Zwischen Wrestling-Ring und Filmset stellen sich für Cody Rhodes inzwischen Fragen, die über seinen nächsten Gegner hinausgehen. Neue Angaben zu seiner beruflichen Zukunft zeigen, wie er die kommenden Jahre gestalten möchte und welche Rolle WWE dabei spielt.
Cody Rhodes hat seinen WWE-Vertrag um fünf Jahre verlängert
Cody Rhodes hat sich langfristig an die WWE gebunden. Wie die „New York Times“ in einem am 15. Oktober veröffentlichten Artikel berichtet, hat der 41-Jährige kürzlich eine Vertragsverlängerung über fünf Jahre unterschrieben. Damit dürfte er der Promotion bis mindestens 2031 erhalten bleiben. Ein konkretes Ablaufdatum wurde nicht genannt.
Die Verlängerung selbst hatte Rhodes bereits Anfang Oktober im „Flagrant“-Podcast von Andrew Schulz öffentlich gemacht. Neu ist nun die Laufzeit. Damals erklärte er außerdem, seine Wrestling-Karriere bei WWE beenden zu wollen. Angaben zu seiner Bezahlung oder zu einer vertraglich vereinbarten Zahl an Auftritten liegen in den ausgewerteten Berichten nicht vor.
Rhodes rechnete zunächst mit einer Absage an sein Filmprojekt
In dem Bericht der „New York Times“ geht es zudem um die Darsteller Rhodes und Roman Reigns in „Street Fighter“. Rhodes übernimmt die Rolle des Guile, Reigns spielt Akuma. Der US-Kinostart ist für den 16. Oktober angesetzt, während der Film hierzulande bereits angelaufen ist.
Wie bereits berichtet, hatte sich Rhodes zunächst auf eine Ablehnung durch die WWE eingestellt. Präsident Nick Khan erläuterte, dass Film- und Fernsehangebote einzeln geprüft würden. Größere Bekanntheit außerhalb von WWE könne auch die Popularität innerhalb der Promotion steigern. Rhodes und Reigns hätten sich die Unterstützung für solche Projekte verdient.
Warum Filmrollen seine WWE-Laufbahn verlängern könnten
Wie er Schauspiel und Wrestling miteinander verbinden möchte, hatte Rhodes bereits bei „Flagrant“ erklärt. Weitere Filmprojekte müssten aus seiner Sicht nicht bedeuten, WWE dauerhaft zu verlassen. Er könne sich in Abstimmung mit der Promotion zeitweise zurückziehen, andere Aufgaben übernehmen und anschließend wieder zurückkehren.
Rhodes brachte diese Möglichkeiten sogar mit einer potenziell längeren WWE-Laufbahn in Verbindung. Die Zusammenarbeit erlaube ihm, auch außerhalb des Rings tätig zu werden und trotzdem mit der Promotion verbunden zu bleiben. Einen konkreten Zeitraum für eine weitere Auszeit nannte er in den dazu veröffentlichten Aussagen nicht.
Auch seine Sicht auf den Ruhestand habe sich verändert. Früher habe er eine bestimmte Altersgrenze im Kopf gehabt. Inzwischen sehe er an Kollegen, dass eine Karriere im Wrestling nach dem letzten eigenen Match in einer anderen Funktion weitergehen könne.
Als Beispiele führte er Bobby Roode und Michael Hayes an. Roode hat sich zu einem wichtigen Produzenten großer Matches entwickelt. An solchen Laufbahnen erkennt Rhodes, dass Menschen dem Geschäft erhalten bleiben können, indem sie andere Aufgaben übernehmen.
Seine Familie prägt die Gedanken an den Abschied
Für seine langfristige Planung spielt auch das Familienleben eine wesentliche Rolle. Im Gespräch mit WrestleTalk erklärte Rhodes, nicht mehr mit Wrestling seinen Lebensunterhalt verdienen zu wollen, wenn seine Tochter elf Jahre alt sei. Seine älteste Tochter Liberty wurde 2021 geboren und erreicht dieses Alter 2032.
Die nun berichtete Vertragsdauer liegt damit nahe an dem Zeitraum, den Rhodes selbst für das Ende seiner aktiven Karriere angedeutet hat. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, dass dieser Vertrag seine letzten Jahre als Vollzeitwrestler abdeckt.
Bei „Flagrant“ beschrieb Rhodes zudem, wie wichtig ihm die Anwesenheit seiner eigenen Eltern während seiner Kindheit gewesen sei. Sie seien bei Spielen und anderen wichtigen Ereignissen dabei gewesen. Seinen beiden Töchtern möchte er eine vergleichbare Unterstützung geben. Wann er dafür beruflich kürzertreten wird, ließ er offen.
Was Rhodes von John Cenas Abschied mitnimmt
Gegenüber WrestleTalk sprach Rhodes auch darüber, was ihn an John Cenas Umgang mit dem Karriereende beeindruckt habe. Besonders schätze er die Entschlossenheit, mit der Cena seinen Abschied behandle. Rhodes habe den Eindruck, dass Cena eine solche Entscheidung tatsächlich ernst meine und hinter ihr stehe.
Für seine eigene letzte Karrierephase hofft Rhodes außerdem, sportlich noch Risiken einzugehen. Dabei möchte er sich nicht ausschließlich auf Gegner beschränken, denen bereits eine große Zukunft zugetraut wird. Auch Wrestler, die sich auf einer solchen Bühne erst beweisen müssen, sollen nach seiner Vorstellung eine Chance erhalten können.
Gerade diese offenen Situationen machen für ihn einen besonderen Reiz des Wrestlings aus: Ein Auftritt kann zeigen, ob jemand bereit ist, künftig eine größere Rolle zu übernehmen.
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