The Miz und CM Punk prägten in den 2000er- und frühen 2010er-Jahren eine der intensivsten Rivalitäten in der WWE. Ihre Auseinandersetzungen im Ring und in Interviews waren von gegenseitiger Abneigung geprägt, was viele Jahre lang für Schlagzeilen sorgte. Für die Zuschauer war die Spannung zwischen den beiden ein fester Bestandteil ihrer Karrieren.
Nun, über ein Jahrzehnt später, zeichnete The Miz ein völlig anderes Bild von Punk. In einem Gespräch im Podcast Unlikely with Adrian Hernandez berichtete er von einer Begegnung hinter den Kulissen, die ihn selbst überraschte. Punk wirkte auf ihn wie ein anderer Mensch – gelassener, zufriedener und weit entfernt von dem Mann, mit dem er sich einst erbittert gestritten hatte.
The Miz erklärte, dass Punk zwar immer noch ehrgeizig und auf Erfolg bedacht ist, heute aber auch bereit ist, sein Wissen weiterzugeben und andere zu unterstützen. Das sei ein klarer Unterschied zu früher, als Punk ständig mit einer trotzigen Haltung auftrat und oft Streit suchte.
The Miz betonte, dass es nur wenigen Superstars gelinge, über zwei Jahrzehnte hinweg im Wrestling-Geschäft erfolgreich zu bleiben, dabei immer wieder Neues zu lernen und sich den wechselnden Anforderungen der Branche anzupassen. Dass CM Punk diesen Weg nun eingeschlagen habe und dabei offenbar persönliche Zufriedenheit gefunden habe, bezeichnete er als ein positives Signal.
Die Bedeutung der Entwicklung von CM Punk
CM Punk gehört seit Jahren zu den kontroversesten Persönlichkeiten der Wrestling-Welt. Sein Abgang aus der WWE im Jahr 2014, seine Rückkehr ins Wrestling bei AEW im Jahr 2021 und seine spätere Rückkehr zur WWE 2023 machten ihn zu einem der meistdiskutierten Namen der Branche. Immer wieder wurde er als schwieriger Charakter beschrieben, der sowohl Fans als auch Kollegen spaltete.
Ursprüngliche Pläne für The Miz und den Money in the Bank-Koffer
Neben seiner Sichtweise auf CM Punk sprach The Miz im gleichen Podcast auch über eine entscheidende Wendung in seiner eigenen Laufbahn. Als er 2010 den Money in the Bank-Koffer gewann, stand er kurz davor, Geschichte zu schreiben – allerdings auf eine Weise, die seine Karriere nachhaltig hätte bremsen können.
Nach eigenen Angaben sollte er ursprünglich der erste Superstar werden, der den Vertrag erfolglos einlöst. Die Idee war, dass ein gescheiterter Cash-In perfekt zu seinem damaligen Charakter passen würde. Sein arrogantes Auftreten und die ständige Rolle als Außenseiter hätten diese Niederlage zu einer glaubwürdigen Storyline gemacht.
Doch nur wenige Stunden vor dem geplanten Moment änderten die WWE-Verantwortlichen ihre Entscheidung. Statt einer Niederlage erhielt The Miz die Nachricht, dass er tatsächlich die WWE Championship gewinnen würde.
Der Titelgewinn gegen Randy Orton 2010
Am 22. November 2010 bei Monday Night Raw kam es schließlich zu dem historischen Augenblick. The Miz löste den Vertrag gegen Randy Orton ein, der zuvor ein hartes Match bestritten hatte. Mit diesem Sieg sicherte er sich erstmals in seiner Karriere die WWE Championship.
The Miz beschrieb später, wie überwältigend dieser Augenblick war. Trotz der Freude versuchte er, seine Emotionen nicht zu sehr zu zeigen, da er sich als starker Champion präsentieren wollte. Rückblickend bezeichnete er den Titelgewinn als surrealen Moment, der sein Leben und seine Karriere entscheidend verändert habe.
Statt als gescheiterter Money in the Bank-Nutzer in die Geschichtsbücher einzugehen, begann für ihn eine Titelregentschaft, die in einem der größten Matches seiner Laufbahn gipfelte: im Main Event von WrestleMania 27, wo er seinen Titel gegen John Cena verteidigte – ein Ereignis, das ihn endgültig als Top-Star in der WWE etablierte.
Die Rolle von Damien Sandow und die historische Einordnung
Die unglückliche Ehre, als erster WWE-Superstar bei einem Cash-In zu scheitern, fiel später Damien Sandow zu. Er löste seinen Koffer 2013 gegen John Cena ein und konnte den Titel nicht gewinnen. Dieser Moment gilt bis heute als eine der einschneidenden Entscheidungen in der Geschichte des Money in the Bank-Konzepts.