Clash in Paris 2025 war eines der ambitioniertesten internationalen Projekte von WWE in diesem Jahr. Mit einer Premium Live Event-Ausgabe in der französischen Hauptstadt wollte das Unternehmen seine Präsenz in Europa weiter stärken und den Fans auf dem Kontinent ein besonderes Highlight bieten. Schon im Vorfeld war das Event in aller Munde: Die Tickets waren schnell vergriffen, die Pariser Arena war ausverkauft, und das Live-Publikum sorgte für eine elektrisierende Stimmung.
Viele Beobachter bewerteten die Veranstaltung unmittelbar nach der Ausstrahlung als Erfolg. Die Matches überzeugten, die Fans vor Ort waren lautstark, und die mediale Aufmerksamkeit in Europa war groß. Doch während die Atmosphäre in Paris stimmte, sah es im Streaming-Bereich ganz anders aus. Auf Netflix, wo WWE seit 2025 weltweit seine Premium Live Events und TV-Shows anbietet, blieb Clash in Paris deutlich hinter den Erwartungen zurück.
Dave Meltzer berichtet über schwache Abrufzahlen
Im Wrestling Observer Radio sprach Dave Meltzer über die Performance der Show auf Netflix. Seine Analyse fiel ernüchternd aus: Clash in Paris schaffte es in keinem der großen Wrestling-Märkte in die wöchentlichen Netflix-Top 10. Selbst in Ländern mit traditionell starker WWE-Fanbasis, darunter die USA, Kanada oder das Vereinigte Königreich, blieb das Event unter den besten Streaming-Inhalten der Woche.
Besonders brisant: Friday Night SmackDown erzielte im gleichen Zeitraum höhere Abrufzahlen als Clash in Paris. Das ist insofern bemerkenswert, da SmackDown im US-Fernsehen zu diesem Zeitpunkt eine der schwächsten Reichweiten überhaupt verzeichnete. Trotzdem schlug die wöchentliche Show den Pariser Premium Event auf Netflix in sämtlichen überprüften Märkten.
Vergleich mit anderen WWE-Events
SmackDown erreicht auf Netflix nach Meltzers Angaben gewöhnlich zwischen 800.000 und einer Million Zuschauer. Clash in Paris blieb davon weit entfernt. Damit reiht sich die Show in die Reihe der schwächsten WWE-Veranstaltungen auf der Plattform ein.
Besonders auffällig ist der Vergleich zur letzten Saudi-Arabien-Show. Diese erreichte über eine Million Abrufe und übertraf sogar die wöchentlichen SmackDown-Ausgaben. Während Saudi-Arabien-Events auf Netflix ein weltweites Publikum anziehen, hatten die europäischen Premium Live Events in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme, vergleichbare Reichweiten zu generieren. Meltzer betonte, dass dies kein Einzelfall sei: Bereits frühere WWE-Shows in Europa hätten auf Netflix spürbar schlechter abgeschnitten als Events aus den USA oder dem Mittleren Osten.
Ursachen für den Zuschauerrückgang
Warum europäische Veranstaltungen auf Netflix regelmäßig schwächere Abrufe erzielen, ist nicht eindeutig geklärt. Meltzer stellte jedoch fest, dass dieses Muster so häufig vorkommt, dass man es nicht ignorieren kann. Möglich ist, dass Zeitverschiebungen, die Streaming-Gewohnheiten in verschiedenen Regionen oder die internationale Vermarktung eine Rolle spielen.
Während die Stimmung in den europäischen Arenen stets ausgelassen und leidenschaftlich ist, gelingt es offenbar nicht, diese Energie in gleichem Maße auf ein weltweites Streaming-Publikum zu übertragen. Für WWE könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass europäische Premium Live Events künftig anders beworben oder zeitlich optimiert werden müssen, um ein größeres internationales Publikum zu erreichen.
Netflix und die Berechnung der Zuschauerzahlen
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Art und Weise, wie Netflix die Zuschauerzahlen ermittelt. Anders als klassische TV-Quoten zählen bei Netflix nicht einzelne Abrufe. Stattdessen werden die insgesamt angesehenen Stunden durch die Laufzeit der Show geteilt. Auf diese Weise wird eine rechnerische Zuschauerzahl ermittelt.
Meltzer erklärte, dass dies die Zahlen oft größer erscheinen lassen könne, als sie tatsächlich sind. Besonders bei WWE-Inhalten sei dies problematisch, da Shows wie Raw, SmackDown und NXT in zwei Versionen hochgeladen werden: einmal als Original-Live-Version mit Werbung und später noch einmal als verkürzte Version ohne Werbung. Dadurch entstehen unterschiedliche Laufzeiten, die die Berechnungen zusätzlich beeinflussen und zu Verwirrungen führen.
Ein klarer Unterschied zu Saudi-Arabien und den USA
Während die Pariser Show auf Netflix unterdurchschnittlich abschnitt, zeigte sich einmal mehr der große Unterschied zu Events in Saudi-Arabien. Diese ziehen trotz geografischer Distanz regelmäßig hohe Abrufzahlen an. Auch US-Shows erreichen im Schnitt stabilere Werte als europäische Premium Live Events.
Ganz ehrlich, die Card war aber auch nicht gut. Tatsächlich ist eine Smackdown Ausgabe daher spannender gewesen als der Clash in Paris.
Alles war sehr vorhersehbar, und auch alles kam genau so wie es zu erwarten war. Ja die einzelnen Stars sind druchaus „Draws“, aber auch nur eingeschränkt wenn die Leute die jeweiligen Gegner oder Fehden nicht sehen wollen.
Becky gegen Nikki Bella, wer will das sehen? Roman Reigns gegen Bronson, wer will das sehen wie Bronson Reed begraben wird? Wyatt Sicks für die sich kaum einer interessiert, gegen Street Profits für die sich noch weniger Leute interessieren (während DIY, Lucha Bros, und Motor City Machine Guns Däumchen drehen)
Logan Paul gegen Cena… ja für Cena schalten die Leute ein, für Paul aber eben nicht. Da gabs schon reichlich Analysen zu dass Logan Paul kaum Quote bringt. Der Deal ist recht einseitig, was die Vorteile angeht… Logan Paul profitiert enorm, WWE fast gar nicht. WWE erhofft sich ja, die ganze Youtube Generation da an Bord zu holen. Funktioniert nur nicht, stattdessen schalten einfach mehr Leute auf Youtube bei Logan Paul ein.
Rusev gegen Sheamus, ja das wollen Leute bestimmt sehen… ganz sicher oO Seth gegen LA Knight, Uso und Punk… das Drehbuch zu dem Match kann jeder Zuschauer selber schreiben.
Es war klar das die Stimmung gut werden würde, weils Paris ist. Für die Europäer ist so ein Event ne tolle Sache, gibts nicht oft, egal wer auftritt und wie die Matchansetzungen uninteressant sind. Die Tickets waren auch schon früh vergriffen, da stand die Card noch gar nicht fest.
Der Netflix Zuschauer kann sich aber die Frage stellen „lohnt sie Zeit sich das anzugucken, oder verschwende ich die auf was anderes? Storylines verpasse ich ja eh nicht“
Die Matches waren ja sogar ganz gut, aber eben ohne Spannung… das lockt dann nicht gerade Zuschauer an. Kumpel von mir war Live dort, am Ende war er doch ernüchtert, Stimmung? Mega. Matches? Durchaus ansehnlich… Überraschungen und Spannung? Fehlanzeige. Das dann zb ein Brock Lesnar (den ich nicht sehen will, aber offenbar viele andere) bei der folgenden Smackdown Ausgabe auftritt, beim PLE aber nicht, spricht an sich auch Bände über den Stellenwert des Events. Und das haben auch die Netflix Zuschauer erkannt. Zumal die Highlights kurz nach dem Event schon auf Youtube abrufbar sind. Wozu also den PLE angucken, wenn man nicht selbst Live vor Ort ist?
Dafür muss man die Card interessanter gestalten.
Ich habs nur wegen Cena geschaut, da wurde ich auch nicht enttäuscht, den Rest habe ich so nebenbei laufen lassen, ohne das es mich sehr gejuckt hätte.
Dazu kommt eben die Zeit, Amis schalten zu europäischen Zeiten nicht ein. Und der europäische Markt ist zwar vorhanden, aber nicht so groß, das man da nen tollen Schnitt bei Netflix mitmachen kann.
Bei den Saudis ist das bissi anders, die gucken sonst praktisch nie WWE, aber wenn im eigenen Land nen Event abgehalten wird, guckt da jeder Zweite auch bei Netflix oder sonstwie zu.
Um bei einem europäischen Event auch die Ami-zuschauer zum einschalten zu bewegen, muss die Card ganz deutlich besser aussehen, mit unerwartbaren Ausgängen. Dann nehmen die auch Zeiten in Kauf die nicht dem amerikanischen Markt entsprechen.
Kann man so unterschreiben.
Für ein PVE einfach zu wenig, da möchte man geschockt, überrascht und gefesselt werden.
Die Wyatt Sticks find ich von der Idee her interessant, nur ist die Tag Team Sektion nicht gerade spannend aufgebaut, war früher irgendwie anders. Dabei wäre das Potenzial da.
Clash in Paris war so ne richtig Sinnlose Veranstaltung.
Hat Meltzer denn jetzt auch gesagt, wie viele Zuschauer Clash in Paris hatte? Hab ich das überlesen?
Die exakten Zuschauerzahlen haut Netflix nicht raus.
Es steht da aber geschreiben das Clash in Paris weniger Zuschauer hatte als Smackdown, und Smackdown für gewöhnlich ca 800.000 hat.
Heißt also weniger als 800k haben Clash in Paris gesehen.
Dazu steht dort auch: „Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Art und Weise, wie Netflix die Zuschauerzahlen ermittelt. Anders als klassische TV-Quoten zählen bei Netflix nicht einzelne Abrufe. Stattdessen werden die insgesamt angesehenen Stunden durch die Laufzeit der Show geteilt. Auf diese Weise wird eine rechnerische Zuschauerzahl ermittelt.“
Und ja Zahlen von Netflix sind daher immer recht schwammig. Aber man kann schon klar ne Aussage darüber treffen ob eine Show gut konsumiert wurde oder eben nicht.
So oder so, wenn ein PLE weniger geschaut wird als die Weekly, braucht man nicht all zu viel darüber diskutieren ob der PLE gut gelaufen ist oder nicht.
Mich würden mal die deutschen Zuschauer vom Network interessieren. Gibt WWE Deutschland die auch mal raus?
800k Zuschauer? Wie kommst du auf diese Zahl?