Die Auftritte von Roman Reigns erfordern eine Vorbereitung, die sich nicht immer so umsetzen lässt, wie er es sich vorstellt. Im Gespräch mit Men’s Health gewährt der WWE-Star Einblicke in seinen Trainingsalltag und seine hohen Ansprüche.
Ellenbogenbeschwerden erschwerten die Vorbereitung auf den Royal Rumble
Reigns berichtete, dass ihm nach Survivor Series im November beide Ellenbogen erhebliche Probleme bereitet hätten. Die Beschwerden zogen sich durch den Dezember und beeinflussten seine Vorbereitung auf den anschließenden Royal Rumble. Erst um die Veranstaltung im Januar herum hat sich sein Zustand langsam wieder normalisiert.
Während dieser Zeit konnte er nicht mit der Intensität trainieren, die er von sich selbst erwartet. Hinzu kam, dass er über die Feiertage keine strenge Diät eingehalten hatte und anschließend wieder zu einer konsequenteren Routine zurückfinden wollte. Die anhaltenden Schmerzen erschwerten es ihm jedoch, Training und Ernährung wie gewünscht aufeinander abzustimmen.
Nach einer entsprechenden Rehabilitation habe er sich schließlich besser gefühlt und wieder härter trainieren können. Seine Schilderung bezieht sich auf die damalige Vorbereitung. Eine neue Verletzung oder eine bevorstehende Auszeit kündigte er in diesem Zusammenhang nicht an.
Warum Reigns seinen Trainingsplan ständig anpassen muss
Einen unveränderlichen Trainingsplan hält Reigns angesichts der Belastungen im Wrestling für wenig sinnvoll. Entscheidend sei, wie sich sein Körper gerade anfühle, welche Beschwerden vorhanden seien und welche Bereiche sich ohne größere Einschränkungen belasten ließen. Auch die sportliche Vorgeschichte und die Anforderungen des jeweiligen Berufs müssten berücksichtigt werden.
Als Beispiel beschrieb er eine Situation, in der ein Ellenbogen Probleme bereitet, die Schultern aber belastbar sind. Dann versuche er, gezielt dort weiterzuarbeiten, wo sein Körper es zulasse. Sein Training richte sich deshalb auch danach, welche Spuren die vorangegangenen Auftritte hinterlassen hätten.
Für Reigns gehört dazu, die eigenen Grenzen rechtzeitig zu erkennen. Wer das ganze Jahr über körperlich gefordert sei, müsse auf die Signale seines Körpers hören und ihnen vertrauen. Die Erfahrung mit seinen Ellenbogen hat ihm gezeigt, wie stark selbst einzelne Beschwerden die gesamte Vorbereitung beeinflussen können.
Der kritische Blick auf den eigenen Körper
Neben den körperlichen Belastungen sprach Reigns offen über seine Selbstwahrnehmung. Beim Rückblick auf den Royal Rumble beschrieb er sich als weniger definiert, als er es sich für WrestleMania wünschte. Auch ein Kompliment seines Gesprächspartners änderte nichts daran, dass er selbst deutlich kritischer auf sein Aussehen blickte.
Dabei verwendete Reigns den Begriff „Body Dysmorphia“ und sprach von einem inneren Kritiker. Auch wenn Schultern und Arme gut entwickelt seien, falle sein Blick zuerst auf den Bauch oder andere Stellen, mit denen er nicht zufrieden sei. Eine ärztliche Diagnose erwähnte er in den vorliegenden Aussagen nicht.
Durch seine jahrelange Arbeit im Training verfüge er zwar über eine solide Muskelbasis. Gleichzeitig gehöre das Aussehen zu seinem Beruf. Diesen Anspruch habe er bewusst angenommen. Dennoch sei es schwierig, dauerhaft in bestmöglicher Form zu bleiben und zugleich die körperlichen sowie emotionalen Anforderungen seiner Auftritte zu erfüllen.
Reigns zählt sich ausdrücklich nicht zu den Menschen, die ohne große Mühe ganzjährig besonders definiert aussehen. Scherzhaft erklärte er, schon der Anblick eines Donuts scheine bei ihm Wassereinlagerungen auszulösen. Seine Form unterliege Schwankungen, die sich nicht allein durch zusätzliche Trainingseinheiten erklären oder ausgleichen ließen.
Familie, Alltag und langfristige Ziele spielen ebenfalls eine Rolle
Verletzungen, mentale Belastungen und das Privatleben wirken sich nach seiner Einschätzung ebenfalls auf die körperliche Verfassung aus. Auch Wrestler hätten Familien, müssten Rechnungen bezahlen und ihre Kinder zur Schule bringen. Was außerhalb der Arbeit geschehe, könne beeinflussen, wie ein Performer sich fühle und zu unterschiedlichen Zeitpunkten aussehe.
Trotz seiner Selbstkritik betrachtet Reigns seine frühere Form nicht automatisch als unerreichbares Ideal. Auf die Frage, ob er dem Körper seiner frühen Dreißiger nachjage, erklärte er, sich in seiner besten Verfassung vielmehr heute auf seinem körperlichen Höhepunkt zu sehen.
Dabei verändert er auch seine Prioritäten im Training. Reigns legt mehr Wert auf seine Beine und darauf, beweglich zu bleiben. Zusätzliche Masse an Brust, Schultern und Armen steht weniger im Vordergrund, damit er langfristig leistungsfähig bleibt.
Wenn er mit seinem Aussehen an einem bestimmten Tag nicht zufrieden sei, wolle er daraus keinen endgültigen Maßstab machen. Sein Ansatz bestehe darin, weiterzuarbeiten und Fortschritte zuzulassen, statt sich von einer einzelnen Momentaufnahme entmutigen zu lassen.
Hinterlasse jetzt einen Kommentar