Good Brothers enthüllen verpasste WWE-Option: „Wir hätten wohl zugestimmt“

Luke Gallows und Karl Anderson stehen mit Mikrofonen vor einer WWE-Zuschauerkulisse, während Gallows ernst nach vorn blickt und Anderson lächelnd neben ihm steht

Doc Gallows und Karl Anderson haben einen auffälligen Unterschied zwischen ihrem WWE-Abgang und den späteren Vertragsgesprächen anderer Veteranen beschrieben. In ihrem „Talk’n Shop“-Podcast erklärten die Good Brothers, dass ihnen WWE vor der Trennung nicht einmal die Möglichkeit einer Gehaltskürzung angeboten habe. Was zunächst als scherzhafter Austausch begann, führte zu einer klaren Aussage.

WWE stellte Gallows und Anderson offenbar nicht vor eine Wahl

Gallows griff im Podcast Berichte über erfahrene WWE-Talente auf, die zwischen einer Vertragsauflösung und einer Fortsetzung zu deutlich geringeren Bezügen wählen konnten. Nach seiner Darstellung gab es ein solches Gespräch bei den Good Brothers nicht. WWE habe weder neue Bedingungen vorgeschlagen noch gefragt, ob das Team zu einem niedrigeren Gehalt bleiben wolle.

Anderson wollte daraufhin wissen, ob Gallows einer Kürzung überhaupt zugestimmt hätte. Zunächst wichen beide der Frage mit ihrem typischen Humor aus und deuteten an, dass sie das Angebot womöglich abgelehnt hätten. Wenig später wurden sie konkreter. Anderson räumte ein, dass er wahrscheinlich zugestimmt hätte, Gallows schloss sich dieser Einschätzung an.

Für beide liegt der entscheidende Punkt daher weniger in einer nachträglichen Forderung nach Weiterbeschäftigung als in der fehlenden Wahlmöglichkeit. Andere Veteranen konnten offenbar abwägen, ob sie geringere Einnahmen für einen weiteren WWE-Verbleib akzeptieren wollten. Gallows und Anderson erfuhren nach eigener Darstellung unmittelbar von ihrem Ende, ohne eine vergleichbare Alternative erhalten zu haben.

Die zweite WWE-Zeit endete in einer schwierigen Phase

Die Good Brothers waren im Oktober 2022 zu WWE zurückgekehrt und erneut an der Seite von AJ Styles als Teil von The O.C. eingesetzt worden. Für beide war es bereits der zweite gemeinsame Run. Ihre erste Zeit im Unternehmen hatte im April 2020 mit einer Entlassung kurz nach WrestleMania 36 geendet. Auch die zweite Trennung kam unter besonderen Umständen. WWE entließ Gallows und Anderson am 8. Februar 2025. Anderson war zu diesem Zeitpunkt verletzt und hatte nach eigener Aussage damit gerechnet, zumindest den laufenden Vertrag erfüllen zu können. Ein sofortiges Ende war für ihn deshalb nicht die naheliegende Erwartung.

Siehe auch  Seth Rollins kehrt in den Ring zurück: WWE South America Live Tour mit allen Ergebnissen aus Quito, Ecuador (09.09.2026)

Ihr letzter gemeinsamer WWE-TV-Auftritt lag zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere Monate zurück. Im September 2024 verloren sie bei NXT gegen Hank Walker und Tank Ledger. Danach blieb ihre Rolle begrenzt, während Andersons Verletzung weitere Einsätze verhinderte. Gerade diese längere Phase ohne regelmäßige Auftritte hätte aus ihrer Sicht Raum für ein Gespräch über neue Bedingungen geboten. Ob WWE aus sportlichen, wirtschaftlichen oder anderen Gründen darauf verzichtete, erläuterten sie nicht.

Der Kontext macht verständlich, weshalb die beiden heute auf die fehlende Verhandlungsmöglichkeit zurückkommen. Ein reduziertes Angebot hätte ihnen erlaubt, den sportlichen und medizinischen Übergang selbst abzuwägen.

Nach der Entlassung fanden die Good Brothers einen neuen Weg

Gallows und Anderson blieben nach ihrem WWE-Aus nicht dauerhaft ohne Auftritte. Im Mai 2025 kehrten sie bei „Resurgence“ gemeinsam zu New Japan Pro Wrestling zurück. Weitere Engagements führten sie unter anderem zu Pro Wrestling NOAH, Maple Leaf Pro Wrestling und Major League Wrestling. Das Team konnte seine gemeinsame Laufbahn damit außerhalb von WWE fortsetzen.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*