entwickelte sich Aldis schnell zu einer festen Größe innerhalb der Show.

Veränderungen im kreativen Backstagebereich der WWE

Im kreativen Backstagebereich der WWE hat sich in den vergangenen Monaten eine wahrnehmbare Entwicklung vollzogen. Dabei rückt Ryan Ward zunehmend in den Fokus, während der Einfluss von Brian James, besser bekannt als Road Dogg, etwas zurückgegangen ist. Hintergrund dieser Entwicklung ist unter anderem die Unzufriedenheit vieler Zuschauer mit der kreativen Ausrichtung von SmackDown im Jahr 2025.

Wachsender Einfluss von Ryan Ward

In einer aktuellen Ausgabe von Wrestling Observer Radio sprach Dave Meltzer über interne Veränderungen innerhalb der WWE-Kreativstruktur. Dabei erklärte er, dass Ryan Ward hinter den Kulissen zunehmend mehr Verantwortung übernehme, insbesondere im Hinblick auf Struktur und Formatierung von SmackDown, während sich das Unternehmen auf das dreistündige Format auf dem USA Network eingestellt hat.

Dave Meltzer erklärte wörtlich: „Es ist nur eine kleine Veränderung, aber dennoch erwähnenswert. Ryan Ward gewinnt hinter den Kulissen an kreativem Einfluss. Man verlässt sich etwas mehr auf ihn, was Formatierung und Struktur angeht. Road Dogg ist nach wie vor stark involviert, aber die Dynamik hat sich leicht verändert. Es ist keine dramatische Veränderung, aber sie ist da.“

Diese Aussagen fielen im Gespräch mit Garrett Gonzales, in dem Meltzer die aktuelle kreative Ausrichtung der WWE näher erläuterte.

Die Rolle von Triple H in der kreativen Neuausrichtung

Die beschriebenen Anpassungen stehen im Zusammenhang mit der aktuellen Führungsstruktur der WWE. Seit dem Rückzug von Vince McMahon aus dem Tagesgeschäft liegt die vollständige kreative Verantwortung bei Paul Levesque. Unter seiner Leitung scheint der Fokus auf langfristiger Planung und klarer struktureller Ausrichtung zu liegen.

Ryan Wards Erfahrung aus der NXT-Ära

Ryan Ward gilt intern als erfahrene und verlässliche Stimme, insbesondere aufgrund seiner früheren Arbeit während der erfolgreichen Phase von WWE NXT im sogenannten Black and Gold-Zeitraum. Seine Stärke liegt vor allem in der durchdachten Strukturierung wöchentlicher TV-Shows, was aktuell als besonders wertvoll angesehen wird.

Diese Herangehensweise passt zur aktuellen Situation der WWE, die neue Übertragungsverträge, ein erweitertes SmackDown-Format und langfristige Storytelling-Konzepte miteinander verbinden muss.

Road Dogg bleibt involviert, jedoch mit veränderter Gewichtung

Brian „Road Dogg“ James ist weiterhin Teil des kreativen Prozesses, bestimmt den Ablauf von SmackDown jedoch nicht mehr in dem Maße wie zuvor. Laut Dave Meltzer handelt es sich dabei weder um eine formelle Degradierung noch um einen internen Machtkampf. Auch offizielle Titel oder Positionen haben sich nicht verändert.

Vielmehr sprechen Quellen laut Meltzer von einer langsamen Entwicklung, bei der Autoren wie Ryan Ward bevorzugt werden, die langfristige Strukturen ausarbeiten, anstatt kurzfristige Anpassungen kurz vor der Ausstrahlung vorzunehmen.

Dreistündiges SmackDown verstärkt die Bedeutung klarer Struktur

Die erneute Umstellung von WWE Friday Night SmackDown auf ein dreistündiges Format erhöhte die Anforderungen an Tempo, Aufbau und Formatierung der Show deutlich. In diesem Zusammenhang gewann Ryan Wards strukturorientierter Ansatz zusätzlich an Bedeutung.

Eine offizielle Stellungnahme der WWE liegt bislang nicht vor. Laut Dave Meltzer haben jedoch mehrere Backstagequellen diese Entwicklung bereits seit dem Jahresende 2025 beobachtet. Sie spiegelt die langfristige kreative Philosophie wider, die unter der Führung von Triple H verfolgt wird.