Gunther spricht über Ruhm, Wrestling-Auszeichnungen, Prominente bei WWE und die Vorstellung eines WrestleMania-Matches mit dem Undertaker

Gunther gehört zu den erfolgreichsten und gleichzeitig bescheidensten WWE-Stars der letzten Jahre. Trotz seines rasanten Aufstiegs, seiner eindrucksvollen Rekorde und der hohen Wertschätzung unter Kollegen und Fans, macht der frühere WWE World Heavyweight Champion deutlich, dass für ihn andere Dinge im Leben zählen als Ruhm oder Trophäen.

Im Rahmen der WWE-Talkshow Six Feet Under mit The Undertaker und Michelle McCool sprach Gunther offen über seine Karriere, seine Sicht auf das Wrestlinggeschäft und seine persönlichen Prioritäten. Er erklärte, dass er nie das Ziel verfolgte, Titel um jeden Preis zu gewinnen. Vielmehr gehe es ihm darum, jeden Auftritt so gut wie möglich zu gestalten, sich stetig weiterzuentwickeln und seinen sportlichen Anspruch an sich selbst zu erfüllen.

Gunther, der über 870 Tage lang die NXT UK Championship hielt, später einen neuen Rekord mit 666 Tagen als Intercontinental Champion aufstellte, das prestigeträchtige King of the Ring-Turnier 2025 gewann und sogar Goldberg in den Ruhestand schickte, sagte in der Show, dass keine dieser Errungenschaften ihn als Mensch definieren würde. Vielmehr seien es die kleinen, kontinuierlichen Fortschritte, die für ihn wirklich zählen. Er fühle sich wohl in seiner Rolle bei WWE, habe Freude an der Zusammenarbeit mit Kollegen und konzentriere sich auf das, was im Hier und Jetzt wichtig ist.

Besonders aufschlussreich war seine Einschätzung zum Thema WrestleMania-Main-Event. Im Vorfeld der diesjährigen Veranstaltung kursierten Spekulationen, ob Gunther eine zentrale Rolle beim größten WWE-Event des Jahres einnehmen würde, insbesondere im möglichen Duell gegen Jey Uso. Gunther bestätigte, dass er sich kurzzeitig dabei ertappt habe, wie er darüber nachdachte, ob das Match den Main Event headlinen sollte. Doch letztlich stellte er klar, dass es keinen bleibenden Wert für ihn habe, wenn er seinem Sohn später erzählen würde, dass er einmal den Main Event bei WrestleMania bestritten habe. Für ihn sei das Leben außerhalb der Wrestling-Blase weitaus wichtiger. Diese Haltung zeigt seine bemerkenswerte Erdung in einer Branche, in der das Streben nach Aufmerksamkeit und Status für viele im Mittelpunkt steht.

Keine Begeisterung für Prominente: Gunther erklärt seine Haltung zu Stars hinter den Kulissen

Ein weiteres Thema des Gesprächs war der Umgang mit prominenten Gästen bei WWE-Veranstaltungen. In einer Welt, in der Superstars oft mit Berühmtheiten aus Musik, Film und Sport zusammentreffen, zeigte sich Gunther völlig unbeeindruckt. The Undertaker fragte ihn, ob er jemals aufgeregt sei, wenn bekannte Persönlichkeiten bei WWE-Events auftauchen, oder ob er den Wunsch verspüre, mit ihnen ein Foto zu machen. Gunthers Antwort war deutlich.

Er sei nie der Typ gewesen, der auf Prominente zugehe oder sich mit ihnen zeigen wolle. Natürlich gebe es Persönlichkeiten, die er respektiere oder interessant finde, doch daraus resultiere kein persönliches Bedürfnis nach Kontakt oder Austausch. Wenn er hinter den Kulissen gebeten werde, jemanden zu treffen, lehne er das meist ab oder empfehle jemand anderen, der daran mehr Freude hätte.

Gunther betonte, dass er solche Begegnungen höchstens aus beruflicher Pflicht für die WWE durchführe, doch privat keinen Bezug dazu verspüre. Er sei eher der Mensch, der sich auf seine Aufgabe im Ring konzentriere und nicht auf Namen oder Gesichter, die außerhalb dieser Welt Berühmtheit erlangt haben. Diese Haltung unterstreicht erneut, wie stark Gunther seinen Fokus auf das Wesentliche richtet. Für ihn zählt das Geschehen im Ring – nicht der Glanz des Rampenlichts.

Eine besondere Wertschätzung: Der Undertaker hätte für Gunther ein letztes Match bestritten

Ein besonders eindrucksvoller Moment des Gesprächs bei Six Feet Under war die Aussage von WWE-Legende The Undertaker über ein hypothetisches Match gegen Gunther. Obwohl der Deadman seinen offiziellen Rücktritt längst vollzogen hat, ließ er keinen Zweifel daran, dass Gunther der einzige Wrestler gewesen wäre, der ihn noch einmal zu einem WrestleMania-Match hätte bewegen können.

„Wenn ich noch ein letztes Match bestreiten würde, dann wäre es mit dir“, sagte The Undertaker im Gespräch mit GUNTHER. Dieser zeigte sich geehrt und scherzte mit einem Lächeln ud fpgte hinzu, er hätte es mit seinen harten Chops wohl übertrieben, nur um zu sehen, wie lange der Deadman es durchhält, bevor das Match völlig aus dem Ruder läuft. Beide lachten über diese Vorstellung und sprachen anschließend darüber, wie ihr gemeinsames Match bei WrestleMania ausgesehen hätte.

The Undertaker beschrieb ein Duell, das langsam und methodisch begonnen und sich zu einem körperlich fordernden Krieg entwickelt hätte. Gunther pflichtete ihm bei und sagte knapp: „Es wäre gut gewesen.“ Beide waren sich einig, dass ein gemeinsames Match bei WrestleMania aufgrund ihrer ähnlichen Vorstellungen von Ringpsychologie, Storytelling und Brutalität zu einem besonderen Erlebnis geworden wäre.

Dass der Undertaker, eine der einflussreichsten Persönlichkeiten in der Geschichte des Pro-Wrestlings, Gunther eine derart hohe Wertschätzung entgegenbringt, spricht Bände über dessen Standing in der Branche. Es zeigt, dass Gunthers disziplinierter, glaubwürdiger Stil nicht nur bei den Fans, sondern auch bei Legenden der WWE eine nachhaltige Wirkung hinterlassen hat.

6 Kommentare

  1. Der Podcast gehörte doch früher Taker alleine und lief ausschließlich auf YouTube oder? Jetzt hat WWE da auch wieder ihre Finger mit im Spiel oder was?

    • Ist das echt so? 🤔 Wieso hab ich davon erst kürzlich was von bemerkt? Hättet mir ruhig mal was sagen können.

      • Das letzte Video auf Takers eigenem Kanal ist ein paar Monate her. Der Co-Host von damals ist auch nicht mehr dabei.

        • Ja, das habe ich sogar mitbekommen, dass der Co-Host weg ist und nun Michelle dabei ist. Fragt mich aber nicht, wieso das jetzt so ist.

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