Chelsea Green über ihre Titelregentschaft: „Ich wache jeden einzelnen Tag mit dieser Angst auf“

Chelsea Green hat einen erstaunten Gesichtsausdruck

Eine Frage nach Money in the Bank führte Chelsea Green im Gespräch mit Jeremy Jacobowitz zu einem persönlichen Thema. Dabei gewährte sie Einblicke in Gedanken, die hinter ihrem selbstbewussten Auftreten im WWE-TV selten sichtbar werden.

Chelsea Green spricht über ihre Unsicherheit als Championesse

In Jacobowitz’ Interviewformat „What Is Your Bagel Order?“ wurde die WWE Women’s Championesse gefragt, ob sie sich wegen eines möglichen Cash-ins Sorgen mache. Green ging in ihrer Antwort über die sportliche Bedrohung durch eine künftige Kofferträgerin hinaus. Sie beschrieb die anhaltende Befürchtung, dass WWE ihre Regentschaft jederzeit beenden könnte.

„Oh ja, ich mache mir ständig Sorgen. Ich mache mir tatsächlich Sorgen, dass sie mir den Titel jederzeit einfach wieder wegnehmen könnten. Verstehst du, was ich meine? Ich lebe in ständiger Angst davor“, erklärte Green.

Hinter dieser Sorge steckt nach ihrer Schilderung eine grundsätzliche Unsicherheit über die eigene Leistung.

Im Wrestling fehlt ihr mitunter das Vertrauen in sich selbst

Green bezeichnete ihre Erfahrungen selbst als Imposter-Syndrom. Besonders auffällig findet sie den Unterschied zwischen ihrem beruflichen und ihrem sonstigen Selbstbild. Während sie außerhalb des Wrestlings nach eigener Darstellung meist selbstbewusst handelt, hinterfragt sie im Ringgeschäft immer wieder, ob sie ihren Platz tatsächlich verdient hat.

„Im Wrestling hatte ich schon immer mit dem Imposter-Syndrom zu kämpfen. Wirklich stark. Das ist irgendwie lustig, weil ich im Leben sonst immer denke: Ja, ich bin hier, ich mache das jetzt, und so ist es eben. Normalerweise gehe ich nicht ängstlich durchs Leben. Aber im Wrestling hatte ich schon immer diese Selbstzweifel.“

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Eine mögliche Erklärung sieht Green in ihrem ungewöhnlichen Karriereweg. Ihr Einstieg und viele spätere Entwicklungen hätten sich für sie zufällig ergeben. Obwohl hinter ihrer heutigen Position viele Jahre Arbeit stehen, werde sie das Gefühl nicht los, dass ihr Erfolg plötzlich infrage gestellt werden könnte.

„Ich glaube, das liegt daran, dass ich so zufällig hineingeraten bin und sich dann alles so zufällig ergeben hat. Das hat mich 13 Jahre gekostet. Trotzdem ist da ständig dieser Gedanke: Komme ich eines Tages zur Arbeit und sie erklären mir, dass ich nicht gut genug bin, und nehmen mir den Titel weg?“

Die von Fightful veröffentlichte Transkription enthält außerdem einen abschließenden Satz, der die Bedeutung dieser Gedanken für Green unterstreicht: „Ich wache jeden einzelnen Tag mit dieser Angst auf.“

Neue Aussagen ergänzen ihre früheren Einblicke

Über ähnliche Zweifel hatte Green bereits im Gespräch mit Kat Siggers bei „Spotlight“ berichtet. Damals ging es vor allem um ihren Einstieg ins Schauspiel und die Unsicherheit, sich zwischen erfahrenen Kollegen am Filmset zu behaupten. Dabei blickte sie auch auf vergleichbare Gefühle aus ihrer Anfangszeit im Wrestling zurück.

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