WWE Hall of Famer Mick Foley hat vor wenigen Tagen öffentlich erklärt, dass er sich von WWE distanziert und künftig nicht mehr für die Promotion auftreten möchte. Zudem kündigte Foley an, seinen aktuell laufenden WWE-Legendenvertrag nach dessen Ablauf im Juni 2026 nicht zu verlängern. Als ausschlaggebenden Grund nannte er die Beziehung der Company zum amtierenden US-Präsidenten Donald Trump, der selbst Mitglied der WWE Hall of Fame ist.
Update zu den politischen Diskussionen hinter den Kulissen
In der aktuellen Ausgabe von „Fightful Select Answers Q&A“ wurde die Frage aufgegriffen, wie politische Themen im Backstagebereich der WWE behandelt werden. Hintergrund war die öffentliche Verbindung der WWE sowie der Muttergesellschaft TKO Group Holdings zur aktuellen US-Regierung. Konkret wollte ein Fan wissen, ob diese Nähe zu politischen Entscheidungsträgern zu Spannungen zwischen den Talenten und dem kreativen Management führt.
Laut Fightful-Reporter Sean Ross Sapp ist Politik innerhalb der WWE kein Thema, das regelmäßig oder offen im beruflichen Umfeld diskutiert wird. Gespräche über politische Inhalte fänden, wenn überhaupt, eher im privaten oder persönlichen Rahmen unter einzelnen Talenten statt und nicht im Austausch mit dem Management oder der kreativen Führung.
Zurückhaltung im Umgang mit politischen Themen
Sean Ross Sapp führte weiter aus, dass es innerhalb der WWE mehrere Personen gebe, die klar signalisiert hätten, nicht mit politischen Diskussionen oder Positionierungen in Verbindung gebracht werden zu wollen. Politik sei ein sensibles Thema, über das zwar viele Meinungen existierten, das jedoch bewusst aus dem professionellen Arbeitsumfeld herausgehalten werde. Selbst bei gezieltem Nachfragen lasse sich kaum jemand dazu bewegen, öffentlich oder intern Stellung zu beziehen.
Aktuelle politische Verbindungen innerhalb des WWE-Umfelds
Unabhängig davon ist die WWE zuletzt mehrfach indirekt in politische Schlagzeilen geraten. Paul Levesque, Chief Creative Officer der WWE, ist kürzlich dem Rat für Sport, Fitness und Ernährung von US-Präsident Donald Trump beigetreten. In diesem Zusammenhang nahm Levesque auch an einem Besuch im Weißen Haus teil, als die Wiedereinführung des „Presidential Fitness Test“ an öffentlichen Schulen angekündigt wurde – wir berichteten.
Ebenfalls Teil der aktuellen US-Regierung ist Linda McMahon, ehemalige WWE-Führungskraft und getrennt lebende Ehefrau des früheren WWE-Chairman Vince McMahon. Sie ist derzeit als Bildungsministerin Mitglied des Kabinetts von Präsident Donald Trump.
Wie die WWE über die Namen ihrer Wrestler entscheidet und warum Indie-Namen nicht automatisch übernommen werden
Immer wieder sorgt es für Diskussionen, wenn neu verpflichtete Talente bei WWE plötzlich unter einem anderen Namen auftreten als zuvor auf der Independent-Szene oder bei anderen Promotions. Während einige Wrestler ihren etablierten Ringnamen behalten dürfen, müssen andere mit völlig neuen Namen starten. Die Gründe dafür liegen weniger in kreativen Vorlieben oder persönlichen Geschichten, sondern in rechtlichen Überlegungen.
Im Rahmen einer aktuellen Ausgabe von Fightful Select Q&A erläuterte Sean Ross Sapp, wie WWE intern mit dieser Thematik umgeht. Im Mittelpunkt steht dabei stets die Frage, ob der Name markenrechtlich gesichert und von WWE kontrolliert werden kann.
Markenrecht als entscheidender Faktor
Laut Sapp prüft WWE bei jedem Namen, ob sich die entsprechenden Rechte sichern lassen. Wenn das Unternehmen davon ausgeht, dass es den Namen rechtlich für sich beanspruchen kann, wird dieser in der Regel übernommen. Ist dies nicht der Fall, folgt häufig eine Umbenennung.
Sapp brachte es in seiner Erklärung auf den Punkt und machte deutlich, dass nicht die Herkunft des Namens oder dessen Bekanntheit entscheidend sei, sondern ausschließlich die juristische Einschätzung. Sobald WWE glaubt, die Markenrechte erhalten zu können, wird dieser Weg eingeschlagen.
Ein Beispiel für interne Fehleinschätzungen
Allerdings ist dieses System nicht frei von Fehlern. Als aktuelles Beispiel nannte Sapp den Fall von Ricky Starks, der zu diesem Zeitpunkt noch mit All Elite Wrestling in Verbindung stand. Laut Sapp ging man intern offenbar davon aus, dass AEW die Markenrechte an diesem Namen besitze.
Diese Annahme sorgte selbst bei Sapp für Verwunderung. Er verwies darauf, dass Starks bereits lange unter diesem Namen angetreten sei und diesen sogar in der Vergangenheit bei WWE verwendet habe. Der Fall verdeutlicht, dass WWE nicht immer über vollständige oder korrekte Informationen verfügt, wenn es um Namensrechte geht.
Kontrolle über Branding und Vermarktung
Grundsätzlich verfolgt WWE mit ihrer Namenspolitik ein klares Ziel. Das Unternehmen möchte möglichst vollständige Kontrolle über Branding, Merchandise und Lizenzierungen behalten. Wenn ein Name nicht eindeutig abgesichert werden kann, wird er häufig geändert, um spätere rechtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden.
Selbst eine langjährige Nutzung eines Namens bietet daher keine Garantie. Auch frühere Auftritte unter demselben Namen bei WWE führen nicht automatisch dazu, dass dieser erneut verwendet werden darf. Entscheidend bleibt allein die Frage, ob WWE die exklusiven Rechte daran halten kann.
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