Jim Ross hat sich erstmals versöhnlich zu den Vorwürfen geäußert, die D-Von Dudley Ende 2025 gegen ihn erhoben hatte. In einer neuen Ausgabe seines Podcasts Grilling JR vom 8. Januar 2026 ging Ross ausführlich auf die Anschuldigungen ein, die sich auf einen angeblichen rassistischen Vorfall während der Attitude-Ära der WWE beziehen. Ross stellte klar, dass er die Vorwürfe weiterhin entschieden zurückweist, zeigte sich jedoch bereit, den persönlichen Kontakt zu D-Von Dudley wieder aufzunehmen, sofern dies außerhalb der Öffentlichkeit geschieht: „Kein Problem, ich mache das gerne. Ich werde es nur nicht auf Band aufnehmen und daraus eine Show machen. Punkt. Wie oft muss ich das noch sagen, um alle zufrieden zu stellen?“
Ross betonte erneut, dass er sich weder an rassistische Äußerungen noch an ernsthafte Auseinandersetzungen mit D-Von Dudley erinnern könne. Gleichzeitig machte er deutlich, dass er keinen Groll hege und ein klärendes Gespräch nicht ausschließe: „Ich bin kein Rassist. Ich war nie ein Rassist. Fragen Sie alle afroamerikanischen Athleten, mit denen ich in den letzten 50 Jahren zusammengearbeitet habe. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich mich zum ersten Mal mit D-Von gestritten habe.“
Im weiteren Verlauf erklärte Ross, dass ihn die Vorwürfe vor allem verwirrt hätten, da er sich an keinen negativen Austausch mit D-Von Dudley erinnern könne: „Ich habe kein Problem damit, mich mit D-Von zu versöhnen. Aber ich war nie wütend auf ihn. Ich war verwirrt, wie das passieren konnte, da ich mich an keinen negativen Austausch mit ihm erinnern kann. Und was ich angeblich gesagt haben soll, war mit Sicherheit negativ.“
Zum Abschluss machte Ross deutlich, dass es ihm nicht um öffentliche Aufmerksamkeit gehe, sondern um gegenseitigen Respekt und ein persönliches Gespräch. Er erklärte, dass er das Thema nicht für eine öffentliche Geschichte nutzen wolle, sondern den direkten Kontakt suche: „Ich bin nicht daran interessiert, daraus eine öffentliche Angelegenheit zu machen. Ich bin daran interessiert, wieder mit D-Von in Kontakt zu treten, weil ich D-Von mag.“
Rückkehr zu AEW Dynamite und ungeplante Ausweitung seines Einsatzes
Parallel zu diesen Aussagen sprach Jim Ross im selben Podcast auch über seine Rückkehr ans Kommentatorenpult von AEW Dynamite am 7. Januar 2026. Ross erklärte, dass ursprünglich lediglich ein Einsatz im Main Event vorgesehen gewesen sei. Aufgrund seines gesundheitlichen Zustands galt dieses Modell zuvor als bewährte Lösung. Der Plan änderte sich jedoch kurzfristig: „Ich habe Tony Khan früher am Tag gefragt, was ich machen soll. Ursprünglich wollte ich nur die Main Event Matches übernehmen, aber Mike Mansury, der Regisseur, sagte: ‚Da JR hier ist, lassen Sie uns ihn für die gesamte Show einsetzen.‘“
Ausschlaggebend für diese Entscheidung war laut Ross AEW-Direktor Mike Mansury. Trotz anfänglicher Bedenken hinsichtlich seiner Ausdauer entschied sich Ross schließlich dazu, die komplette Show zu kommentieren. Er beschrieb offen, wie er sich während seiner Genesung gefühlt habe: „Da ich krank war, gab es einige Bedenken hinsichtlich meiner Ausdauer, aber ich fühle mich wirklich gut und baue meine Energie wieder auf. Ich hatte einfach eine tolle Zeit, es war ein wirklich schöner Tag.“
Rückmeldung von Tony Khan und Bedeutung für Jim Ross
Nach der Show erhielt Ross persönlichen Zuspruch von AEW-Präsident Tony Khan. Diese Rückmeldung habe für ihn eine besondere Bedeutung gehabt, wie er schilderte: „Heute Morgen um 1:30 Uhr habe ich eine SMS von Tony Khan bekommen, in der er mir schrieb, wie toll er meine Leistung in der Show fand. Solche Dinge machen einem ein gutes Gefühl. Er hat mir eine Chance gegeben, zurückzukommen.“
Ross berichtete zudem, dass er während seines Besuchs viele Talente getroffen habe, die gezielt den Austausch mit ihm suchten und um Feedback baten. Für ihn sei dies ein Zeichen anhaltender Wertschätzung innerhalb der Promotion: „Ich habe viele Talente gesehen, hatte Zeit, mit ihnen zu sprechen, und sie bitten mich um Feedback. Ich bin sehr dankbar, dass ich immer noch Teil der AEW-Familie bin, und für Tony Khan zu arbeiten, ist ohne Frage ein absoluter Segen.“
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