D-Von Dudley hat sich erneut ausführlich zu der anhaltenden Kontroverse mit Jim Ross geäußert. In seinem Podcast „Duke Loves Rasslin“ reagierte D-Von auf Ross’ öffentliche Zurückweisung der Vorwürfe, während der Attitude Era der WWE eine rassistische Bemerkung gemacht zu haben. Ross hatte die Anschuldigungen zuvor als „absurd“ bezeichnet und erklärt, er habe nichts zu gewinnen, wenn er über ein solches Thema lügen würde – wir berichteten.
D-Von stellte klar, dass er die Diskussion eigentlich beenden wollte. Erst die Reaktion von Jim Ross habe ihn dazu gebracht, erneut öffentlich Stellung zu nehmen. Dazu erklärte er wörtlich: „Ich wollte das nie. Ich hätte wahrscheinlich gar nicht mehr darauf reagiert und einfach weitergemacht, wenn er nicht versucht hätte, diesen Witz mit Bubba zu machen.“
Kritik an persönlichen Angriffen und dem Vergleich mit Bubba Ray Dudley
Besonders deutlich kritisierte D-Von Aussagen von Jim Ross, in denen dieser andeutete, D-Von sei nach dem Ende seiner aktiven Wrestling-Karriere unzufriedener gewesen als sein langjähriger Tag Team Partner Bubba Ray Dudley. D-Von empfand diese Aussage als persönlichen Angriff und als Versuch, die Dudley Boyz gegeneinander auszuspielen. Dazu stellte er unmissverständlich klar: „Wie kannst du so etwas sagen? Bubba und ich. Möchtest du uns gegeneinander ausspielen? Nein. Bubba und ich verstehen uns sehr gut. Wir sind wie Brüder, nur von verschiedenen Müttern. Ich werde mich nicht gegen ihn wenden, und er wird sich nicht gegen mich wenden.“
Nach eigener Darstellung habe Ross mit diesen Aussagen eine Grenze überschritten. D-Von erklärte, dass er die Situation zunächst habe ruhen lassen wollen, sich aber zu einer Reaktion gezwungen sah, als ihm indirekt unterstellt wurde, er suche Aufmerksamkeit.
D-Von weist Vorwurf der Publicity-Suche entschieden zurück
D-Von widersprach der Darstellung, es gehe ihm bei dem Thema um mediale Aufmerksamkeit. Er betonte, dass er das Thema bereits Jahre zuvor hätte öffentlich machen können, wenn dies sein Ziel gewesen wäre. Stattdessen habe er bewusst darauf verzichtet: „Ich hätte vor drei oder vier Jahren, als ich die WWE verlassen habe, nach Publicity suchen können, aber das habe ich nie getan. Ich habe das Thema nie angesprochen“, erklärte D-Von.
Er führte weiter aus, dass die Diskussion ganz natürlich im Rahmen eines Podcast-Gesprächs über Rassismus entstanden sei. Erst durch die Dynamik des Gesprächs und die spätere mediale Aufbereitung sei der Eindruck entstanden, er habe gezielt provozieren wollen.
Ursprung der Namensnennung im Podcast Gespräch
D-Von erklärte genauer, wie es dazu kam, dass er Jim Ross öffentlich beim Namen nannte. Seiner Darstellung nach war es Bubba Ray Dudley, der ihn im Podcast ausdrücklich dazu ermutigte, den Namen offen auszusprechen. Dieser Teil des Gesprächs sei in vielen der später verbreiteten Clips jedoch nicht enthalten gewesen. Dadurch sei ein falscher Eindruck entstanden. D-Von schilderte dazu: „Bubba war es, der sagte: ‚Sag den Namen. Sag den Namen. Sag den Namen. Los, sag den Namen.‘ Dieser Teil wurde weggelassen. Dadurch sah es so aus, als würde ich die Rassismuskarte ausspielen, was ich nicht getan habe.“
Diese gekürzte Darstellung habe maßgeblich dazu beigetragen, dass seine Aussagen missverstanden worden seien und die Debatte eine Eigendynamik entwickelt habe.
Reaktion auf Kritik und emotionale Einordnung
Auch auf Stimmen, die ihm Überreaktion oder Dramatisierung vorwerfen, reagierte D-Von deutlich. Er machte klar, dass Außenstehende seine persönlichen Erfahrungen nicht nachempfinden könnten: „Du hast nicht erlebt, was ich erlebt habe. Du hast nicht durchgemacht, was ich durchgemacht habe. Also sei bitte respektvoll und kümmere dich um deine eigenen Angelegenheiten, wenn du diese Einstellung hast“, stellte er klar.
Zum Abschluss seines Statements richtete D-Von noch einmal direkte Worte an Jim Ross und betonte, dass eine andere Reaktion die Situation hätte entschärfen können: „Man hätte einfach sagen können: ‚Hör mal, das habe ich nicht gesagt. Ich weiß nicht, wovon Devon spricht.‘ Oder man hätte sagen können: ‚Hey, das habe ich nie gesagt. Aber wenn doch, entschuldige ich mich dafür.‘ So einfach ist das und weiter geht’s.“
Jim Ross bleibt bei seiner Darstellung
Jim Ross hatte die Vorwürfe weiterhin entschieden zurückgewiesen und erklärt, er habe die ihm zugeschriebene Aussage nie getätigt. Er betonte, er habe keinen Grund, Jahre später etwas einzugestehen, das aus seiner Sicht nicht der Wahrheit entspreche. Zudem stellte Ross öffentlich D-Vons Erinnerung und Motive infrage, was den Konflikt weiter verschärfte.
Beide Seiten halten weiterhin an ihren Positionen fest. Die Auseinandersetzung bleibt damit eine der persönlichsten und sensibelsten öffentlichen Debatten zwischen zwei langjährigen Wrestling-Persönlichkeiten der letzten Jahre.
Jim Ross kehrt bei AEW Dynamite zurück
Unabhängig von der Kontroverse wurde offiziell bestätigt, dass Jim Ross bei der kommenden Ausgabe von „AEW Dynamite” am Mittwoch, dem 7. Januar 2026, wieder als Kommentator im Einsatz sein wird. Die Show findet im BOK Center in Tulsa, Oklahoma, dem Heimatstaat von Ross, statt.
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