Oba Femi hat sich innerhalb kurzer Zeit mitten in einem der körperlichsten Programme bei Raw wiedergefunden. Ein kleiner Moment während der jüngsten Auseinandersetzung mit The Vision sorgt nun allerdings auch abseits der Kameras für Aufmerksamkeit und wirft die Frage auf, wie viel davon tatsächlich so vorgesehen war.
Ungeplanter Moment zwischen Oba Femi und Bronson Reed fiel backstage auf
Während der Raw-Ausgabe vom 7. September griff Oba Femi ein, nachdem The Vision Otis und Akira Tozawa attackiert hatte. Zunächst konnte sich Femi gegen Austin Theory, Bron Breakker und Bronson Reed behaupten, ehe die zahlenmäßige Überlegenheit schließlich zu viel wurde. Breakker traf ihn mehrfach mit dem Spear, während Reed mehrere Tsunamis folgen ließ. Während Femi am Boden lag, stellte Reed seinen Fuß auf dessen Rücken, woraufhin Femi ihn sofort wegschlug.
Genau diese Reaktion soll laut WrestleVotes auf Fightful Select nicht Teil des geplanten Segments gewesen sein. Hinter den Kulissen habe es anschließend definitiv Gespräche über den Moment gegeben. Mehrere Personen innerhalb von WWE sollen die Aktion bemerkt haben, wobei einige Verantwortliche mit Femis Reaktion offenbar nicht glücklich gewesen seien. Bislang gibt es allerdings keinen Hinweis darauf, dass daraus eine formelle Strafe oder größere Backstage-Probleme für den früheren NXT Champion entstanden sind.
Bronson Reed 100% went off script and tried to do what Oba Femi had permission to do with Brock Lesnar after standing tall….put his foot on him. Oba Femi was having none of it and made Reed immediately take his foot off #WWERaw pic.twitter.com/uND6ghE73j
— Jay Henry (@jay_h3nry) September 8, 2026
Was genau nicht abgesprochen war, ist entscheidend
Bei der Einordnung ist wichtig, zwischen zwei verschiedenen Dingen zu unterscheiden. Der Bericht bestätigt lediglich, dass Femis Reaktion, also das Wegschlagen von Bronson Reeds Fuß, nicht im Skript vorgesehen gewesen sein soll. Daraus lässt sich nicht automatisch schließen, dass auch Reed eigenmächtig gehandelt und seinen Fuß ohne vorherige Absprache auf Femis Rücken gestellt hatte. Ob dieser Teil des Segments geplant war, ist nach aktuellem Stand nicht bekannt.
Gerade diese offene Frage führte unter den Fans zu unterschiedlichen Interpretationen. Einige sahen in Femis Reaktion lediglich eine passende Fortsetzung seiner dominanten „Ruler“-Darstellung und argumentierten, dass sich eine Figur wie Femi selbst nach einem Beatdown nicht einfach demütigen lassen würde. Andere werteten die sichtbare Reaktion als Hinweis darauf, dass ihm der Moment tatsächlich missfiel. Belastbar klären lässt sich anhand der TV-Bilder jedoch nur, dass die anschließende Bewegung laut WrestleVotes nicht vorgesehen war.
Vergleiche mit einer früheren Szene um Brock Lesnar
In der Diskussion wurde auch eine frühere Szene mit Brock Lesnar aufgegriffen. Damals hatte Femi selbst nach einem dominanten Moment seinen Fuß auf Lesnar gestellt. Aufnahmen und damalige Berichte legten nahe, dass Lesnar ihm signalisiert hatte, diese Pose einzunehmen. Genau deshalb ziehen einige Fans nun einen Vergleich zur Situation mit Reed, obwohl die Ausgangslage nicht zwangsläufig dieselbe gewesen sein muss.
Auch der ehemalige WWE-Wrestler Lars Sullivan stellte sich öffentlich auf Femis Seite und vertrat die Ansicht, Reed hätte seinen Fuß nicht auf ihn stellen sollen. Seine Äußerungen liefern jedoch keine zusätzlichen Informationen darüber, was WWE tatsächlich geplant hatte. Sullivan besitzt keine erkennbare Insiderkenntnis zu dem aktuellen Raw-Segment, weshalb seine Aussagen lediglich als persönliche Reaktion zu verstehen sind.
Están criticando a Oba Femi por esto, cuando dominó a Lesnar, este último le dijo que le pusiera el pie encima para que se viera más dominante, algo que Bronson Reed replicó ayer pero Oba se lo sacó de mala gana.
¿Justificado lo que hizo The Ruler? pic.twitter.com/EPRsRGYSxO
— EL TIM (@TIMWrestling) September 8, 2026
WWE hatte Bronson Reed gegen Oba Femi offenbar schon länger im Blick
Unabhängig von der ungeplanten Situation deutet vieles darauf hin, dass WWE die beiden ohnehin gezielt auf ein größeres Programm vorbereitet. WrestleVotes berichtete bereits im August, dass Bronson Reed nach seiner Rückkehr als wichtiger Main Event Heel präsentiert werden sollte. Schon damals wurde Oba Femi als möglicher Gegner für später im Jahr genannt. Inzwischen hat sich diese damals noch theoretische Paarung deutlich weiterentwickelt.
Reed kehrte bei Sunday Night’s Main Event zurück und geriet dort unmittelbar mit Femi aneinander. Nur einen Abend später gehörte er zu den Mitgliedern von The Vision, die Femi bei Raw gemeinsam ausschalteten. Damit hat WWE innerhalb weniger Tage mehrfach eine direkte körperliche Konfrontation zwischen beiden aufgebaut, ohne bislang ein offizielles Singles Match anzukündigen.
Bronson Reed nimmt Oba Femi nun auch verbal ins Visier
Reed selbst machte nach Raw deutlich, dass Femi für ihn offenbar ein konkretes Ziel darstellt. Bei „Raw Recap: WWE Now“ präsentierte er sich als jemand, der vermeintlich unbesiegbare Gegner zu Fall bringen könne, und verwies dabei unter anderem auf frühere Erfolge gegen Kazuchika Okada und Roman Reigns. Anschließend nahm er ausdrücklich Femi ins Visier und erklärte sinngemäß, die Fans sollten abwarten, bis er auch den „Ruler“ besiegt habe.
Damit scheint die grundsätzliche Richtung unabhängig vom kurzen Backstage-Unmut unverändert zu bleiben. WWE positioniert Reed weiterhin als Gefahr für Femi, während beide auch außerhalb des eigentlichen Matches immer stärker gegeneinander aufgebaut werden. Ob der ungeplante Raw-Moment hinter den Kulissen schnell abgehakt wird oder bei der weiteren Zusammenarbeit noch eine Rolle spielt, ist derzeit nicht bekannt.

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