Im Vorfeld von WWE Clash in Paris erlebte Sheamus eine äußerst unangenehme Situation, die verdeutlichte, wie schnell Begeisterung in Chaos umschlagen kann. In einem Pariser Einkaufszentrum wurde der irische Superstar von einer großen Menschenmenge bedrängt. Zahlreiche Fans versuchten gleichzeitig, ihn zu filmen und anzusprechen, während sie ihn auf Schritt und Tritt verfolgten.
Die Situation eskalierte, als eine Frau in der Menschenmenge plötzlich panisch schrie, weil sie vom Gedränge fast erdrückt wurde. Sheamus reagierte sofort, griff ein und fragte die Frau, ob sie in Ordnung sei. Lautstark forderte er die Anwesenden auf, Ruhe zu bewahren und Abstand zu halten. Trotz seiner deutlichen Worte filmten und bedrängten ihn die Fans weiterhin, sodass er nur schwer den Ausgang erreichen konnte.
Diese Szenen machten schnell in den sozialen Medien die Runde. Sie zeigten eindrucksvoll, wie gefährlich es werden kann, wenn persönliche Grenzen nicht respektiert werden. Die Ereignisse erinnerten daran, dass selbst für erfahrene und durchtrainierte Wrestler wie Sheamus Sicherheit nicht selbstverständlich ist, wenn Fans in Massen die Kontrolle verlieren.
Fans bedrängen Sheamus im Einkaufszentrum pic.twitter.com/a6f78whA9g
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Rhea Ripley erhebt eindringliche Stimme
Auch Rhea Ripley war in Paris mit einer sehr ähnlichen Situation konfrontiert. Die amtierende WWE Women’s World Champion wurde beim Versuch, in einen Uber einzusteigen, von einer Menschenmenge gestoppt. Für Ripley war das ein weiteres Beispiel dafür, wie schnell Fan-Leidenschaft in Respektlosigkeit und Gefahr umschlagen kann.
Über X wandte sie sich unmittelbar danach an die Öffentlichkeit und veröffentlichte eine klare Botschaft. Darin betonte sie, dass Wrestler ebenfalls nur Menschen seien, die Anspruch auf Privatsphäre haben. Sie forderte ihre Fans dazu auf, Grenzen zu respektieren, und erinnerte daran, dass ein klares „Nein“ in jeder Situation zu akzeptieren sei. Ihre Formulierung, Fans hätten sich „wie eine Horde tollwütiger Zombies“ verhalten, verbreitete sich viral und unterstrich die Schärfe ihrer Botschaft.
Rhea Ripley wird von Fans bedrängt pic.twitter.com/1pzTez6MzM
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Ripley hat in der Vergangenheit bereits unangenehme Erfahrungen mit aufdringlichen Anhängern machen müssen. Anfang des Jahres war ein Stalker bis zu ihrem Haus vorgedrungen, was für sie und ihre Familie äußerst beunruhigend war. Der Vorfall in Paris verstärkte noch einmal die Diskussion, wie Wrestler im öffentlichen Raum besser geschützt werden können.
Buddy Matthews reagiert auf das Verhalten der Fans
Die Geschehnisse blieben auch ihrem Ehemann Buddy Matthews nicht verborgen. Der australische Wrestler, der bei AEW unter Vertrag steht, äußerte sich über Twitter und reagierte mit scharfer Kritik. Er bezeichnete das Verhalten der Fans als „absolut ekelhaft“ und prangerte an, dass es keinerlei Rechtfertigung gebe, in die Privatsphäre und den persönlichen Raum eines Menschen derart einzudringen.
Matthews forderte die Fans dazu auf, endlich aufzuwachen und den Unterschied zwischen Leidenschaft und Grenzüberschreitung zu erkennen. Seine Reaktion verdeutlichte nicht nur die persönliche Betroffenheit als Ehemann, sondern spiegelte auch die Sorge vieler Aktiver wider, dass ähnliche Szenen jederzeit wieder vorkommen könnten.
WWE setzt Sicherheitseskorten ein
Angesichts der sich häufenden Vorfälle in Paris reagierte die WWE umgehend und stellte ihren Superstars verstärkte Sicherheitsmaßnahmen zur Verfügung. Mehrere Videos, die in den sozialen Netzwerken kursierten, zeigten beispielsweise, wie NXT-Star Roxanne Perez in der französischen Hauptstadt von gleich drei Sicherheitskräften begleitet wurde.
Roxanne Perez wird von drei Sicherheitskräften begleitet pic.twitter.com/ARNpJFjVKb
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Auch andere Top-Stars wie CM Punk hatten bereits deutlich gemacht, dass sie keine Respektlosigkeiten dulden. Er wies auf seiner Anreise nach Paris Fans zurecht, die seine Privatsphäre missachteten. Die Entscheidung der WWE, auf zusätzliche Eskorten zu setzen, war ein klares Signal: Begeisterung und Leidenschaft sind willkommen, doch Sicherheit und persönlicher Freiraum der Wrestler haben oberste Priorität.
Ein mahnendes Beispiel für die Wrestling-Welt
Die Ereignisse rund um Clash in Paris werfen ein Schlaglicht auf ein größeres Problem, mit dem Wrestling-Stars weltweit immer wieder konfrontiert werden. Während die Nähe zu den Fans ein zentrales Element der Popularität von WWE bleibt, zeigen diese Vorfälle, wie dünn die Grenze zwischen leidenschaftlicher Unterstützung und respektlosem Verhalten ist.
Für Sheamus, Rhea Ripley und weitere Stars war Paris nicht nur ein weiterer Tour-Stopp, sondern auch ein warnendes Beispiel. Es machte deutlich, dass Fan-Interaktionen mehr Rücksicht und Verantwortung erfordern. Die WWE reagierte mit sofortigen Maßnahmen, doch die Diskussion über den Umgang mit Grenzen und Respekt dürfte damit noch nicht beendet sein.
Siehe auch: WWE Clash in Paris: Alle Ergebnisse & Videos aus Paris, Frankreich (31.08.2025)
Normalerweise würde ich jetzt sagen das ist einfach die Schattenseite des Ruhms, aber ich glaube es macht auch einen großen Unterschied mit welcher Energie die Masse herandrängt. Früher schien mir das mehr harmlose Begeisterung für die jeweilige Person zu sein, heute hat das mehr von Sensationsgeilheit, was unter anderem an Smartphones etc. liegt. Entsprechend anders wird das von der bedrängten Person dann auch empfunden.
Jeder will halt nah ran, ein Bildchen für irgendeine komische Plattform machen. Nach meinem Empfinden sorgten soziale Netzwerke dafür, das Menschen asozialer wurden. War schon auf vielen Konzerten, von bekannten Acts ala Samy Deluxe, Kool Savas usw. die gingen teils durch die Menge in die Halle und niemand kam auf die Idee, die Acts zu bedrängen. Nachdem Konzert stellte man sich in die Schlage für ein Autogramm.
Einfach mies, wie klickgeil heute die Leute sind… Als Konsequenz wird deren Fannähe drunter leiden, was selbstverständlich und nachvollziehbar ist. Und die Fans jaulen und schimpfen dann, obwohl die selbst schuld sind.
keine Ahnung ob die 1984 dein Geburtsjahr sein soll oder für was anderes stehen… falls Baujahr, dann frage ich mich, schon mal was von Take That gehört? Und was deren Fans so getrieben haben?
Nein dieses aggressive Stalken ist keine Erfindung seit den sozialen Medien, das gabs im Prinzip immer schon solange es „Promis“ gibt.
Es ist vielleicht nur schlimmer geworden weil jeder tiktok und youtube fritze schon wie ein Superstar gefeiert wird.
Was das Wrestling angeht… Das Wrestler „zum anfassen“ sind, ist eher eine neue Entwicklung. KAyfabe ist das Stichwort.
Früher wurde die Rolle geschützt, heißt der Wrestler ging auch nur als der Wrestler in die nähe von Fans, wobei „nähe“ hier sehr relativ ist. Das hing stark von der jeweiligen Rolle ab die der Wrestler zu der Zeit inne hatte. Ein Undertaker war zb grundsätzlich unnahbar.
Jetzt ist das alles anders, die Grenzen zwischen gespielter Rolle und der eigentlichen Person sind längst verschwunden. Sicher spielt da auch das Internet eine nicht geringe Rolle. Und mit dieser verschwundenen Grenze ist auch ein gutes Stückweit Schutz verloren gegangen… Die Wrestler werden auch nicht mehr so systematisch abgeschottet wie früher um ja nicht den „Vorhang“ zu lüften das die Wrestler doch ganz normale Leute (mit Muckis) sind.
Dadurch geben die Wrestler natürlich auch große Stücke ihrer Privatssphäre auf, und eben auch Schutz… Es ist Schade das es viele Fans gibt die natürliche Grenzen nicht einhalten und den persönlichen „Bereich“ der Wrestler so verletzen. Aber das hat auch viel damit zu tun das man die Wrestler so offen präsentiert. das gab es so früher im Wrestling schlichtweg nicht.
Verstehe diese Irren nicht, und ein anderes Wort passt da auch nicht.
Versteh ich voll und ganz das sich Murphy da um seine Frau sorgen macht. Aber wenigstens hat er als AEW Wrestler dieses Problem nicht.
Warum?
In Deutschland ist das genau so schlimm wenn sie einen berühmten Tiktoker sehen. Bei uns sind es meistens kleine Kinder. Die in Paris wirkten da schon älter.