John Cenas Vater kritisiert das Ende des letzten WWE-Matches seines Sohnes und erklärt offen, warum er sich ein anderes Finale gewünscht hätte

John Cenas Vater blickt auf das letzte Match seines Sohnes

John Cenas letzter Auftritt im WWE-Ring beim Saturday Night’s Main Event am 13. Dezember 2025 war ein historischer Moment, der von starken Emotionen, einer ausverkauften Arena und weltweiter Aufmerksamkeit begleitet wurde. Während die WWE den Abschied des langjährigen Topstars als würdigen Abschluss einer außergewöhnlichen Karriere präsentierte, sorgte insbesondere das Ende des Matches gegen GUNTHER für kontroverse Diskussionen. Im Mittelpunkt dieser Debatte steht John Cenas Vater, der sich öffentlich zu Wort gemeldet hat.

John Cena Sr. reagiert emotional auf den Abschied seines Sohnes

Im Gespräch mit Bill Apter schilderte John Cena Sr., wie intensiv er die Atmosphäre in der Capital One Arena wahrgenommen habe. Die Reaktionen der Fans seien für ihn unübersehbar gewesen und hätten die emotionale Bedeutung dieses Abends unterstrichen. Gleichzeitig machte er jedoch deutlich, dass ihn das konkrete Match-Ende nicht vollständig überzeugt habe: „Das Einzige, was ich sagen kann, ist, dass ich viele Menschen weinen gesehen habe. Glaube ich, dass es so hätte enden sollen? Ich hätte es anders gemacht. Ich denke, es wäre für alle besser gewesen, wenn es anders geendet hätte.“

Mit diesen Worten brachte Cena Sr. seine grundlegende Unzufriedenheit auf den Punkt. Obwohl er den historischen Rahmen des Abends anerkennt, stellt er infrage, ob der gewählte Abschluss wirklich der beste Weg gewesen sei, die Karriere seines Sohnes zu beenden.

Traditionen im Wrestling und dennoch Zweifel am gewählten Ende

John Cena Sr. zeigte sich mit den ungeschriebenen Regeln des Wrestlings bestens vertraut. Er verwies darauf, dass es seit Jahrzehnten als gängige Praxis gilt, dass große Namen am Ende ihrer Laufbahn im Ring verlieren und sprichwörtlich „untergehen“. Dennoch ließ ihn dieses Wissen nicht darüber hinwegsehen, dass er persönlich ein anderes Finish bevorzugt hätte: „Es gibt im Wrestling eine ungeschriebene Regel: Wer seine Karriere beendet, verliert am Ende. Deshalb kann ich nur sagen, dass sie das gemacht haben, was aus ihrer Sicht notwendig war und dem Geschäft am meisten genutzt hat.“

Trotz dieser Einordnung machte Cena Sr. deutlich, dass sein Wunsch nach einem alternativen Ausgang bestehen bleibt. Für ihn sei die Art und Weise, wie John Cena den Kampf verlor, entscheidend gewesen, und genau hier setze seine Kritik an.

Kritik am Tap-out und eine klare Alternative

Besonders deutlich wurde John Cena Sr., als er auf den Moment des Aufgebens zu sprechen kam. Seiner Ansicht nach wirkte das Abklopfen seines Sohnes nicht wie eine klare Aufgabe, sondern vielmehr wie ein letzter Versuch, sich aus dem Griff zu befreien: „Habe ich damit gerechnet, dass er aufgibt? Ganz ehrlich, Bill: Ich habe eher erwartet, dass er das Bewusstsein verliert und Gunther trotzdem als Sieger aus dem Match hervorgeht.“

Cena Sr. führte diesen Gedanken weiter aus und beschrieb detailliert, wie er sich das Ende vorgestellt hätte. In seiner Version hätte GUNTHER den Griff weiter verstärkt, bis John Cena das Bewusstsein verliert: „Ich war mir nicht sicher, ob das wirklich ein Aufgeben (seitens Cena) war. Für mich sah es eher wie ein letzter Versuch aus, sich aus dem Griff zu befreien.“

Aus seiner Sicht hätte dieses Szenario mehrere Vorteile gehabt. GUNTHER wäre weiterhin als klarer Sieger aus dem Match hervorgegangen, während John Cena nicht aktiv aufgegeben hätte: „Dann hätte GUNTHER den Griff weiter verstärkt, bis Cena das Bewusstsein verloren hätte, ohne aufzugeben. GUNTHER wäre trotzdem der Sieger gewesen, weil Cena den Ten-Count nicht hätte beantworten können.“

Zum Abschluss machte er deutlich, dass ihm die Aufgabe nicht eindeutig genug wirkte und eher zurückhaltend ausfiel. Seiner Einschätzung nach war das Abklopfen sehr dezent.

Triple H stellt sich hinter die Entscheidung der WWE

Die Kritik blieb innerhalb der WWE nicht unbeantwortet. Im Rahmen der Nachbesprechung zum Saturday Night’s Main Event äußerte sich Triple H ausführlich zum Match-Finish und verteidigte die Entscheidung des Unternehmens. Er verwies auf die Werte und Prinzipien, die John Cena selbst über Jahrzehnte hinweg vertreten habe: „In unserer Branche gibt es feste Traditionen und klare Prinzipien. John hat während seiner gesamten Karriere immer betont, dass es darum geht, die WWE in einem besseren Zustand zu hinterlassen, als man sie vorgefunden hat.“

Triple H machte zudem deutlich, dass ihn öffentliche Kritik an dieser Entscheidung nicht beunruhige. Diskussionen seien Teil des Geschäfts, insbesondere bei einem so bedeutenden Abschied: „Ich weiß, dass die Leute das kritisieren und sich das ansehen und über diesen Moment hier reden werden – ich habe breite Schultern. Das ist für mich kein Problem.“

Siehe auch: WWE Saturday Night’s Main Event: Alle Resultate & die komplette Show aus Washington D.C. (13.12.2025)