Von sechs Dollar bis zur Operation: Liv Morgan blickt auf schwierige Phasen zurück

Liv Morgan sieht sichtlich besorgt aus

Liv Morgan hat in einem Gespräch mit The Undertaker und Dominik Mysterio ungewöhnlich offen über drei sehr unterschiedliche Phasen ihrer Laufbahn gesprochen. Neben einer aktuellen Verletzungsfolge ging es um die finanziell schwierigen Anfänge bei NXT und um ihre Sicht auf die Zukunft von The Judgment Day.

Warum Morgan eine weitere Behandlung an der Stirn benötigte

Ausgangspunkt der gesundheitlichen Schilderung war ein Zusammenstoß mit Roxanne Perez in der Raw-Ausgabe vom 6. April. Nach einem Stoß durch Stephanie Vaquer gerieten die Köpfe der beiden Wrestlerinnen aneinander. An Morgans Stirn entstand eine auffällige Schwellung, die nach ihren Worten sechs oder sieben Monate sichtbar blieb. Zunächst habe sie den Bluterguss noch als eine Art sichtbares Zeichen ihres Berufs betrachten können. Mit der Zeit belastete sie die Veränderung jedoch persönlich.

Morgan berichtete, zwei Steroidinjektionen hätten die Schwellung zwar zurückgehen lassen, zugleich aber Fettgewebe an der Stirn abgebaut. Zurückgeblieben sei eine Vertiefung. Deshalb habe sie sich nun Fett aus dem Bauch entnehmen und in die Stirn einsetzen lassen. Der Eingriff sei durch den Bauchnabel beziehungsweise an der Haarlinie erfolgt, sodass die Zugänge möglichst wenig auffallen.

Ob das Ergebnis ausreicht, lässt sich ihrer Darstellung zufolge erst nach einigen Wochen beurteilen. Nach ungefähr drei Monaten könne feststehen, ob ein zweiter Eingriff nötig wird. Eine abschließende medizinische Prognose gab sie damit jedoch nicht ab.

Die ursprüngliche Beule schilderte Morgan auch mit Humor. Dominik habe ihr damals geraten, nicht hinzusehen; sie selbst habe angesichts des Ausmaßes lachen müssen. Rückblickend bezeichnete sie die Erfahrung dennoch als ihre bislang schlimmste Wrestling-Verletzung.

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Sechs Dollar nach den Ausgaben für den WWE-Traum

Die heutigen Möglichkeiten standen in deutlichem Gegensatz zu ihrer ersten Zeit bei NXT. Morgan erzählte, dass sie vor ihrem WWE-Einstieg bei Hooters zeitweise mehr verdient habe. Die Chance, Wrestlerin zu werden, sei ihr aber so wichtig gewesen, dass sie nach eigener Aussage auch ohne Bezahlung unterschrieben hätte.

Miete, Fahrten mit Uber und die benötigte Ringkleidung hätten in ihrem ersten Jahr fast alles aufgebraucht. Manchmal seien am Ende nur sechs Dollar geblieben. Um sich etwas zu essen leisten zu können, habe sie dann in einer Filiale der US-amerikanischen Kiosk- und Minimarktkette 7-Eleven nach günstigen Lebensmitteln gesucht. The Undertaker deutete solche Erfahrungen im Gespräch als Teil der Widerstandskraft, die für eine Karriere im Wrestling nötig sei. Morgan stimmte zu: Der schwierige Anfang habe ihren Blick auf die Arbeit und Chancen geprägt.

Wie sie The Judgment Day heute einschätzt

Auch die Situation ihrer Gruppierung kam zur Sprache. Morgan räumte ein, The Judgment Day sei aus ihrer Sicht zuletzt etwas festgefahren gewesen. Einen Abschied leitete sie daraus nicht ab. Sie fühle sich in der Gruppe wohl, stehe zu Dominik Mysterio und glaube, dass die Beteiligten eine neue Richtung finden könnten. Dass die Konstellation überhaupt so lange Bestand hatte, habe sie selbst überrascht.

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