Aleister Black hat in einem ausführlichen Gespräch mit WrestleRant erstmals offen dargelegt, wie nah er an einem Match gegen Randy Orton bei WrestleMania 41 stand. Er betonte dabei, dass es sich nicht um eine vage Idee handelte, sondern um eine Option, die tatsächlich in internen Kreativgesprächen geprüft wurde. In den Wochen vor seiner Rückkehr wurden mehrere Szenarien entwickelt, darunter auch die Möglichkeit, bei WrestleMania 41 in einem hochkarätigen Match gegen Randy Orton anzutreten.
Black erinnerte sich daran, dass es eine sehr konkrete Unterhaltung gab, in der sein Name im Zusammenhang mit Randy Orton fiel. Er sagte dazu: „Sie spielten also mit einer Reihe von Ideen. Ich weiß, dass es irgendwann einmal eine Unterhaltung gab, in der es hieß: ‘Oh, vielleicht kommt er zurück, um bei Mania gegen Randy Orton anzutreten’, und das war tatsächlich etwas, was diskutiert wurde.“
Diese Überlegungen hielten jedoch nicht lange an. Wie Black weiter ausführte, wurde der Vorschlag rasch verworfen, als die Frage aufkam, wie sinnvoll ein solcher Auftritt für seine langfristige Positionierung wäre. Er erklärte, dass er selbst erfuhr, wie schnell die Planungen wieder in eine andere Richtung gingen: „Das wurde schnell widerlegt, weil sie sagten: ‘Nun, wir wollen nicht, dass er bei WrestleMania verliert. Das ergibt keinen Sinn.’“
Dieser Satz verdeutlicht, dass die WWE sein Momentum schützen wollte. Die Verantwortlichen sahen offenbar ein Risiko darin, Black bei seiner Rückkehr in ein Match zu stellen, das für die Storyline möglicherweise eine Niederlage erforderte. Eine solche Entscheidung hätte seine Position nach einem langen Ausfall schwächen können.
Warum seine Rückkehr letztlich nicht bei WrestleMania stattfand
Da die WWE verhindern wollte, dass Aleister Black bei seiner Rückkehr eine Niederlage hinnehmen muss, entschied man sich dafür, den Moment zu verschieben und anders zu inszenieren. Black bestätigte, dass der Plan für seine Rückkehr stattdessen auf die erste SmackDown nach WrestleMania gelegt wurde. Die Show fand in Fort Worth, Texas, statt und bot ihm eine Bühne, die er rückblickend als besonders bedeutend beschreibt.
Black erklärte die Situation so: „Zu diesem Zeitpunkt hatten sie eigentlich schon die Entscheidung getroffen, mich zurückzuholen. Was passiert ist, ist passiert, und ich habe es wirklich genossen. Es war ein großartiger Abend, etwas ganz Besonderes.“
Zu diesem besonderen Moment trug auch bei, dass seine Frau Zelina Vega am selben Abend ihren ersten Singles-Champion-Titel gewann. Black bezeichnete es als einen der emotionalsten Augenblicke seiner Karriere, diesen Erfolg gemeinsam zu teilen.
Die WWE entschied sich also bewusst dafür, Black nicht als Verlierer bei WrestleMania einzusetzen, sondern seine Rückkehr als Triumphmoment nach WrestleMania zu gestalten. Durch diese Entscheidung blieb ihm die Möglichkeit erhalten, in Zukunft in einer bedeutenden Auseinandersetzung gegen Randy Orton anzutreten. Black deutete an, dass ein solches Match weiterhin möglich ist und nicht aus den langfristigen Plänen verschwunden sei.
Aleister Black über die Entwicklung der WWE Premium Live Events
Neben den Gesprächen über sein Comeback äußerte sich Aleister Black ausführlich zum aktuellen Format der WWE Premium Live Events. Er sprach darüber, warum er die kleineren und kompakteren Matchcards der heutigen Großveranstaltungen für sinnvoll hält und weshalb sie seiner Meinung nach besser zur modernen Zuschauersituation passen.
Im Gespräch mit WrestleRant erklärte Black zunächst, dass die veränderte Struktur der Premium Live Events ein logischer Schritt sei, weil diese Shows inzwischen deutlich häufiger stattfinden. Er sagte: „Ja, ich denke, dass es viel sinnvoller ist, weniger Matches bei PLEs zu haben, vor allem weil PLEs viel häufiger stattfinden als früher.“
Black zog Parallelen zu seiner Zeit in Japan, wo fünf oder sechs Matches pro Abend üblich waren. Diese kompakteren Shows hätten die Bedeutung jedes einzelnen Matches größer wirken lassen. Aus seiner Sicht verlieren Veranstaltungen ihre Wirkung, wenn zu viele Matches auf der Card stehen.
Er erläuterte seine Beobachtung deutlicher: „Sobald man meiner persönlichen Meinung nach über sieben oder acht Matches hinausgeht, ermüdet man das Publikum sehr. Wir leben in einer Zeit, in der die Aufmerksamkeitsspanne sehr begrenzt ist. Alles ist sehr befriedigend. Je länger man also etwas laufen lässt, nur um Leute auf die Matchcard zu bringen, weil man Leute unbedingt auf die Matchcard bringen will, desto mehr könnte das dem Produkt schaden, was die Wahrnehmung der Fans angeht.“
Er stellte klar, dass es durchaus Zuschauer gibt, die lange Shows schätzen, fügte jedoch an, dass übermäßige Länge den Gesamteindruck schmälern könne: „Ich sage nicht, dass das schlecht ist, denn es wird immer Leute geben, die es von Anfang bis Ende absolut genießen. Aber ich denke, ich kann sagen, dass übermäßig große Matchcards letztendlich zulasten der wahrgenommenen Erfahrung selbst gehen.“
Warum reduzierte Matchcards laut Aleister Black sinnvoll sind
Aleister Black äußerte sich auch über seine Erfahrungen aus früheren Jahren, als Premium Live Events häufig neun oder mehr Matches boten. Er erinnerte daran, dass aufgrund des engen Zeitrahmens damals oft sehr kurze Matches entstanden, die kaum Wirkung entfalten konnten. Dazu sagte er: „Selbst damals gab es Momente, in denen beispielsweise neun Matches oder mehr auf der Card standen, und ja, manche Leute bekamen nur drei Minuten, weil die Zeit knapp war und wir nur X Plätze zur Verfügung hatten.“
Er betonte, dass zwar die Chance, bei einer Veranstaltung eingesetzt zu werden, durch kleinere Matchcards etwas sinkt, dies jedoch durch die erhöhte Frequenz der WWE Premium Live Events ausgeglichen werde. Er stellte klar: „Man könnte argumentieren, dass es schwieriger ist, bei einem PLE dabei zu sein, aber gleichzeitig hat auch die Häufigkeit der PLEs zugenommen. Ich würde also sagen, dass sich das ein wenig ausgleicht, aber ich bin definitiv der Meinung, dass weniger mehr ist.“
Für Black steht fest, dass die WWE mit ihrer heutigen Strategie einen Weg eingeschlagen hat, der sowohl das Storytelling als auch die Qualität der Matches verbessert. Die Reduzierung der Matchzahlen ermögliche es, jedem Segment mehr Zeit und Bedeutung zu geben.