Bobby Fish über mögliche WWE-Rückkehr, Spannungen mit Dax Harwood sowie CM Punk und das verpasste Undisputed-Era-Main-Roster-Debüt

Bobby Fish steht mit einem Fingerzeig auf der Stage

Vier Jahre nach seiner Entlassung aus der WWE hat Bobby Fish deutlich gemacht, dass er eine Rückkehr nicht ausschließt. Im Gespräch mit „Inside The Ring“ erklärte der frühere NXT Tag Team Champion, dass er keine Türen schließen wolle, solange er als aktiver Profi-Wrestler unterwegs sei.

Fish sagte, dass er nicht für die WWE sprechen könne, aus seiner Sicht stehe einem Comeback jedoch nichts im Wege. Er betonte: „Fragst du mich, ob sie dafür verschlossen sind oder ob ich dafür verschlossen bin? Ich kann nicht für sie sprechen. Ich bin dafür nicht verschlossen. Ich habe meine Zeit dort genossen. Sie sind, wie sie sind, und letztendlich bin ich immer noch ein Profi-Wrestler. Also ja.“

Für Fish ist klar, dass er genug gute Erinnerungen an seine Zeit bei der WWE hat, um einen erneuten Auftritt nicht auszuschließen. Besonders in der NXT-Ära war er sehr erfolgreich, doch für ein Comeback müsse die Situation für beide Seiten stimmen.

Sein ursprünglicher Traumgegner

Bobby Fish erklärte, dass er vor einigen Jahren unbedingt gegen Samoa Joe antreten wollte. Da Joe inzwischen nicht mehr bei der WWE ist, ist dieser Traum jedoch nicht mehr realisierbar. Fish wirkte amüsiert, als er sagte, dass ein solches Match heute eher bei AEW stattfinden würde: „Mein Traumgegner … Nun, das wäre Samoa Joe gewesen, aber er ist nicht mehr dort (bei WWE)… Es klingt so, als müsste ich dann zu AEW zurückkehren.“

Außerdem scherzte er, dass er Fit Finlay nicht als Traumgegner nennen könne, obwohl er liebend gern mit ihm zusammenarbeiten würde. Er brachte es auf den Punkt: „Ich kann nicht Fit sagen, denn niemand möchte jemanden in unserem Alter in einem solchen Match sehen. Aber ich würde gern mit Fit Finlay arbeiten – das wäre großartig.“

Sein aktueller Traumgegner

Als er gebeten wurde, einen aktiven WWE-Star zu nennen, fiel seine Antwort eindeutig aus: AJ Styles. Fish begründete diese Wahl mit der besonderen Chemie, die beide während eines Matches bei Ring of Honor hatten. Fish verglich dieses Gefühl mit seiner Erfahrung mit Bryan Danielson. Sie hätten bei Evolve und später erneut bei AEW feststellen können, dass ihre Harmonie im Ring nie verloren gegangen sei. Darum steht für ihn fest: „Wenn ich wählen müsste … Mein Traumgegner in der WWE wäre derzeit AJ Styles.“

Bobby Fish kritisiert CM Punk und berichtet von Problemen hinter den Kulissen bei AEW

In einem weiteren Gespräch mit „TMZ’s Inside The Ring“ sprach Bobby Fish offen über seine Erlebnisse mit CM Punk während ihrer gemeinsamen Zeit bei AEW (er äußerte sich auch hier über seine Auseinandersetzung mit CM Punk). Fish machte klar, dass Punk sich aus seiner Sicht nie als Teil der Umkleidekabine gefühlt habe: „Er schien mir nie Teil der Umkleidekabine zu sein. Ich meine, eines der Dinge war, dass er seine eigene Umkleidekabine hatte.“

Fish wollte keinen unfairen Vergleich ziehen und erwähnte, dass auch Sting eine eigene Umkleidekabine hatte. Er stellte jedoch klar: „Sting hatte auch seine eigene Umkleidekabine. Also will ich hier nicht mit zweierlei Maß messen. Aber Sting ist Sting. Punkt.“

Im Interview beschrieb Bobby Fish mehrfach, wie sehr sich seine Erfahrungen mit anderen Wrestlern von denen mit CM Punk unterschieden. Er sagte, dass er jahrelang neben Samoa Joe in der Umkleidekabine gesessen und er Matches mit Bryan Danielson in demselben Raum besprochen habe: „Ich saß neben Samoa Joe in der Umkleidekabine der Jungs und habe mein Match mit Bryan Danielson im selben Raum geplant. So sollte es einfach sein.“

Keine Führungsrolle für Punk hinter den Kulissen

Auf die Frage, ob CM Punk im Backstage-Bereich eine Führungsrolle übernommen habe, antwortete Fish ohne zu zögern: „Ich weiß nicht, ob es einen echten Anführer in der Umkleidekabine gab. Ich meine, es war eine einzigartige Umkleidekabine.“

Für Fish war Joe derjenige, dem er zuhörte: „Wenn Joe etwas zu sagen hatte, habe ich verdammt noch mal zugehört.“

Punks Versuch, sich in eine Führungsrolle zu drängen, empfand Fish dagegen als unangemessen.

Der Streit zwischen Fish, Punk und Dax Harwood

Ein wichtiger Punkt betraf einen Streit zwischen Fish und Dax Harwood. Fish berichtete, dass Punk versucht habe, sich in diese Auseinandersetzung einzumischen, um sich als Anführer zu präsentieren. Fish beschrieb die Situation so: „Punk wollte diesen Moment nutzen, um eine Art Führungsrolle zu übernehmen. Ich habe ihm so deutlich wie möglich klargemacht: ‚Bro, such dir einen anderen Moment dafür – das hat hier nichts mit mir zu tun.‘“

Er war außerdem verärgert darüber, dass Punk hinter seinem Rücken zu Tony Khan gegangen sei. Fish brachte es so auf den Punkt: „Phil, du hast mich verpetzt. Ich komme nach hinten, und du stehst schon bei Tony Khan und flüsterst ihm etwas zu.“

Die Art und Weise, wie Punk die Situation handhabte, war für Fish völlig unprofessionell. Er erklärte, dass man Differenzen direkt klären sollte, statt sie eskalieren zu lassen.

Die tatsächlichen Spannungen mit Dax Harwood: Was wirklich passierte

Auch Bobby Fish sprach bei „Inside The Ring“ ausführlich über seine Spannungen mit Dax Harwood. Diese hätten beinahe in einer Schlägerei auf einem Parkplatz geendet. Er bestätigte den Vorfall mit klaren Worten: „Nein, wir haben es nie bis zum Parkplatz geschafft.“

Trotz der Konflikte betonte Fish, dass er und Harwood das Problem wie Profis gelöst hätten: „Dax und ich – ich denke, er und ich – wir haben ein professionelles Verständnis füreinander. Wir konnten uns danach die Hand geben und uns umarmen.“

Er stellte jedoch eindeutig klar, dass die Situation mit CM Punk ganz anders gewesen sei. Dieser habe mit Autoritätsversuchen reagiert, während er ihm respektvoll entgegentrat.

Fish betonte außerdem, dass Spannungen hinter den Kulissen nicht grundsätzlich etwas Schlechtes seien: „Wenn zwei Profis miteinander arbeiten, führt das nicht prinzipiell zu Problemen. Aber es kann trotzdem zu diesen merkwürdigen ‚Shoot-Work‘-Momenten kommen – und ich finde, genau solche Dinge fehlen der Branche heutzutage.“

In seinen Augen kann Reibung nützlich sein, solange sie auf Respekt basiert.

Warum die Undisputed Era nie den dauerhaften Sprung in das WWE Main Roster schaffte

In einem weiteren Interview erklärte Bobby Fish, warum die Undisputed Era trotz ihrer enormen Popularität nie zu Raw oder SmackDown wechselte. Fish bestätigte, dass eine Beförderung des Stables in Betracht gezogen wurde: „Ich glaube, es wurde in Betracht gezogen. Ich glaube, es wurde ziemlich ausführlich diskutiert.“

Gründe dafür waren unter anderem die Pandemie, schlechtes Timing und der Abbruch des WarGames-Fehdereinzugs

Laut Fish gab es mehrere Gründe, warum dieser Schritt nie umgesetzt wurde. Die Corona-Pandemie erschwerte langfristige Planungen erheblich. „Ich denke, es lag vor allem am Timing. Und dann waren wir ja auch noch mitten in der Corona-Ära. Ich glaube nicht, dass uns das geholfen hat.“

Nach dem WarGames-Match gegen Pat McAfee wurden kreative Pläne über den Haufen geworfen. Fish erklärte: „Ich weiß ganz genau, dass nach WarGames, bei dem wir gegen Pat McAfee und seiner Gruppierung angetreten sind, einige Dinge in Bezug auf die Bookings passiert sind.“

McAfees vertragliche Einschränkungen hätten dazu geführt, dass die Storyline nicht fortgeführt wurde: „Es gab da irgendwelche Vertragsprobleme.“

Als das Programm beendet wurde, fehlte plötzlich ein logischer Plan für die Undisputed Era. Fish erwähnte: „Okay, was machen wir jetzt mit Undisputed Era? Ich glaube, sie haben die Trennung zu früh beschlossen.“

Der Zeitpunkt sei für ihn falsch gewesen, die Gruppierung sei noch zu gut gewesen, um sie aufzulösen. Er fügte hinzu: „Ich glaube, das wäre der richtige Zeitpunkt gewesen, uns zu fördern. Das hätte uns einen neuen Anstrich gegeben.“

Viele Fans hoffen bis heute auf eine Reunion, und Fish fasste es mit einem Sprichwort zusammen: „Abwesenheit lässt das Herz höher schlagen, nicht wahr? Meine Mutter sagt mir das ständig.“

1 Kommentar

  1. Liest sich alles nicht sonderlich reflektiert und mehr so, als wären immer nur andere Personen, andere Umstände, aber nie er selbst für etwas verantwortlich. Es hat sicher Gründe, warum er nie den Sprung nach ganz oben geschafft hat, aber ob diese Gründe nur außerhalb seines Einflusses liegen, ist dann doch zweifelhaft.

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