Seit mehr als zwanzig Jahren gehört John Cena zu den wichtigsten Persönlichkeiten der WWE und hat eine Ära geprägt, die weltweit Millionen Zuschauer erreicht hat. Bei „WWE Money in the Bank 2024” teilte Cena offiziell mit, dass er seine aktive Karriere im Dezember 2025 beenden werde. Diese Ankündigung markierte den Beginn eines klaren Abschiedsprozesses, der in Form einer umfassenden „Abschiedstour“ umgesetzt wurde.
In einem ausführlichen Gespräch mit Tom Rinaldi bestätigte Cena, dass er auch nach seinem letzten Match eng mit dem Unternehmen verbunden bleiben werde. Er unterschrieb einen Fünfjahresvertrag als offizieller Botschafter der WWE und wird somit auch in Zukunft im Hintergrund und vor der Kamera präsent sein. Das Interview lieferte zahlreiche Einblicke in seine Beweggründe, seine körperliche und berufliche Situation sowie den Weg, der ihn zu seiner finalen Saison geführt hat.
Die Entscheidung, 2025 als letztes Jahr zu wählen, und die veränderte Rolle in der WWE
Im Interview wurde Cena gefragt, wann er gewusst habe, dass 2025 sein letztes Jahr im Ring sein werde. Seine Antwort war eindeutig und zeigte, wie lange dieser Gedanke bereits in ihm gereift war. Cena erklärte: „Seit Ewigkeiten bin ich nur Teilzeit dabei. Manchmal komme ich nur zurück, um den Eröffnungsmonolog zu halten. Das ist der schwierigste Teil unserer Arbeit. Fünfzehn bis zwanzig Minuten lang aufzutreten, dem Publikum zu sagen, was es erwarten kann, und dann nichts weiter zu liefern. Keine konfrontativen Wortgefechte, keine Körperlichkeit.“
Er erläuterte, wie herausfordernd es sei, ohne anschließende Aktion die Stimmung des Publikums zu tragen und gleichzeitig auf den weiteren Verlauf der Show Rücksicht zu nehmen: „Man tritt mit dem Kapital auf, das man aufgebaut hat. Man hofft, dass es den Leuten gefällt. Man geht sechzehn Gesprächsthemen durch. Man versucht irgendwie, die Energie des Publikums zu nutzen, ohne die Stimmung für die folgenden Matches zu zerstören. Das ist eine sehr schwierige Aufgabe.“
Cena erklärte zudem, dass diese zunehmende Konzentration auf nicht-körperliche Segmente ein klarer Hinweis darauf gewesen sei, dass sich seine Rolle verändert habe. Er habe häufig von WWE zu hören bekommen: „Wir brauchen dich, komm zurück. Wir möchten, dass du die Show eröffnest.“
An diesem Punkt wurde Cena bewusst, dass seine aktive Zeit im Wrestling endet. Sein Alter, die vielen Verpflichtungen und die Veränderungen innerhalb der WWE machten einen klaren Abschluss notwendig. Er berichtete außerdem, dass die WWE ihm schließlich konkrete Möglichkeiten für seine Zukunft vorlegte. Cena erinnerte sich: „Als mir vorgeschlagen wurde, wir könnten dies oder das machen, sagte ich schließlich: Entweder dieses Jahr oder gar nicht, und ich würde es gerne umsetzen.“
Diese Passage verdeutlicht, dass der Entschluss für eine „Abschiedstour” nicht spontan entstand, sondern das Ergebnis einer längeren Überlegungsphase war, in der Cena sowohl körperliche als auch berufliche Aspekte abwog.
Ursprünglich plante Cena eine weitaus größere Tour, doch dann musste er sich an die heutige WWE-Struktur anpassen
Ein besonders interessanter Teil des Interviews betrifft die Planung der „Abschiedstour“. Cena offenbarte einmal mehr, dass er ursprünglich eine viel umfangreichere Tour mit mehr als 200 Terminen geplant hatte. Dieses Pensum war er aus früheren Jahren gewohnt, in denen die WWE mehr Live-Events veranstaltete.
WWE informierte ihn jedoch darüber, dass die heutige Struktur deutlich weniger Live-Events vorsieht. Die intensive Reisetätigkeit, die Cena aus den frühen 2000er Jahren kannte, entspricht nicht mehr der aktuellen Unternehmensstrategie.
zudem war für ihn der Austausch mit dem kreativen WWE Team ein wichtiger Lernprozess, der ihm zeigte, dass gute Ideen stets an die aktuelle Unternehmensrealität angepasst werden müssen. Er sagte: „Was für eine großartige Übung! Denn nur, weil man glaubt, eine gute Idee zu haben, heißt das noch lange nicht, dass es auch eine gute Idee ist. Es bedeutet nur, dass man glaubt, es sei eine gute Idee.“
Am Ende einigten sich Cena und die WWE auf eine Tour mit 33 Terminen, die sowohl TV-Auftritte als auch Live-Events umfassen wird. Cena äußerte sich dankbar darüber, dass er auf diese Weise die Gelegenheit erhält, sich gebührend von den Fans zu verabschieden.
Sein letzter WWE-Auftritt findet am 13. Dezember 2025 statt
Der wichtigste Termin der gesamten Tour ist der 13. Dezember 2025: An diesem Tag wird Cena bei „WWE Saturday Night’s Main Event“ sein letztes Match bestreiten. Sein Gegner ist GUNTHER. Dieser Termin markiert offiziell seinen Rückzug aus dem aktiven Wrestling.
Für die WWE und die Zuschauer weltweit wird dies ein symbolträchtiger Moment sein. Cena steht für 17 World Championships, historische Rivalitäten, große Veranstaltungen, TV-Highlights und eine internationale Wirkung, die weit über das Wrestling hinausgeht.
In vielen Interviews der vergangenen Jahre betonte Cena, dass er stets mit größtem Respekt vor den Fans und den Kollegen aufgetreten sei. Am 13. Dezember 2025 endet diese aktive Phase, aber nicht seine Verbindung zum Unternehmen.
Der Übergang in eine neue Rolle: John Cena wird offizieller WWE-Botschafter
Ein zweiter großer Höhepunkt im Gespräch mit Tom Rinaldi betrifft Cenas Zukunft nach seinem letzten Match. Cena gab bekannt: „Ich werde Botschafter der WWE sein. Ich habe bereits für weitere fünf Jahre unterschrieben. Ich möchte so lange wie möglich als Mitarbeiter und aktiver Teil dieser Familie dabei sein.“
Der Vertrag garantiert, dass Cena mindestens bis 2030 in einer festen Funktion für die WWE tätig sein wird. Seine neue Rolle wird nicht mit In-Ring-Auftritten verbunden sein, sondern mit Aufgaben, die seine Erfahrung, seine mediale Präsenz und seine Popularität nutzen. Cena erklärte, was er sich von dieser neuen Phase erhofft: „Es ist zwar nicht mehr meine Zeit, (in den wöchentlichen WWE-TV Shows) aufzutreten, aber ich habe eine Reihe von Stärken und Begabungen, die ich weitergeben kann. Ich freue mich auf die zweite Herausforderung als Botschafter.“
Für ihn bedeutet diese Rolle auch, enger mit Talenten zusammenzuarbeiten, die er in den vergangenen Jahren kaum begleiten konnte: „Vielleicht bedeutet das Botschafteramt, dass ich mehr Menschen dazu bringen kann, sich das anzuschauen, was ja ursprünglich mein Ziel war. Vielleicht kann ich auch Talente betreuen, mit denen ich sonst keine Zeit verbringen würde.“