Jerry „The King“ Lawler ist einer der bekanntesten Kommentatoren in der Geschichte des professionellen Wrestlings. Über Jahrzehnte hinweg begeisterte er Fans mit seinem Charisma, seiner Stimme am Kommentatorenpult und seiner Erfahrung im Ring. Doch im Jahr 2012 erlebte der WWE Hall of Famer einen lebensbedrohlichen Zwischenfall, der nicht nur sein Leben, sondern auch seine Karriere auf dramatische Weise veränderte.
Ein Schockmoment bei Monday Night RAW 2012: Jerry Lawler erleidet Herzstillstand live im TV
Während einer Live-Ausgabe von „Monday Night RAW” erlitt Lawler plötzlich einen Herzstillstand am Kommentatorenpult. Im Gespräch mit Busted Open Radio schilderte er die Geschehnisse aus seiner Sicht – so gut er sich daran erinnern konnte. Denn: Erinnerungen an den Moment selbst hat Lawler keine. Sein Kollege Michael Cole war es, der später erklärte, dass er zunächst dachte, Lawler würde schnarchen. Sekunden später jedoch sackte „The King“ einfach zusammen und kippte vornüber auf den Tisch.
Lawler erklärte, dass sein Herz völlig unerwartet aufgehört habe zu schlagen. Es sei kein klassischer Herzinfarkt gewesen, sondern ein vollständiger Stillstand des Herzens. Zum Glück befand sich ein ausgebildeter Arzt unmittelbar am Ring. Dank seines schnellen Eingreifens wurde Lawler sofort ins Krankenhaus gebracht. Noch auf dem Weg in die Klinik konnten die Ärzte sein Herz wieder in Gang setzen. Bereits kurz nach der Wiederbelebung besserte sich sein Zustand spürbar, und Lawler konnte stabilisiert werden.
Der Mythos der „kostenlosen“ Gesundheitsversorgung: 20.000 Dollar Krankenhausrechnung nach Kanadareise
Nach der akuten Notfallversorgung blieb Lawler mehrere Tage in einem Krankenhaus in Kanada, wo die WWE zu dieser Zeit Station machte. Trotz der in Kanada weitverbreiteten Vorstellung einer umfassend staatlich finanzierten Gesundheitsversorgung erhielt Lawler dort eine überraschend hohe Rechnung für seinen Aufenthalt.
Wie Lawler im Interview erklärte, wurden ihm insgesamt rund 20.000 US-Dollar für die Behandlung und die mehrtägige Unterbringung im Krankenhaus in Rechnung gestellt. Mit einem sarkastischen Tonfall kommentierte er, dass die angeblich kostenlose Gesundheitsversorgung in Kanada für ihn „eine große Lüge“ gewesen sei. Glücklicherweise sprang WWE ein und übernahm die kompletten Kosten der medizinischen Behandlung.
Der Vorfall sorgte nicht nur bei WWE-Fans weltweit für große Besorgnis, sondern war auch für Lawler selbst ein massiver Wendepunkt. Nach seiner Genesung kehrte er zwar wieder zur WWE zurück, doch der Vorfall hatte bleibenden Eindruck hinterlassen – körperlich wie mental.
Rückschlag Jahre später: Schlaganfall im Jahr 2023 mit anhaltenden Folgen
Während sich Lawler nach dem Herzstillstand von 2012 zunächst vollständig zu erholen schien, erlitt er im Jahr 2023 einen weiteren schweren gesundheitlichen Rückschlag. Ein schwerer Schlaganfall zwang ihn erneut in die medizinische Behandlung und führte zu Komplikationen, die seinen Alltag bis heute bestimmen.
In einem aktuellen Gespräch mit Busted Open Radio gab Lawler offen zu, dass er fast zwei Jahre nach dem Schlaganfall immer noch mit kognitiven Einschränkungen zu kämpfen hat. Besonders sein Gedächtnis bereitet ihm große Probleme. Während des Interviews wurde dies auf tragische Weise deutlich: Mehrfach konnte sich Lawler nicht an zentrale Namen aus der Wrestling-Geschichte erinnern – Namen, die untrennbar mit seiner eigenen Karriere verbunden sind.
So fiel ihm etwa der Name von CM Punk erst nach wiederholten Nachfragen ein. Später konnte er auch den Namen von Terry Funk nicht abrufen – einem seiner bekanntesten Rivalen und Weggefährten. Erst nachdem die Co-Moderatoren Mark Henry und Bully Ray ihm auf die Sprünge halfen, erinnerte sich Lawler an Funk und erklärte, dass er einer der besten Wrestler gewesen sei, mit denen er je zusammengearbeitet habe.
Lawler sprach in diesem Zusammenhang auch von „Anfällen“, die ihn seit dem Schlaganfall immer wieder heimsuchen. Dabei gehe es nicht nur um das Gedächtnis – auch seine rechte Körperhälfte sei spürbar geschwächt. Tätigkeiten, die er früher mit Leichtigkeit ausgeübt habe, seien nun kaum noch möglich. Besonders schmerzlich sei für ihn der Verlust seiner zeichnerischen Fähigkeiten. Zeichnen war über viele Jahre hinweg eine große Leidenschaft für Lawler, die ihm nun weitgehend verwehrt bleibt.
Er is halt auch nicht die hellste Kerze auf der Torte… Die Kosten werden für Leute übernommen die in diesem Land einzahlen und dort versichert sind… Warum soll Kanada die Krankenkosten für einen Amerikaner übernehmen? 😀