„The Butcher“ Andy Williams dachte über die Zeit nach dem Ring nach: AEW plante bereits das nächste Kapitel

Andy Williams „The Butcher“ mit erhobenen Fäusten, geöffnetem Mund, markantem Vollbart, Stirnband, zahlreichen Tattoos, schwarzen Armschonern und einer schwarz-roten Weste vor einer hell beleuchteten Wrestling-Bühne mit roten und blauen Scheinwerfern

Der Tod von Andy „The Butcher“ Williams bewegt die Wrestling-Welt weiterhin weit über AEW hinaus. Nach den zahlreichen Würdigungen der vergangenen Tage werden nun weitere Details bekannt, die zeigen, womit sich der 48-Jährige kurz vor seinem Tod beschäftigte und wie sein Vermächtnis fortgeführt werden soll.

Tony Khan enthüllt Gespräche über Williams‘ Zukunft bei AEW

Tony Khan machte vor der Collision-Ausgabe vom 12. September erstmals öffentlich, dass Andy Williams in den Wochen vor seinem Tod bereits über eine Zukunft außerhalb des Rings nachgedacht hatte. Williams habe ihm gegenüber offen angesprochen, dass er nicht für immer wrestlen könne, und eigene Ideen entwickelt, wie er AEW später auf andere Weise unterstützen könnte.

Dabei blieb es offenbar nicht bei einem unverbindlichen Gedankenaustausch. Nach Khans Darstellung fanden bereits im August Treffen mit Mitarbeitern des Unternehmens statt, die der AEW-Präsident selbst arrangiert hatte. Williams habe sowohl Vorstellungen für Promotions als auch Ideen für eine mögliche Arbeit hinter den Kulissen präsentiert. Khan sei ausdrücklich daran interessiert gewesen, ihn auch nach dem Ende seiner aktiven Karriere im Unternehmen zu halten.

Williams war seit Ende 2019 Teil von AEW und wurde dort vor allem als The Butcher an der Seite von The Blade und The Bunny bekannt. Sein Vertrag lief im Sommer 2026 aus, woraufhin er wieder verstärkt in der Independent-Szene auftrat. Die nun bekannt gewordenen Gespräche zeigen jedoch, dass sein Abschied als aktiver AEW-Wrestler offenbar nicht zwangsläufig das Ende seiner Verbindung zum Unternehmen bedeuten sollte.

Steve Kaye bestätigt die Treffen aus eigener Erfahrung

Inzwischen wurde Khans Darstellung von Steve Kaye, dem Gründer der Paragon Talent Group, der als Wrestling-Agent tätig ist, ausdrücklich bestätigt. Kaye erklärte, er sei selbst bei den betreffenden Treffen gemeinsam mit Williams anwesend gewesen.

Damit erhält die Geschichte zusätzliche Bedeutung, denn Williams hatte seine Vorschläge offenbar tatsächlich konkreten Ansprechpartnern vorgestellt. Kaye äußerte zugleich die Hoffnung, dass einige dieser Ideen eines Tages dennoch umgesetzt werden könnten. Seiner Einschätzung nach würden sowohl Fans als auch Wrestler gerne erfahren, was Williams für AEW im Sinn hatte.

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Ob das Unternehmen Teile seiner Konzepte tatsächlich aufgreifen wird, ist bislang nicht bekannt. Die Bestätigung macht jedoch deutlich, dass Williams bereits konkrete Überlegungen für ein nächstes Kapitel seiner Wrestling-Laufbahn verfolgt hatte.

100.000-Dollar-Spende verbindet Wrestling und Musik

AEW widmete Williams die Collision-Ausgabe vom Samstag und veranstaltete unter anderem eine nach The Butcher benannte Battle Royal. Daniel Garcia gewann das Match und erhielt dadurch die Möglichkeit, eine Spende über 100.000 US-Dollar in Williams‘ Namen einer Organisation seiner Wahl zukommen zu lassen.

Garcia entschied sich für MusiCares. Die Organisation unterstützt Menschen aus der Musikbranche unter anderem bei finanziellen Notlagen, gesundheitlichen Problemen und persönlichen Krisen. Die Wahl stellt gleichzeitig eine Verbindung zu Williams‘ zweiter großer Leidenschaft her. Lange bevor er einem breiteren Wrestling-Publikum bekannt wurde, hatte er sich als Gitarrist von „Every Time I Die“ einen Namen gemacht.

Gedenkfeier in Buffalo und langfristige Pläne

Zudem planen Williams‘ Familie und Freunde eine große öffentliche „Celebration of Life“. Sie soll am Sonntag, dem 27. September 2026, im Buffalo RiverWorks in Buffalo stattfinden. Die Veranstaltung ist kostenlos und für alle Altersgruppen zugänglich. Besucher werden lediglich gebeten, sich im Vorfeld über AndyWilliamsForever.com anzumelden.

Musik wird dabei eine wichtige Rolle spielen. Unter anderem werden Stephen Brodsky und Adam McGrath von Cave In, Dan O’Connor und Alan Day von Four Year Strong sowie Anthony Green akustische Tributeleistungen präsentieren. Fans, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, persönliche Videos mit Erinnerungen und Geschichten einzusenden. Diese sollen während der Veranstaltung gezeigt werden.

Zusätzlich werden Shirts und Hoodies angeboten, deren Erlöse vollständig an Williams‘ Familie gehen. Das Geld soll anschließend für wohltätige Zwecke verwendet werden. Langfristig verfolgen die Verantwortlichen sogar das Ziel, eine Andy Williams Foundation ins Leben zu rufen.

Cody Rhodes, Natalya und Tommaso Ciampa erinnern an Williams

Auch weitere Wrestler haben sich zu Williams geäußert. So erinnerte Cody Rhodes daran, wie The Butcher, The Blade und The Bunny 2019 bei einem Angriff auf ihn ihr AEW-Debüt feierten. Hinter Williams‘ einschüchternder Erscheinung habe sich ein warmer, intelligenter, kultivierter und künstlerischer Mensch verborgen, der in den Umkleideräumen seine Spuren hinterlassen habe.

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Natalya erklärte, die Nachricht von Williams‘ Tod habe bei ihr unmittelbar Erinnerungen an den Tod ihres Onkels Owen Hart geweckt. Sie betonte, dass in solchen Momenten Unternehmensgrenzen bedeutungslos würden und die Wrestling-Gemeinschaft zusammenrücke.

Tommaso Ciampa beschrieb die Stimmung innerhalb von AEW ebenfalls als ausgesprochen emotional. Die Trauer, die die Zuschauer während der Shows erlebt hätten, sei auch hinter den Kulissen deutlich zu spüren gewesen. Die gesamte Crew habe versucht, gemeinsam mit dem Verlust umzugehen.

Eine weitere ungewöhnliche Würdigung gab es außerhalb des Wrestlings: Beim NASCAR-Rennen am 12. September war Williams‘ Name auf dem Fahrzeug mit der Startnummer 42 von Brad Perez zu lesen.

Historische AEW-Houseshow erstmals vollständig veröffentlicht

Zum Abschluss machte AEW außerdem ein Stück seiner eigenen Geschichte öffentlich. „The House Always Wins“ vom 9. April 2021 ist erstmals vollständig für Fans verfügbar. Die Veranstaltung im Daily’s Place in Jacksonville war die erste nicht im Fernsehen ausgestrahlte Live-Show der Promotion und befand sich seit mehr als fünf Jahren im Archiv.

An diesem Abend spielte The Butcher eine zentrale Rolle. Er gewann die Battle Royal zum Auftakt und erhielt dadurch später ein Match gegen den damaligen TNT-Champion Darby Allin. Darüber hinaus traten unter anderem Cody Rhodes, Jade Cargill, Eddie Kingston und The Pinnacle auf. Konosuke Takeshita absolvierte bei dieser Veranstaltung zudem sein AEW-Debüt. Hier kann man sich die gesamte Show anschauen.