Kane über The Undertaker, seine Demaskierung und Triple Hs kreative Arbeit

Kane steht auf dem Apron und blickt in die Zuschauermenge

Kane hat bei einem gemeinsamen Auftritt mit Matt Hardy auf der Big Texas Comicon über drei prägende Teile seiner WWE-Karriere gesprochen. Seine Antworten reichten vom langen Erzählbogen mit The Undertaker über die Entscheidung, die Maske abzunehmen, bis zu seiner Einschätzung von Triple H als kreativem Verantwortlichen. Dabei beschrieb er, weshalb für ihn Veränderung und Kontinuität zusammengehören.

Mehr als eine gewöhnliche Rivalität

Die Geschichte von Kane und The Undertaker betrachtet Glenn Jacobs als eine besonders starke Form des Erzählens bei WWE. Sie habe Figuren geschaffen, deren Vergangenheit auch außerhalb einzelner Matches vorstellbar gewesen sei. In seiner Beschreibung erinnerte sie eher an eine fortlaufende Mythologie aus Fantasyromanen oder Comics als an eine kurzfristige Fehde mit klarem Anfang und Ende.

Obwohl die Beziehung der beiden Charaktere über Jahrzehnte immer wieder aufgenommen wurde, liegen Kanes liebste Momente am Beginn. Seine Ankunft beim „Bad Blood“-Event am 5. Oktober 1997 und das erste WrestleMania-Match gegen The Undertaker im folgenden Jahr seien für ihn Anfang und Abschluss eines ersten Kapitels. Dass die Geschichte danach so lange weitergehen würde, habe damals wohl niemand absehen können.

Beim Debüt riss Kane die Tür der Hell in a Cell Konstruktion auf und stellte sich seinem vermeintlichen Bruder. Die spätere Begegnung bei WrestleMania XIV gab der über Monate aufgebauten Spannung ihren ersten großen Abschluss im Ring. In seiner Rückschau bezeichnete Kane den Veranstaltungsort des WrestleMania-Matches als Boston Garden. Tatsächlich fand WrestleMania XIV im damaligen FleetCenter in Boston statt.

Warum Kane die Maske ablegen wollte

Für eine lange Karriere müsse ein Wrestler seine Figur weiterentwickeln, erklärte Kane auf dem Panel. Wer immer nur dieselben Reaktionen und Abläufe wiederholt, wird irgendwann eindimensional. Als Beispiele für Veränderungen nannte er unter anderem The Undertaker, Shawn Michaels, Triple H sowie Matt und Jeff Hardy.

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Auch seine eigene maskierte Figur habe aus seiner Sicht eines Tages eine Grenze erreicht. Die geheimnisvolle Darstellung funktionierte, doch er selbst wollte nicht dauerhaft auf den schweigsamen, körperlich bedrohlichen Charakter festgelegt sein. Nach der Niederlage gegen Triple H bei „Raw“ am 23. Juni 2003 musste Kane seine Maske abnehmen. Der Schritt eröffnete nach seiner Erinnerung mehr, als er zunächst erwartet hatte: Aus dem vor allem körperlichen Monster wurde eine Figur, die auch psychologisch bedrohlich wirken konnte.

Kane stellte die Veränderung dabei nicht als Abkehr von allem Vorherigen dar. Gerade weil die Figur dem Publikum bereits vertraut war, konnte ein neuer Aspekt überraschend wirken. Für ihn lag der Gewinn darin, auf einer bekannten Geschichte aufzubauen und trotzdem andere Reaktionen hervorzurufen.

Dabei verschwand die frühere Geschichte nicht. Spätere Phasen mit und ohne Maske bauten auf dem bereits Erzählten auf. Kane führte auch „Team Hell No“ mit Daniel Bryan als Beispiel an, wie viel Spielraum er noch in der Figur fand. Durch diese Partnerschaft konnte er komödiantische Seiten zeigen. Einen großen Teil des Humors schrieb er Bryan zu; für ihn selbst war entscheidend, nicht auf eine einzige Ausdrucksform reduziert zu bleiben.

Was Kane an Triple H überzeugt

Als die Runde nach besonders guten Wrestling-Storylines und kreativen Köpfen fragte, wollte Kane zunächst kein allgemeingültiges Ranking aufstellen. Solche Urteile hingen für ihn stark vom persönlichen Geschmack ab. Bei Paul Levesque, der als Triple H die kreative Leitung bei WWE verantwortet, formulierte er jedoch ein klares persönliches Urteil: Er halte ihn für den besten kreativen Kopf im Wrestling, den er erlebt habe.

Kane bezog dieses Lob nicht allein auf einzelne Storylines oder die Fernsehproduktion. Er hob auch hervor, dass Levesque Kooperationen mit anderen Promotions ermögliche. Nach Kanes Ansicht profitiere WWE davon, wenn die Wrestling-Branche insgesamt gesund sei und so auch neue Talente hervorbringe.

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