Will Ospreay hat in zwei Interviews über seine Position bei AEW und verschiedene Interessen außerhalb seiner eigenen Matches gesprochen. Dabei ging es um wiederkehrende WWE-Fragen, seine Verbindung zu „Assassin’s Creed“ und die Möglichkeiten, die er anderen Wrestlerinnen eröffnen möchte.
Ospreay nimmt die wiederkehrenden WWE-Fragen gelassen
Im Interview mit Brandon Kravitz wurde Ospreay gefragt, ob ihn die ständigen Fragen nach WWE und einem möglichen späteren Wechsel inzwischen ermüden. Der Brite erklärte, dass solche Nachfragen für ihn zum Beruf gehören: „Ich weiß, dass das Teil des Jobs ist. Die Leute fragen immer wieder, und ich kann nur meine Meinung dazu sagen.“
Seine Aufmerksamkeit gelte der Company, für die er derzeit antritt, und den Möglichkeiten, die sich dort ergeben. „Ich würde mich lieber auf AEW konzentrieren und darauf, was wir hier erreichen können“, sagte Ospreay.
Er ist davon überzeugt, dass AEW das professionelle Wrestling verändern wird. Er schätze besonders die Präsentation, die Matches und wofür die Promotion stehe. Die Konkurrenz interessiere ihn entsprechend wenig: „Andere Promotions könnten mich wirklich kaum weniger interessieren.“
Auch die ständigen Vergleiche zwischen den Wrestling-Unternehmen nahm er gelassen. Auf die Frage nach deren Auswirkungen erklärte er: „Das gehört zum Spiel dazu. Man muss einfach lernen, damit umzugehen.“
Interesse an einer Rolle in der Netflix-Serie „Assassin’s Creed“
Beim Orlando Tourism Report, aufgenommen bei WPRK 91.5 FM, sprach Ospreay über eine mögliche Herausforderung als Schauspieler. Nachdem er von der Netflix-Adaption von „Assassin’s Creed“ erfahren habe, habe er sein Interesse an einer Beteiligung bekundet.
„Ich habe mich ins Spiel gebracht. Sie können nur Nein oder Ja sagen, aber ich würde sehr gerne erste Schritte in der Schauspielerei machen“, erklärte er. Eine Zusage oder eine konkrete Rolle gab Ospreay nicht bekannt. Die Realserie selbst ist bestätigt und entsteht in Zusammenarbeit mit Ubisoft Film & Television.
Ospreay sieht allerdings auch eine persönliche Herausforderung: Das Lesen von Drehbüchern könnte ihm Schwierigkeiten bereiten, da er sich nicht für einen besonders guten Leser hält. Dennoch würde er sich einer solchen Aufgabe mit vollem Einsatz widmen. Einen möglichen Auftritt betrachtet er zudem als Gelegenheit, zusätzliche Aufmerksamkeit auf AEW zu lenken.
Wie die Spielereihe den „Aerial Assassin“ geprägt hat
Die Verbindung zu „Assassin’s Creed“ reicht für Ospreay bis zur Entwicklung seiner Wrestling-Figur zurück. Sein Trainer Greg Burridge habe ihm damals vermittelt, wie schnell ein Wrestler beim Betreten der Halle das Interesse des Publikums gewinnen müsse.
„Sobald du durch den Vorhang kommst, hast du sechs Sekunden, um den Leuten zu zeigen, worum es bei dir geht – damit sie aufhören, auf ihr Handy zu schauen, und dich einen Moment lang ansehen“, erinnerte sich Ospreay an den Rat.
Die Spielreihe lieferte ihm dabei eine verständliche Vorlage. Durch seine Bewegungen und seine Präsentation konnten die Zuschauer erkennen, welche Art von Figur er darstellen wollte. Als er später seinen Ellbogenschlag entwickelte, lag der Name „Hidden Blade“ deshalb nahe.
Aus dieser Inspiration entstand schließlich eine Zusammenarbeit mit Ubisoft. Nach Ospreays Angaben wurden über die Jahre drei unterschiedliche Entrances gemeinsam umgesetzt. Dafür sei er sehr dankbar und hoffe auf weitere Projekte. Neue Spiele betrachte er inzwischen vor allem wegen ihrer Geschichten und Figuren; seine bereits etablierte Präsentation müsse er nicht grundlegend verändern.
Ospreay möchte Womens Wrestling mehr Möglichkeiten eröffnen
Ein weiterer Schwerpunkt war sein Engagement bei Pro Wrestling EVE. Dort konnte er seine kreativen Ideen ausprobieren, darunter das zunächst bei EVE erprobte Matchkonzept „Clockwork Carnage”. Die geringere Reichweite im Vergleich zu größeren Promotions ändert nichts daran, wie wichtig ihm diese Arbeit ist: „Ich möchte Womens Wrestling so weit voranbringen, wie es irgendwie möglich ist, weil es unter Wert verkauft und schon so lange nicht ausreichend gewürdigt wird“, sagte Ospreay.
AEW unterstützt dieses Engagement. Er selbst schickt Tony Khan regelmäßig EVE-Matches, um ihn auf die Leistungen der beteiligten Wrestlerinnen aufmerksam zu machen. Laut seiner Darstellung spielte dies auch bei der Verpflichtung seiner Frau Alex Windsor eine entscheidende Rolle.
Khan habe Windsors Match gegen Jamie Hayter gesehen und daraufhin entschieden, ihr eine Gelegenheit bei AEW zu geben. „So wurde meine Frau Alex verpflichtet“, erklärte Ospreay. Die beiden Wrestlerinnen hätten sich bei dieser Gelegenheit erstmals getroffen und auch erstmals gegeneinander gekämpft.
Für andere Talente soll dieses Beispiel zeigen, dass ihre Leistungen wahrgenommen werden können. Ospreay möchte Wrestlerinnen, die seit Jahren auf eine größere Chance hinarbeiten, dazu ermutigen, solche Möglichkeiten entschlossen zu nutzen.
Besondere Verantwortung als AEW World Champion
Über seine eigene Position bei AEW sprach Ospreay ebenfalls. Er sei stolz auf die Umkleidekabine und darauf, wie das Team die Schwierigkeiten der vergangenen Monate gemeinsam bewältigt habe.
„Teil dieses Teams zu sein, bedeutet mir unglaublich viel. Und als World Champion nehme ich diese Verantwortung sehr ernst“, erklärte er. Mit Blick auf WrestleDream äußerte er außerdem die Hoffnung, dass die Zuschauer an dem, was AEW am Samstag präsentieren werde, Freude haben würden.