Karriereentscheidungen fallen im Wrestling oft lange, bevor die Zuschauer ihre Folgen im Ring erkennen. Bei Scorpio Sky und David Finlay geben neue Berichte und Interviewaussagen nun Einblicke in zwei unterschiedliche Situationen.
Scorpio Sky hatte bei All Out noch keinen neuen Vertrag unterschrieben
Scorpio Skys Zukunft bei AEW bleibt nach einem neuen Bericht von Fightful Select offen. Zum Zeitpunkt von All Out am 26. September 2026 hatte der frühere TNT Champion noch keinen neuen Vertrag mit der Promotion unterschrieben. Seine bisherige Vereinbarung soll im Oktober auslaufen. Ein konkretes Datum für das Vertragsende wurde nicht genannt.
Sky bleibt bei Ring of Honor aktiv
Unabhängig von seiner Vertragssituation steht Sky weiterhin unter dem AEW- und ROH-Dach im Ring. Fightful nennt die Ring-of-Honor-Aufzeichnung vom 28. September als seinen jüngsten Einsatz. Damit trat er auch nach All Out noch für die Schwesterpromotion an. Dort ist er Teil von SkyFlight, zu denen außerdem Dante Martin, Darius Martin, Matt Sydal, Leila Grey, Zayda Steel und Christopher Daniels gehören.
Sky zählt zu den Wrestlern, die bereits im Gründungsjahr 2019 zu AEW kamen. Gemeinsam mit Frankie Kazarian wurde er der erste AEW World Tag Team Champion. Später gewann er zweimal die TNT Championship. Während er in der Anfangszeit regelmäßig zu den präsentierten Namen gehörte, fiel seine Rolle im AEW-TV in den vergangenen Jahren deutlich kleiner aus.
Bereits im Juli hatte Sky im Podcast „Tagging In with Chris Harris“ über seine Zukunft gesprochen. Er erklärte, dass ihn die nächsten Schritte durchaus beschäftigten, er sich aber zunächst auf die laufenden Aufgaben konzentrieren wolle. Es gebe noch Storylines, Matches und besondere Momente, an denen er mitwirken möchte.
David Finlay erklärte seine Entscheidung für AEW
David Finlay blickte unterdessen auf eine bereits getroffene Entscheidung zurück. In der am 2. Oktober veröffentlichten Folge von „Talk Is Jericho“ erläuterte er, warum er sich nach seiner Zeit bei New Japan Pro Wrestling für AEW und gegen einen Einstieg bei WWE NXT entschieden hatte. Ausschlaggebend sei das Gesamtpaket aus Bezahlung und Terminplan gewesen.
Auch sein persönliches Umfeld spielte eine Rolle. Viele seiner Freunde arbeiten bei AEW, während sein Vater und sein Bruder zum WWE-System gehören. Eine Zusammenarbeit mit seiner Familie hätte ihn gereizt. Dennoch wollte er seinen bisherigen Weg fortsetzen und dabei möglichst selbst bestimmen können, wie er seine Karriere gestaltet. Die Möglichkeit, mit seinen Freunden zusammenzuarbeiten, betrachtete er als zusätzlichen Vorteil.
Ein erneuter Anfang bei NXT hätte ihm Schwierigkeiten bereitet
Finlay sprach außerdem darüber, wie er einen möglichen NXT-Einstieg empfunden hätte. Nach seiner bisherigen Laufbahn wäre es für ihn schwierig gewesen, erneut zurückzustecken und sich in dem von ihm erwarteten Umfang neu beweisen zu müssen. Seine Haltung brachte er mit den Worten auf den Punkt: „Ich habe mich bereits bewiesen.“
Die War Dogs entstanden aus einem abgelehnten Vorschlag
Im selben Gespräch erzählte Finlay auch, wie die Gruppierung entstand, deren Konzept er inzwischen bei AEW fortführt. Nachdem er im März 2023 die Führung des Bullet Club übernommen hatte, wollte er die traditionsreiche Gruppe zunächst beenden. NJPW habe den Vorschlag jedoch abgelehnt, weil der Bullet Club weiterhin Geld einbrachte. Als Kompromiss entstanden die Bullet Club War Dogs.
Den ursprünglichen Kern bildeten neben Finlay Gabe Kidd, Alex Coughlin, Clark Connors und Drilla Moloney. Finlay beschrieb seine Mitstreiter als Wrestler aus dem LA Dojo, die zuvor nicht ausreichend eingesetzt worden seien. Im Laufe der Zeit wuchs die Gruppierung, doch die Verbindung zu diesen ursprünglichen Mitgliedern blieb für ihn besonders wichtig.
Bei AEW tritt Finlay inzwischen mit Kidd und Connors als The Dogs an. Dass sie ihre gemeinsame Arbeit aus Japan in einer anderen Promotion weiterentwickeln können, erfülle ihn mit Stolz. Sie hätten die Möglichkeit, ihr Auftreten anzupassen und gleichzeitig auf dem aufzubauen, was sie miteinander geschaffen haben. Die Wiedervereinigung war für Finlay damit auch eine Gelegenheit, ein eigenes Kapitel seiner Karriere gemeinsam mit vertrauten Partnern fortzusetzen.
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