Mit dem Ende von WrestleDream waren längst nicht alle Fragen rund um AEW beantwortet. Auf der anschließenden Pressekonferenz äußerte sich Tony Khan zu möglichen Comebacks, potenziellen Neuzugängen und wichtigen Entscheidungen, die für die kommenden Monate richtungsweisend sein könnten.
Tony Khan kündigt Toni Storms Rückkehr an
Toni Storm gehört weiterhin zu den Plänen von AEW. Der Präsident bestätigte nach WrestleDream am 17. Oktober 2026, dass die frühere AEW Women’s World Championesse zurückkehren werde. Wann und wo dies geschehen soll, ließ er allerdings offen.
„Toni Storm ist bei vielen von uns in Gedanken. Ich kann nicht sagen, wann oder wo, aber ich weiß, dass sie zu AEW zurückkehren und sich an der Person rächen wird, die sie ausgeschaltet hat“, erklärte Khan.
Damit griff er ausdrücklich die Storyline auf, mit der Storm im März aus dem Programm geschrieben worden war. Vor ihrem angesetzten Match gegen Marina Shafir bei Dynamite am 18. März wurde sie nach einem Angriff backstage aufgefunden. Ihre Rückkehr soll demnach an diesen bislang ungeklärten Übergriff anknüpfen.
Zum tatsächlichen Hintergrund ihrer Abwesenheit äußerte sich Khan nicht. Zugleich lobte er die übrigen Wrestlerinnen, die während ihrer Pause Verantwortung übernommen hätten, und hob Mercedes Moné als amtierende World Championesse hervor.
Kairi Sane weckt Khans Interesse
Auch eine mögliche Verpflichtung von Kairi Sane wurde angesprochen. Khan bezeichnete die frühere WWE-Wrestlerin als hervorragende Athletin und bestätigte, dass ihm ihre Verfügbarkeit als Free Agent bekannt sei.
„Ich kann mich dazu im Moment nicht äußern, aber ich weiß sehr wohl, dass sie ein Free Agent ist, und freue mich darüber. Das ist sehr, sehr interessant, und diese Möglichkeit reizt mich sehr“, erklärte er.
Damit bestätigte Khan weder eine Einigung noch laufende Vertragsverhandlungen. Fightful berichtete ergänzend unter Berufung auf Fightful Select, dass Kairi bis zu diesem Wochenende noch nicht unterschrieben habe. Lose Gespräche hätten jedoch stattgefunden. Gleichzeitig bestehe großes Interesse aus Japan, wobei die Gespräche mit AEW weitere Entscheidungen verzögerten. Diese Angaben stammen aus der Recherche des Portals und nicht aus Khans Antwort.
Warum AEW nur ausgewählte House Shows veranstaltet
Beim Veranstaltungskalender hält Khan an einer begrenzten Zahl von Shows fest, die nicht im Fernsehen ausgestrahlt werden. Als Beispiele nannte er „House Rules” in Australien nach dem Grand Slam im Februar und „Brawl in the Ballpark” bei den Minnesota Twins im Sommer.
Solche Veranstaltungen sollen nach seiner Vorstellung gezielt eingesetzt werden: Wrestler können zusätzliche Erfahrung sammeln, jüngere Talente erhalten Auftrittsmöglichkeiten und AEW kann Material für eine spätere Verwendung aufzeichnen. Gleichzeitig müssten die Veranstaltungen wirtschaftlich sinnvoll sein und den Qualitätsansprüchen der Zuschauer entsprechen.
Ein weiterer Grund für den überschaubaren Kalender sei die körperliche Belastung. Angesichts der intensiven Matches im Fernsehen wolle er seinen Wrestlern nicht noch zahlreiche zusätzliche Einsätze pro Monat abverlangen.
„Das gehört zum Geschäftsplan von AEW“, betonte Khan. Die Verbindung aus wöchentlichem Fernsehen, einem großen Kader und vergleichsweise wenigen House Shows solle dazu beitragen, die Aktiven gesund zu halten.
Mehrere Gespräche mit David Ellison über AEWs Zukunft
Khan bestätigte außerdem mehrere Gespräche mit David Ellison über die weitere Zusammenarbeit. Hintergrund ist die am 6. Oktober abgeschlossene Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance. Das zusammengeführte Unternehmen tritt unter dem Namen Skydance auf. „Ich hatte einige großartige Gespräche mit David Ellison über AEW. Er freut sich sehr auf die Partnerschaft mit AEW“, berichtete Khan.
Aus seiner Sicht entstehen durch die Zusammenführung zusätzliche Möglichkeiten und Ressourcen. Besonders wichtig sei für AEW, dass TBS, TNT und das Streaminggeschäft unter einem gemeinsamen Dach bleiben. Die Promotion ist mit ihren Sendungen und Veranstaltungen auf diesen Plattformen vertreten.
Khan wies zudem auf die im Jahr 2024 vereinbarte Verlängerung der Zusammenarbeit mit Warner Bros. Discovery hin. Ellison kenne er bereits aus der NFL, außerdem sei dieser Wrestling-Fan. In diesem Zusammenhang kündigte Khan weder einen neuen Fernsehvertrag noch konkrete Programmänderungen an.
Zusammenarbeit mit EVE rund um einen US-Pay-per-View denkbar
Eine zusätzliche Möglichkeit sieht Khan in einer Veranstaltung mit Pro Wrestling EVE rund um einen AEW-Pay-per-View in den USA. Auf eine entsprechende Frage verwies er auf die bereits bestehende Zusammenarbeit und die positiven Erfahrungen im Umfeld von All In.
Auch Will Ospreay, der bei EVE an der kreativen Gestaltung mitwirkt, zeigte sich offen dafür. Er würde ein solches Projekt gerne verwirklichen, sofern es sich ermöglichen lasse. Ein Termin oder Austragungsort wurde nicht genannt.
Clockwork Carnage könnte zurückkehren
Den erstmals ausgetragenen Clockwork-Carnage-Main-Event bewertete Khan als gelungenen Test. Das Konzept komme damit auch für künftige Pay-per-View-Hauptkämpfe infrage. Eine weitere Ausgabe kündigte er noch nicht an.
Zur Besetzung von Blood & Guts erklärte Khan, zahlreiche Wrestler wollten teilnehmen. Für die endgültige Auswahl müsse zunächst feststehen, wer nach WrestleDream medizinisch einsatzfähig sei.
Das PAC-Gedenken hatte Vorrang vor dem Dynamite-Jubiläum
Schließlich erläuterte Khan eine Änderung an der Ausgabe vom 30. September. Ursprünglich sollte diese das siebenjährige Bestehen von Dynamite feiern. Nach PACs Tod habe jedoch dessen Leben gewürdigt werden sollen.
Die Show sei deshalb als eigenständiger Gedenkabend gestaltet worden. Werbung für WrestleDream oder Grand Slam France und das eigene Jubiläum hätten an diesem Abend keine Priorität gehabt. Khan würdigte den Einsatz aller Beteiligten, die ihrem verstorbenen Kollegen die bestmögliche Abschiedsshow ermöglichen wollten.
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