Lil Yachty erwägt ein Musik-Aus: Was ihn an WWE begeistert

Lil Yachty und Trick Williams im Ring

In diesem Jahr sammelte Lil Yachty an der Seite von Trick Williams einige Erfahrungen vor den WWE-Kameras und bestritt bereits sein erstes Match. Im Gespräch mit Complex blickte der Rapper auf die Anforderungen seiner Wrestling-Auftritte zurück und sprach über seine weiteren beruflichen Ziele.

Lil Yachty stellt eine Vollzeitkarriere bei WWE in Aussicht

Im Interview mit Jordan Rose erklärte Yachty, dass er sein Engagement bei WWE zu einer Vollzeittätigkeit ausbauen wolle. Dabei brachte er auch einen möglichen Abschied von seiner bisherigen Musikkarriere ins Spiel. Sollte er diesen Weg einschlagen, könne er sich vorstellen, überhaupt kein weiteres Album mehr zu veröffentlichen.

Diese Überlegung verband er mit konkreten Bedingungen. Er wolle innerhalb von WWE aufsteigen und die Verdienstmöglichkeiten erreichen, die er sich vorstelle. Wenn beides zusammenkomme, sei er bereit, die Musik hinter sich zu lassen und seine berufliche Zukunft vollständig dem Wrestling zu widmen.

Auch die körperlichen Anforderungen schrecken ihn nach eigener Aussage nicht ab. Yachty erklärte, er würde Wrestling-Aktionen ausführen, sich durch Tische werfen lassen und weitere Aktionen übernehmen, solange sein Körper mitspiele. Er verband diese Aussicht mit seinem Wunsch, dauerhaft bei WWE zu arbeiten.

Die strengen Abläufe bei WWE gefallen ihm

Ausgangspunkt seiner Ausführungen war die Frage, ob er aus seinen WWE-Auftritten etwas für seine Konzerte gelernt habe. Yachty sah zwischen beiden Tätigkeiten erhebliche Unterschiede. Bei seinen eigenen Shows bestimme er selbst die Regeln und den Ablauf. Im Wrestling müsse er sich dagegen an die zeitlichen Vorgaben und die Arbeit mit Kameras und Producern anpassen.

Besonders beschäftigt ihn das kurze Zeitfenster, das den Beteiligten während einer TV-Show zur Verfügung steht. Innerhalb eines Segments müsse man es schaffen, seine Botschaft zu vermitteln, die Zuschauer zu erreichen und einen Eindruck zu hinterlassen, an den sie sich bis zur nächsten Ausgabe erinnern können.

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Bei SmackDown bedeutet das, am Freitag genügend Aufmerksamkeit zu gewinnen, um dem Publikum auch in den folgenden sechs Tagen im Gedächtnis zu bleiben. Dieser Anspruch unterscheidet sich für ihn deutlich von den Freiheiten bei einem eigenen Konzert. Die strengere Arbeitsweise und die damit verbundene Disziplin gefallen ihm ausdrücklich.

Sein nächstes Album beschäftigt ihn

Im selben Gespräch erläuterte Yachty, weshalb die Arbeit an seinem nächsten Album nur langsam vorankomme. Er wolle mit dem Ergebnis selbst zufrieden sein, finde zwischen seinen Verpflichtungen aber kaum längere zusammenhängende Phasen im Studio. Zwar verfügt er über Hunderte Songs, für die Fertigstellung benötigt er jedoch mehrere Tage und Wochen am Stück.

Zudem erschwert die räumliche Entfernung zu seinen wichtigsten musikalischen Partnern die Zusammenarbeit. Diese leben überwiegend in Los Angeles und New York, während er selbst in Atlanta ist. Er betonte, dass er Auftritte und Tourneen liebe und das Album gern selbst veröffentlichen würde. Einige Bestandteile seien bereits vorhanden, doch das Gesamtwerk sei noch weit von der Fertigstellung entfernt.

Ursprünglich wollte er als Manager zu WWE

Seine ersten Vorstellungen von einer WWE-Karriere beschrieb Yachty bereits in einem früheren Interview mit Chris Van Vliet bei „Insight“. Dort erklärte er, ursprünglich als Manager auftreten zu wollen. Eigene Matches seien zunächst kein Bestandteil seines Plans gewesen.

Die Gelegenheit zum Einstieg ergab sich im Vorfeld von WrestleMania. Yachty sollte Trick Williams bei dessen Einzug begleiten. Ihm sei jedoch wichtig gewesen, die Verbindung zu Williams zuvor im WWE-TV aufzubauen, damit der gemeinsame Auftritt für die Zuschauer nachvollziehbar werde.

Deshalb schlug er zusätzliche Auftritte bei SmackDown vor. Laut eigenen Angaben bezahlte er seine Reisen anfangs selbst, um sein Interesse an einer längerfristigen Zusammenarbeit zu zeigen. Während der Proben für WrestleMania sprach ihn schließlich Bruce Prichard an und bot ihm einen Vertrag an.

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Trick Williams erstes Match brachte ihm eine Titelchance ein

Yachty trat am 3. April erstmals bei SmackDown an der Seite von Williams auf. Dieser bereitete sich zu diesem Zeitpunkt auf sein Match gegen den United States Champion Sami Zayn bei WrestleMania 42 vor. Noch während derselben Show lenkte Yachty Zayn ab, sodass Williams einen Angriff auf den Champion durchführen konnte.

Am 6. September folgte bei WWE Sunday Night’s Main Event sein eigenes In-Ring-Debüt gegen Baron Corbin. Die Aufgabe bestand darin, fünf Minuten gegen den damaligen United States Champion zu überstehen. Bei Erfolg sollte Williams noch am selben Abend ein Titelmatch erhalten.

Kurz vor Ablauf der Zeit verhinderte Yachty mit einem Tiefschlag eine Aktion von Corbin vom Seil. Somit überstand er die Herausforderung. Anschließend beförderte Corbin ihn jedoch mit einem Chokeslam durch einen Tisch. Trotzdem erhielt Williams die vereinbarte Titelchance und gewann die United States Championship zurück. Dabei half ihm Yachty, indem er Corbin zwischenzeitlich daran hinderte, den Titel als Waffe einzusetzen.

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