Triple H verteidigt das Finish von John Cenas letztem WWE-Match und deutet große Zukunftspläne für Oba Femi an

Foto mit Triple H (links) und Gunther, der John Cena im Sleeperhold hält (rechts)

Das WWE Saturday Night’s Main Event sorgte für intensive Diskussionen. John Cena bestritt an diesem Abend sein letztes Match im WWE-Ring und unterlag dabei GUNTHER durch Aufgabe. Die Entscheidung stieß in der Capital One Arena auf heftige Reaktionen. Während das Publikum seinen Unmut lautstark äußerte, stellte sich Triple H nach der Show öffentlich hinter das Match-Finish und ordnete zugleich die Bedeutung dieses Moments ein. Gleichzeitig nutzte der WWE-Verantwortliche die Post-Show, um über die Zukunft zu sprechen und dabei insbesondere einen Namen hervorzuheben: Oba Femi.

Warum John Cenas Abschied so endete: Triple H bezieht Stellung

John Cena zeigte in seinem Abschiedsmatch noch einmal, warum er über zwei Jahrzehnte zu den prägenden Persönlichkeiten der WWE gehörte. Er hielt dem intensiven Druck stand, konnte zunächst einen Sleeper Hold abwehren und brachte einen Attitude Adjustment ins Ziel. Am Ende musste er sich dennoch geschlagen geben. Das Publikum reagierte mit lautstarken Buhrufen und kritischen Chants, die das Ergebnis infrage stellten, und dies nicht nur bei der Show, sondern auch danach.

Triple H ging unmittelbar nach der Show auf diese Reaktionen ein und machte deutlich, dass die Entscheidung nicht spontan gefallen sei. Er verwies auf langjährige Traditionen innerhalb der Branche und betonte, dass es im professionellen Wrestling auch darum gehe, den nächsten Generationen Raum zu geben. Cena habe während seiner gesamten Karriere genau nach diesem Prinzip gehandelt und stets den Anspruch gehabt, das Geschäft besser zu hinterlassen, als er es vorgefunden habe.

Nach Ansicht von Triple H sei es für viele Zuschauer in der Emotionalität des Moments schwer nachzuvollziehen gewesen, warum ein solcher Abschied so enden müsse. Dennoch sei es genau diese Haltung gewesen, die Cena über Jahre ausgezeichnet habe. Er habe immer das getan, was aus seiner Sicht dem Unternehmen und der gesamten Branche gedient habe. Dieses Selbstverständnis habe ihn durch seine Karriere begleitet und genau das habe sich auch an diesem Abend widergespiegelt.

Respekt durch Weitergabe statt Sieg im Abschiedsmatch

Triple H führte weiter aus, dass es nicht nur eine Tradition sei, ausscheidende Talente stark darzustellen, sondern dass Cena diesen Gedanken über Jahre aktiv gelebt habe. Hinter den Kulissen habe er stets darauf geachtet, andere besser aussehen zu lassen und ihnen auf ihrem Weg nach oben zu helfen. Dass sich dieses Prinzip auch in seinem letzten Match widerspiegelte, sei daher konsequent gewesen.

Für Triple H steht fest, dass Cenas Niederlage kein Zeichen von Schwäche gewesen sei, sondern Ausdruck von Respekt und Verantwortung gegenüber der nächsten Generation. Kritik an dieser Entscheidung nehme er bewusst in Kauf. Er betonte, dass er mit solchen Reaktionen umgehen könne und Diskussionen über genau diesen Moment Teil des Geschäfts seien. Wörtlich sagte er: „Ich weiß, dass die Leute das kritisieren, sich das ansehen und genau über diesen Moment sprechen werden. Ich habe breite Schultern. Das macht mir nichts aus.“

Lob für Oba Femi und erste Andeutungen großer Perspektiven

Neben der Einordnung von Cenas Abschied richtete Triple H auch den Blick nach vorn. In der Post-Show sprach er ausführlich über Oba Femi und machte keinen Hehl daraus, dass dessen Auftritte innerhalb der WWE bereits für Aufmerksamkeit sorgen. Nicht jeder Talentwechsel bedeute automatisch den Sprung auf die höchste Ebene, doch bei Femi sei früh das Gefühl entstanden, dass hier etwas Besonderes heranwachse.

Bereits bei seinem ersten Auftreten seien intern Vergleiche mit einigen der dominantesten Persönlichkeiten der Wrestling-Geschichte gezogen worden. Triple H griff dabei selbst den Namen Brock Lesnar auf und sprach offen darüber, wie schnell diese Assoziationen entstanden seien, als Femi erstmals ins Rampenlicht trat.

Als die Idee eines möglichen Matches zwischen Oba Femi und Brock Lesnar angesprochen wurde, wich Triple H der Frage nicht aus. Stattdessen erklärte er, dass es bei Femi zahlreiche denkbare Konstellationen gebe, die sportlich wie erzählerisch reizvoll seien. Genau darin liege auch die Stärke von NXT. Man könne beobachten, wie Talente wachsen, und sich vorstellen, welche Rollen sie auf größerer Bühne einnehmen könnten.

Royal Rumble als möglicher nächster Schritt

In diesem Zusammenhang ließ Triple H eine Bemerkung fallen, die viele als deutlichen Hinweis verstanden. Er sprach über den Januar und über ein Event, bei dem unzählige Teilnehmer aufeinandertreffen und Karrieren in kurzer Zeit eine neue Richtung einschlagen können. Ohne eine konkrete Bestätigung auszusprechen, machte er klar, welche Bedeutung der Royal Rumble für aufstrebende Talente haben kann.

Oba Femi gilt innerhalb der WWE damit bereits als Name mit langfristiger Perspektive. Auch wenn Triple H keine festen Pläne bestätigte, wurde deutlich, dass Femi intern als zukünftiger Headliner wahrgenommen wird. Ob sein Weg über den Royal Rumble, WrestleMania 42 oder andere große Events führen wird, bleibt offen. Klar ist jedoch, dass die WWE große Erwartungen in ihn setzt.

Siehe auch: WWE Saturday Night’s Main Event: Alle Resultate & die komplette Show aus Washington D.C. (13.12.2025)

12 Kommentare

  1. Schade das die Fans immer meckern. Hatten die Fans Respekt gehabt hätten sie die Buh rufe lassen können. Was viele nicht bestehen können/wollen Cena hatte da großes Mitspracherecht gehabt. Er hat auch in paar Interviews gesagt das er die Gegner aussucht. Wer das Match ansah sieht man das Cena gegrinst hatte bevor er aufgab.

    Und nun sind wir ehrlich hätte Cena gewonnen würden viele Meckern und sagen Gunter wurde begraben.

    Zu HHH ja er macht nicht alles richtig aber es ist klar das er dazu kommt. Warum? Weil auch er mit Cena im Ring stand und eben auch kannten. Wäre er nicht rausbekommen würden viele Meckern und sagen wie respektlos er ist das er nicht rausgekommen ist.

    Fazit egal wie man es gemacht hätte es hätten viele so oder so gemeckert. Wenn es Cena Wunsch war sollte man es Respektieren.

  2. Das Cena verliert war klar und ist auch richtig so.
    Mich störte nur das Finish, dieses lächerliche Abklatschen mit dem Gesicht von Cena dabei. Es wirkte falsch. Cena hat seinem Motto „Never Give Up“ damit widersprochen. Ich hätte Cena vielleicht einfach wegknacken lassen, aber dieses Finish war nicht würdig für ihn und für Walter.
    Ansonsten war der Event okay, viele Emotionen usw. Die unsichtbaren Zwiebeln auf meinem Tisch waren auch da. Ich denke es war sonst alles stimmig, nur das Ende, zumindest für mich, nicht.

  3. Genau, Cena MUSSTE dieses Match verlieren! Aber doch nicht durch Aufgabe! Seine Parole war doch jahrelang „Never give up!“ Und dann lassen sie ihn genau SO seine Karriere beenden…!? Dumm, dümmer, WWE!

  4. Dumm finde ich es nicht, eigentlich nur konsequent. Es war klar, dass Gunther durch Aufgabe gewinnt, nachdem er es angekündigt hat.

    Mich stört allerdings, wie Cena aufgegeben hat. Das war irgendwie halbherzig, aber wahrscheinlich auch dem emotionalen Moment bzw. dem endgültigen Abschied geschuldet. Das Aufgeben wirkte auch eher wie eine Geste der Verabschiedung. Ich finde es immer noch heftig, wie einige darauf abgehen und Gunther selbst außerhalb der Halle so beschimpfen.

  5. Ich finde es erstaunlich wie engstirnig man anscheinend an der kreativen Spitze der WWE manchmal sein kann. Niemand, wirklich niemand kritisiert die Niederlage sonder die Art und Weise.

  6. Jahrelang wurde gemeckert, dass er Super Cena ist und seine 5 Moves of Doom alles wegklatschen und er nie verliert und nie andere over bringt. Jahrelang wurde ein Heel Turn gefordert. Jetzt wird alles in das letzte Jahr gepresst und dann ist es auch nicht richtig. Ja, ob er nun aufgeben musste, sei mal dahin gestellt, aber im Grunde wurde alles richtig gemacht.

    • Ich glaube, dass ist eben das Problem. Das es so, wie du sagst, „gequetscht“ wird. Mit dem Titelgewinn war noch alles in Ordnung, aber diese konfuse Storyline danach für ihn und dieses mit der Brechstange hat viele Fans halt echt vergrault.

      Mit Brechstange meine ich. Erzwungener Heelturn mit direktem Faceturn, dann alle Gegner wie in einer Reihe nochmals antreten lassen zum Salut.

      Ne, war wieder typisch WWE. Viel Show, kaum Wrestling, alles vorhersehbar.

  7. Es benötigt wahrscheinlich eine gewisse Reife dieses – durchaus unangenehme, aber an Symbolik starke – Matchende hinnehmen zu können. Bzw. die eigene Reaktion zu reflektieren, statt sie sofort hinauszuposaunen.

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