Bayley spricht offen über ihre Zukunft bei WWE und die emotionale Absage vor WrestleMania 41

Bayley blickt sichtlich enttäuscht nach oben

Bayley denkt zunehmend darüber nach, wie ihr Berufsweg nach ihrer aktiven Zeit im Ring aussehen könnte. In einer neuen Ausgabe des Podcasts „Six Feet Under“ von The Undertaker und Michelle McCool sprach sie ausführlich darüber. Sie berichtete, dass sie in den vergangenen Monaten erste Erfahrungen als Producerin gesammelt hat, unter anderem bei NXT sowie kürzlich bei einem Womens-Match, bei dem sie mit Headset am Ring stand.

Bayley machte jedoch deutlich, dass die Arbeit eines Produzenten sehr anspruchsvoll ist. Aktuell könne sie sich eher ein Umfeld vorstellen, in dem sie direkt mit Talenten arbeiten könne, etwa als Coach oder als Leiterin einer eigenen Wrestling-Schule. Eine solche Tätigkeit würde sich deutlich von der Arbeit hinter den Kulissen unterscheiden und wäre eine logische Weiterführung ihrer Laufbahn. Trotzdem kann sie sich gut vorstellen, langfristig bei WWE zu bleiben, um junge Talente zu unterstützen und ihre Erfahrung weiterzugeben. Besonders bei Performerinnen wie Roxanne Perez erkennt sie großes Potenzial, das durch gezielte Unterstützung wachsen kann.

Neben ihren Gedanken über die Zukunft engagiert sich Bayley derzeit aktiv in der Nachwuchsförderung. In Orlando, Florida, führt sie ein kostenloses, dreitägiges Trainingsseminar für Teilnehmerinnen mit vorhandener Ringerfahrung durch. Dieses Projekt verdeutlicht, wie ernst sie ihre Rolle als Mentorin nimmt und wie sehr sie daran interessiert ist, ihre Fähigkeiten auch außerhalb des Rings weiterzugeben.

Die abrupte WrestleMania-41-Absage und wie Bayley sie erlebte

In derselben Podcast-Ausgabe sprach Bayley erstmals ausführlich über den Moment, der sie im Frühjahr 2025 emotional stark belastete. Einen Tag vor WrestleMania 41 wurde sie aufgrund eines Backstage-Angles plötzlich aus dem geplanten Tag-Team-Match gestrichen. Sie schilderte, wie hart sie dieser Moment getroffen hat. Ihr ursprünglicher Matchplan mit Lyra Valkyria war nicht nur sportlich bedeutend, sondern auch persönlich wichtig, da beide wochenlang intensiv an ihrer Storyline und gemeinsamen Darstellung gearbeitet hatten.

Bayley sprach offen darüber, wie hart sie die Entscheidung traf. Sie erklärte, dass es brutal gewesen sei, denn sie sei einen Tag vor WrestleMania 41 aus dem Match genommen worden. Für sie habe sich das wie eine Prüfung angefühlt. Sie meinte damit nicht das Unternehmen selbst, sondern das Leben und das Universum, die sie immer wieder herausfordern würden, sobald ihr etwas Gutes widerfahre.

Bayley bezeichnete die Situation als schmerzhaft und zugleich bittersüß. Sie erklärte, dass sie sich ehrlich für Lyra Valkyria gefreut habe, weil diese dadurch ihren ersten WrestleMania‑Auftritt bekam und die beiden sich privat sehr gut verstehen. Dennoch fiel es ihr schwer, ihren eigenen Verlust zu akzeptieren. Sie sagte, dass sie glücklich für Lyra gewesen sei, gleichzeitig aber gedacht habe, dass ihr selbst zuvor ein bestimmter Weg in Aussicht gestellt worden war.

Wie die Partnerschaft mit Lyra Valkyria entstand

Zu Beginn hatte Bayley Zweifel an der Idee, mit einer Wrestlerin zusammenzuarbeiten, die sie nicht gut kannte. Im Podcast erklärte sie, dass sie die Situation zunächst als ungewöhnlich empfunden habe, da beide völlig unterschiedliche Wege in der WWE gingen. Diese Zurückhaltung verschwand jedoch schnell. Durch gemeinsame Matches, darunter ein intensives Tag-Team-Gauntlet-Match, entwickelte sich zwischen ihnen eine spürbare Chemie. Bayley schilderte, wie sehr sie von der Zusammenarbeit überrascht war und wie schnell sich zwischen ihnen eine echte Bindung im Ring entwickelte.

Der plötzliche Verlust dieses aufgebauten Moments traf sie daher doppelt. Bayley erinnerte sich daran, wie es ihr ging, als man ihr die neue Richtung der Storyline erklärte. Für sie brach nicht nur eine Chance auf WrestleMania weg, sondern es fühlte sich auch so an, als wäre die investierte Arbeit, die sie in das Team gesteckt hatte, abrupt beendet.

Emotionale Unterstützung und der Blick hinter die Kulissen

Bayley berichtete weiter, dass sie sich in dieser Zeit stark auf ihre Kollegen verlassen habe. Sie erwähnte, dass CM Punk zu den Personen gehörte, mit denen sie lange Gespräche führte, um die Situation zu verarbeiten. Auch andere Performer meldeten sich bei ihr, da viele ähnliche Erfahrungen durchlebt hatten. Dieser Austausch half ihr, die Situation im größeren Zusammenhang zu sehen.

Letztlich half es ihr, zu wissen, dass der Vorfall in eine größere Storyline eingebettet wurde, die später eine bedeutende Wendung nahm. Trotzdem blieb der emotionale Preis für sie hoch. Der Moment habe sie daran erinnert, wie unvorhersehbar und hart das Wrestling-Geschäft sein könne, besonders dann, wenn persönliche Hoffnungen und berufliche Ziele aufeinanderprallen.

Triple H beruhigte die Fans damals öffentlich und bezeichnete Bayley als „echten Profi“, der diese Phase überstehen werde. Heute wissen die Zuschauer jedoch deutlich genauer, wie tief dieser Rückschlag tatsächlich ging.