Cody Rhodes hat in den vergangenen Tagen ungewöhnlich offen über die nächsten Jahre seiner Karriere gesprochen. Dabei ging es nicht nur um seine Zukunft im Ring, sondern auch um die Frage, welchen Platz WWE langfristig in seinem Leben einnehmen soll und welche Erfahrungen er aus den Abschieden anderer großer Namen mitnimmt.
In zwei aktuellen Interviews zeichnete der „American Nightmare“ ein deutlich konkreteres Bild davon, wie er sich die kommenden Jahre vorstellt. Gleichzeitig bestätigte er eine wichtige Entscheidung über seine vertragliche Zukunft.
Cody Rhodes wird beim Zeitpunkt seines Karriereendes konkreter
In einem Interview mit WrestleTalk erklärte Rhodes, dass sein Karriereende möglicherweise früher kommen werde, als manche Fans erwarten. Eine unmittelbar bevorstehende Ankündigung wollte er damit ausdrücklich nicht andeuten. Vielmehr habe ihm die Entwicklung der vergangenen Jahre vor Augen geführt, wie schnell die Zeit im Wrestling vergehe.
Als persönlichen Orientierungspunkt nannte Rhodes seine älteste Tochter. Wenn sie elf Jahre alt sei, wolle er nicht mehr „für seinen Lebensunterhalt hinfallen“. Seine Tochter Liberty wurde 2021 geboren, womit diese Grenze ungefähr im Jahr 2032 erreicht wäre.
Die Aussage passt zu früheren Äußerungen von Rhodes. Bereits im Sommer hatte er erkennen lassen, dass er seine aktive Karriere nicht unbegrenzt fortsetzen möchte und ungefähr noch fünf Jahre im Ring für realistisch hält. Nun hat er diesen Zeitraum erstmals mit einem sehr persönlichen Grund verbunden.
Die letzte aktive Phase von John Cena hatte großen Einfluss auf seine Gedanken über einen späteren Abschied. Besonders gefiel Rhodes, wie konsequent Cena seine Entscheidung umgesetzt hatte. Wenn Cena sagt, er werde nie wieder wrestlen, dann meint er das auch so. Rhodes sieht darin eine Qualität, die er bei seinem eigenen Karriereende ebenfalls erreichen möchte.
Gleichzeitig hob er hervor, wie Cena seine letzten Auftritte dazu nutzte, anderen Wrestlern Möglichkeiten zu geben. Dabei müsse es nicht immer nur um Talente gehen, bei denen ohnehin bereits feststehe, dass sie einmal eine große Rolle übernehmen könnten. Rhodes möchte später auch bereit sein, bei Wrestlern ein Risiko einzugehen, bei denen sich erst noch zeigen müsse, wie weit sie kommen können.
Rhodes bestätigt neuen WWE-Vertrag
Während seines Auftritts im Podcast „Flagrant“ lieferte Rhodes außerdem eine wichtige Neuigkeit zu seiner vertraglichen Zukunft. Im Gespräch erwähnte er, dass er seinen Vertrag bei WWE gerade verlängert habe. Unmittelbar danach fragte er selbst, ob er diese Information überhaupt bereits öffentlich machen dürfe. Über die Laufzeit oder weitere Vertragsdetails sprach Rhodes nicht. Seine langfristige Absicht stellte er jedoch eindeutig klar: Seine aktive Wrestling-Karriere soll bei WWE enden.
Das bedeutet allerdings nicht, dass Rhodes nach seinem letzten Match vollständig aus dem Wrestling verschwinden möchte. Als Beispiele nannte er Bobby Roode und Michael Hayes, die nach ihrer aktiven Zeit andere Aufgaben innerhalb von WWE übernommen haben. Besonders Roode hat sich inzwischen zu einem wichtigen Producer für große Matches entwickelt.
Rhodes machte deutlich, dass er daraus gelernt habe, dass ein Karriereende im Ring nicht zwangsläufig das Ende der Arbeit im Wrestling bedeuten muss. Eine spätere Tätigkeit hinter den Kulissen scheint für ihn deshalb zumindest eine denkbare Möglichkeit zu sein.
Der neue Vertrag soll ihm zugleich Freiheiten für Projekte außerhalb von WWE ermöglichen. Sollte sich etwa eine weitere Filmrolle ergeben, könne er sich vorübergehend zurückziehen, gemeinsam mit WWE eine Lösung finden und anschließend wieder zur Promotion zurückkehren. Rhodes verwies darauf, dass ihm diese Flexibilität für die nächsten Jahre wichtig sei.
Auch seine Familie spielt bei diesen Überlegungen eine große Rolle. Rhodes erinnerte daran, dass seine eigenen Eltern ab einem bestimmten Alter bei wichtigen Ereignissen in seinem Leben präsent gewesen seien. Diese Möglichkeit möchte er später ebenfalls für seine Kinder haben. Bis dieser Zeitpunkt erreicht ist, plant er jedoch weiterhin eine intensive Phase innerhalb und außerhalb von WWE.
Kevin Owens brachte WWE-Tribut für PAC ins Rollen
Im WrestleTalk-Interview sprach Rhodes außerdem über die Erinnerungen an Benjamin Satterley, der den Wrestling-Fans vor allem als PAC bekannt war. Dabei verriet er einen bislang kaum bekannten Hintergrund zu dem inzwischen von WWE veröffentlichten Gedenkvideo.
Nach Rhodes’ Darstellung war Kevin Owens maßgeblich dafür verantwortlich, dass zahlreiche WWE-Wrestler ihre persönlichen Erinnerungen an PAC vor der Kamera festhielten. Owens habe bei den TV-Aufzeichnungen eine Kamera aufstellen lassen und Kollegen ermöglicht, freiwillig etwas über Satterley zu erzählen.
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