Cody Rhodes über die unerwartete Nachricht von Vince McMahon, Lektionen von John Cena, Mentoren und Street Fighter

Cody Rhodes spricht zum WWE Universum

Cody Rhodes hat nun erstmals ausführlich geschildert, wie der entscheidende Moment seiner Rückkehr zur WWE begann. Bei „Bertcast“ erinnerte er sich daran, wie er während der Dreharbeiten zu „Go Big Show“ völlig überraschend eine SMS von Vince McMahon erhielt. Zu diesem Zeitpunkt war Rhodes noch Executive Vice President von AEW und galt als einer der zentralen Stars der jungen Promotion. Ein WWE-Comeback schien daher kaum denkbar.

Rhodes erklärte, dass er sich noch genau an den Moment erinnern könne. Er stand gemeinsam mit Bert Kreischer vor dem Basketballplatz von Snoop Dogg, als die Nachricht eintraf. Bert bemerkte sofort Codys veränderte Körpersprache und fragte ihn nach dem Grund. Rhodes erzählte ihm, dass er soeben von Vince McMahon kontaktiert worden sei und dieser möglicherweise sogar zu ihm fliegen würde, um persönlich mit ihm zu sprechen. Dieser Gedanke wirkte anfangs völlig hypothetisch, doch aus dem ersten Austausch entwickelte sich rasch ein konkretes Gespräch über eine Rückkehr.

Rhodes beschrieb, wie sich das vermeintliche Gedankenspiel schnell in eine klare Entscheidung verwandelte. Das „Was wäre, wenn“ wurde zu einem „Wir machen das. Wir kehren zurück.“ Dieser Weg führte schließlich zu seinem überraschenden Auftritt bei WrestleMania 38 im Jahr 2022, bei dem er als Gegner von Seth Rollins zurückkehrte und eines der meistdiskutierten Comebacks der modernen WWE-Geschichte erlebte.

Was Cody Rhodes von John Cena lernte und warum ihn diese Lektion bis heute begleitet

Während desselben Interviews sprach Rhodes auch über eine entscheidende Lektion, die er von John Cena gelernt hat. Diese habe nichts mit Moves, Backstage-Abläufen oder Titeln zu tun, sondern mit dem Verständnis für die Zuschauer.

Rhodes erklärte, dass Cena schon immer ein außergewöhnliches Gespür für die Stimmung der Zuschauer hatte. Vor den Shows stand Cena oft in der Nähe des Einlasses und beobachtete die Fans. Viele verstanden nicht genau, was er dabei tat. Einige dachten, er würde nur zählen, wie viele Menschen seine Shirts tragen. Tatsächlich suchte er jedoch nach denjenigen, die an diesem Abend etwas Besonderes brauchten: Fans, die auf eine Reaktion hofften, Ablenkung suchten oder eine persönliche Verbindung erwarteten. Cena wollte erkennen, wer seine Aufmerksamkeit besonders benötigte und wem er durch seine Leistung etwas zurückgeben konnte.

Rhodes übernahm diese Haltung für seine eigenen Auftritte. Er beschrieb, wie er vor einem Match auf den Ringpfosten steigt, um in den wenigen Sekunden vor Beginn die Zuschauer zu sehen, die mit selbst gemachten Plakaten und Botschaften angereist sind. Für ihn ist es ein Moment der Erdung. Er möchte die Menschen bewusst wahrnehmen, die sein Match an diesem Abend zu etwas Besonderem machen. Diese Momente sind ein wichtiger Teil seiner Verantwortung, denn die Fans kaufen nicht nur Tickets, sondern investieren auch Vertrauen und Erwartungen.

Einfluss von Triple H, Paul Heyman und Michael Hayes auf Codys Denkweise

Ein weiterer wichtiger Punkt im Gespräch waren die Menschen, die Cody Rhodes hinter den Kulissen beraten und prägen. Er erklärte, dass es für ihn enorm bedeutend sei, regelmäßig Zeit mit erfahrenen WWE-Persönlichkeiten wie Michael Hayes, Paul Heyman und Triple H zu verbringen.

Rhodes erzählte, dass er oft in seinem Bus sitzt, während sich diese drei über ihre Erfahrungen und Sichtweisen austauschen. Diese Gespräche seien für ihn besonders wertvoll, weil sie sich nicht nur um Matches oder klassische Wrestling-Themen drehen. Stattdessen sprechen sie über Psychologie, über aktuelle Entwicklungen außerhalb der Wrestling-Welt und darüber, wie solche Themen das WWE-Produkt beeinflussen können. Rhodes findet es inspirierend, solchen Diskussionen zuzuhören und Teil dieser Runde zu sein. Diese Momente helfen ihm, trotz des hohen Drucks als einer der führenden WWE-Stars fokussiert und bodenständig zu bleiben.

Intensive Dreharbeiten zu Street Fighter und Codys neues Verständnis für körperliche Erzählungen

Rhodes sprach außerdem ausführlich über seine Arbeit am kommenden Street-Fighter-Film, in dem er die Rolle des Guile übernimmt. Die Dreharbeiten fanden in Australien statt und stellten ihn sowohl körperlich als auch mental vor neue Herausforderungen.

Er erzählte von seinem ersten Treffen mit Regisseur Katau Kale, der ihn aktiv in kreative Prozesse einbezog und ermutigte, Verantwortung zu übernehmen. Kale habe klargemacht, dass die Darsteller die Welt von „Street Fighter” ernst nehmen müssten, selbst wenn der Film eine Action-Komödie ist.

Rhodes betonte besonders die Hingabe der drei Hauptdarsteller, die die Rollen von Ryu, Ken und Chun-Li übernehmen. Sie seien früh vor Ort gewesen, hätten Szenen intensiv analysiert und hohe Standards gesetzt. Als später die prominenten Nebendarsteller wie 50 Cent, Roman Reigns und er selbst hinzukamen, habe Kale ihnen deutlich gemacht, dass sie dieses Tempo und Engagement aufnehmen müssten.

Rhodes erinnerte sich auch an den Moment, als die Darsteller einen frühen Zusammenschnitt des Films sahen. Kale kommunizierte mit ihnen wie ein Trainer, der sein Team antreibt. Dieser Moment habe ihn emotional so gepackt, dass er sich fühlte, als würde er in eine Mauer rennen wollen.

Rhodes bezeichnete die Stuntarbeit als extrem intensiv. Mit zunehmender Wiederholung sei das Gefühl entstanden, tatsächlich zu kämpfen. Diese physischen Erfahrungen haben sein Verständnis für das Geschichtenerzählen im Wrestling geschärft und seine Arbeit im Ring verbessert. In seinen Worten war die Zeit am Set einer der intensivsten und lehrreichsten Abschnitte seiner jüngeren Karriere.

1 Kommentar

  1. Da sieht man aber mal, wie intensiv Cena an die Sache rangegangen ist. Jeder, der z.B. ein Plakat gemacht hat, hofft doch, dass der Wrestler or else es sieht und irgendwie verwendet, sich bedankt oder einfach nur winkt.

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