In einem Interview mit JoBlo Celebrity Access äußerte sich Punk zu Diskussionen, die in der Doku-Serie WWE: Unreal gezeigt wurden, in denen über seine mögliche Rolle als Royal Rumble-Gewinner oder WrestleMania-Headliner spekuliert wurde.
Statt Enttäuschung über verpasste Chancen zeigte Punk eine reflektierte Haltung. Für ihn gehe es mittlerweile nicht mehr nur um große Siege oder Titelerfolge. Vielmehr sei es sein Ziel, konstant gute Leistungen zu zeigen. Besonders reagierte Punk auf Stimmen, die ihm aufgrund seines Alters seine Top-Position in der WWE absprechen wollen.
Punk war bereits im Main Event von WrestleMania zu sehen, als er sich in einem Triple Threat Match gegen Roman Reigns und Seth Rollins behauptete. Ob er erneut diese Bühne betreten wird, bleibt offen. Klar ist jedoch, dass er jede neue Gelegenheit konsequent nutzen möchte.
Kritik an Hulk Hogans einstigem Dominanzstil
In demselben Interview mit JoBlo Celebrity Access ging Punk auch auf die klassische Booking-Philosophie der WWE ein und erklärte, warum er sich heute klar davon distanziert. Besonders betonte er, dass ihn die Vorstellung, immer zu gewinnen und als unbesiegbares Aushängeschild aufzutreten, nicht mehr reize. Als Beispiel führte er Hulk Hogan an, dessen einstiger Status als dauerhafter Sieger für ihn heute nicht mehr zeitgemäß sei. Während dies früher ein Anreiz gewesen sei, sehe er nun mehr kreative Möglichkeiten darin, eine Figur zu entwickeln, die auch mit Niederlagen zu kämpfen hat.
Obwohl seine Äußerungen kurz nach dem Tod von Hulk Hogan fielen, bezog sich Punk eindeutig auf das Booking-Modell und nicht auf den verstorbenen Superstar selbst. Seine Botschaft: Es geht ihm nicht um Dominanz, sondern um erzählerische Tiefe.
Scharfer Witz über den Undertaker sorgt für Aufsehen
Gegenüber Sports Illustrated äußerte sich CM Punk auch zu klassischen Wrestling-Mythen und dabei vor allem zur Persona des Undertaker. In einem sarkastischen Ton bezeichnete Punk den „Deadman“ als „faul“, weil dieser über viele Jahre hinweg keine Interviews gab.
„Der Undertaker war einfach faul. Das ist der einzige Grund, warum er das getan hat. Es war nicht, weil er wirklich tot war“, witzelte Punk. Er stellte jedoch klar, dass er den Schutz des Wrestling-Business durchaus ernst nimmt, auch wenn sich die Medienlandschaft gewandelt habe. Mit dem Aufkommen von Social Media und Formaten wie WWE: Unreal sei es heute deutlich schwerer, eine mystische Aura aufrechtzuerhalten.
Dennoch betonte Punk, dass die neue Transparenz auch Chancen bietet. Er sei zwar kein Freund davon, alles preiszugeben, erkenne aber an, dass sich die Zeiten geändert haben. Seiner Meinung nach müsse man lernen, mit diesen neuen Mitteln zu arbeiten und trotzdem Magie zu erzeugen.
Punk über WWE: Unreal: Kritik, Akzeptanz und Verletzung als TV-Moment
Trotz seiner Vorbehalte erkennt CM Punk die Relevanz von Formaten wie WWE: Unreal an. Im Interview mit JoBlo Celebrity Access sagte er, dass er der Show selbst wohl kein grünes Licht gegeben hätte, verstehe aber, dass sie in der heutigen Entertainment-Welt eine Rolle spielt.
Besonders stört ihn, dass die Kamera auch direkt nach Matches auf die Beteiligten gerichtet ist, wenn die Emotionen noch ungefiltert sind. Dies sei nicht sein Stil. Gleichzeitig zeigte er sich offen für authentische Momente – wie bei seiner eigenen Verletzung, die ebenfalls in der Serie dokumentiert wurde.
Punk berichtete, dass er die Kameras bewusst weiterlaufen ließ, als er sich verletzte. Er verglich dies mit dem berühmten Beinbruch von Joe Namath, der live im TV ausgestrahlt wurde. Solche Szenen hätten eine emotionale Kraft, die weit über das Sportliche hinausgeht.
„Ich hätte einfach aufgeben und sagen können: ‚Okay, das war’s dann wohl.‘ Aber ich dachte mir: ‚Vergiss es.‘ Für mich war das nur eine neue Herausforderung – ein weiterer Berg, den ich bezwingen möchte,“ erklärte Punk. Er ist überzeugt, dass genau solche echten, emotionalen Momente das sind, was die Fans im Fernsehen sehen möchten.