Eine Verletzungspause verändert nicht nur den Trainingsplan, sondern auch den Blick auf den eigenen Alltag. Brie Bella hat in „The Nikki & Brie Show“ über ihre Genesung gesprochen und darüber, welche Gedanken sie sich während der Zeit abseits des Rings über ihre spätere Rückkehr macht.
Brie Bella wartet nach neuer CT-Untersuchung auf die Auswertung
Die WWE Hall of Famerin hat eine weitere CT-Untersuchung ihres verletzten Schulterblatts hinter sich. Dabei soll überprüft werden, wie die bei SummerSlam erlittenen Brüche verheilen. Eine direkte Antwort erhielt Brie nach eigener Darstellung beim Untersuchungstermin allerdings nicht. Die Aufnahmen müssten zunächst an WWE übermittelt werden, anschließend werde sie über das Ergebnis informiert.
Brie versuchte dennoch, bereits vor Ort etwas über den Heilungsverlauf zu erfahren. Besonders interessierte sie, ob die gebrochenen Bereiche inzwischen zusammengewachsen sind. Dass sie darauf keine Auskunft bekam, machte sie nervös. Daraus lässt sich jedoch kein negatives Untersuchungsergebnis ableiten: Zum Zeitpunkt ihrer Schilderung lag ihr schlicht noch keine Auswertung vor.
Sie fühle sich inzwischen stärker und grundsätzlich gut, erklärte Brie. Trotzdem dürfe sie noch nicht die Übungen absolvieren, die sie gerne machen würde. Auch alltägliche Bewegungen können weiterhin Beschwerden auslösen. Als Beispiel nannte sie das Schließen eines Fensters, bei dem gelegentlich starke Muskelkrämpfe oder stechende Schmerzen auftreten.
Ein gutes Ergebnis würde zunächst den nächsten Reha-Schritt ermöglichen
Ihre Belastungsgrenzen sind weiterhin eng gesteckt. Nach eigener Aussage darf Brie nichts anheben, das schwerer als fünf Pfund ist, also ungefähr 2,3 Kilogramm. Dreimal pro Woche besucht sie die Physiotherapie. Dort absolviert sie grundlegende Übungen, mit denen vor allem die Muskulatur rund um die Scapula, das Schulterblatt, gestärkt werden soll.
Eine erfolgreiche Heilung der Brüche wäre für sie deshalb ein wichtiger Fortschritt, aber noch keine Freigabe für ein Wrestling-Match. „Selbst wenn meine Knochen zusammengewachsen sind, bedeutet das nicht, dass ich schon zurückkehren darf“, erläuterte Brie. Es würde zunächst heißen, dass sie die nächste Phase ihrer Rehabilitation beginnen könne. Dazu gehören nach ihrer Darstellung später mehr Bewegung, Training mit Gewichten und schließlich wieder Ausdauertraining.
Gerade der Verzicht auf Letzteres fällt ihr schwer. Seit der Verletzung habe sie nicht einmal laufen gehen können, obwohl Ausdauertraining normalerweise einen festen Platz in ihrem Alltag einnimmt. Für die Rückkehr in den Ring möchte sie trotzdem keine Schritte überspringen: „Leider glaube ich weiterhin, dass mein Comeback im Ring noch weit entfernt ist. Ich bin nicht mehr diejenige, die etwas überstürzt.“
Royal Rumble bleibt eine Hoffnung und kein bestätigter Termin
Brie hatte sich bei SummerSlam Anfang August das Schulterblatt an mehreren Stellen gebrochen. Eine zunächst befürchtete Operation konnte vermieden werden. Als damalige Orientierung war ihr eine Ausfallzeit von drei bis sechs Monaten genannt worden. Ihr aktuelles Update beschreibt nun die noch bestehenden Einschränkungen, ohne einen festen Rückkehrtermin zu nennen.
Bereits am 24. September hatte der gemeinsame Social-Media-Account von Nikki und Brie auf Fragen zu einem möglichen Comeback reagiert. Demnach habe es noch keine Gespräche über einen konkreten Zeitpunkt gegeben. Zugleich äußerte der Account die Hoffnung auf den Royal Rumble. Diese Wunschvorstellung ist jedoch keine bestätigte WWE-Planung und bleibt vom weiteren Heilungsverlauf abhängig.
Brie denkt über Veränderungen an ihrem WWE-Auftritt nach
Die Pause beschäftigt Brie auch über die körperliche Rehabilitation hinaus. Wie aus „The Nikki & Brie Show“ berichtet, nutzt sie die zusätzliche Zeit zum Nachdenken und zur Suche nach neuer Inspiration. Trotz ihrer Aufgaben mit den Kindern, Bryan Danielson und ihren weiteren Verpflichtungen habe der langsamere Alltag Raum geschaffen, bisherige Entscheidungen noch einmal zu betrachten.
Eine vollständige Neuerfindung plant sie dabei nicht. Vielmehr überlegt Brie, ob kleinere Veränderungen ihrem späteren WWE-Auftritt guttun könnten. Dazu zählen neue Ringkleidung und mögliche Anpassungen ihrer Figur. Diese Ideen habe sie bereits mit Nikki besprochen. Es handelt sich um persönliche Überlegungen, nicht um eine angekündigte neue Rolle oder eine bestätigte Storyline.
Brie beschreibt sich selbst als naturverbundenen, entspannten Menschen, sieht aber auch eine kantigere Seite ihrer Persönlichkeit. Diese komme bislang nicht immer ausreichend zum Ausdruck. Nun frage sie sich, ob sie davon künftig mehr in ihren Auftritt einbringen möchte. Die Verletzung habe sie zunächst sehr getroffen, weil sie sich bei WWE im Aufwind fühlte und wusste, wohin ihre Geschichte führen sollte. Inzwischen sehe sie darin auch eine Erinnerung daran, ihre Gesundheit nicht als selbstverständlich zu betrachten.
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