The Miz zog bei Z100 New York Parallelen zwischen seiner eigenen Zeit als WWE Champion und Sami Zayns aktueller Situation. Von seinen Erfahrungen an der Spitze führte das Gespräch zu der Frage, was er selbst noch erreichen möchte und wie er seine Zukunft im Ring beurteilt.
The Miz fordert mehr Respekt für Sami Zayn
Auf die Frage nach dem am meisten unterschätzten WWE-Superstar nannte The Miz zunächst sich selbst. Anschließend hob er Sami Zayn hervor und lobte dessen Arbeit mit der WWE Championship. Rund um den Titel gebe es zahlreiche Herausforderer, weshalb Zayn bei jeder SmackDown-Ausgabe Gefahr laufe, die Championship zu verlieren.
Miz störte sich daran, dass Zayn trotz dieser Verantwortung nicht ausreichend gewürdigt werde. Er könne selbst wieder ins Titelgeschehen geraten, würde derzeit aber lieber an Zayns Seite stehen, weil er dessen Erfahrungen nachvollziehen könne.
„Er wird so wenig gewürdigt und unterschätzt. Ich finde, Sami Zayn verdient Respekt, nicht nur vom Publikum, sondern von allen WWE-Superstars in der Umkleide, bei Raw und SmackDown, für das, was er leistet und wie er die Show trägt.“
Als sein Gesprächspartner anmerkte, das klinge bereits wie eine Promo, betonte Miz, dass dies seiner tatsächlichen Haltung entspreche. Die Reaktionen auf Zayn erinnerten ihn an seine eigene Zeit als WWE Champion im Jahr 2011. Auch damals sei infrage gestellt worden, weshalb er so häufig gewinne und weshalb sich das Programm um ihn drehe. Die Angriffe auf Champions in sozialen Netzwerken bezeichnete er als Mobbing.
Der jüngste Sieg ließ für Miz noch einen Wunsch offen
Auch seine eigene Niederlagenserie war Thema des Interviews. The Miz erklärte, dass er erst durch einen Beitrag im Internet davon erfahren habe. Statt seine Jahresbilanz zu verfolgen, beschäftige er sich vor allem mit seinen jüngsten Auftritten und überlege, was er beim nächsten Mal verbessern könne.
Seinen letzten Sieg errang er an der Seite von Kit Wilson gegen das Team Fraxiom, bestehend aus Axiom und Nathan Frazer. Die Begegnung wurde am 23. Oktober in Ontario, Kalifornien, aufgezeichnet und am 28. Oktober bei WWE Main Event ausgestrahlt. Allerdings sicherte Wilson seinem Team den Erfolg, indem er Axiom pinnte.
Für The Miz war seine persönliche Niederlagenserie deshalb noch nicht vollständig beendet. Schließlich habe er selbst keinen Gegner besiegt, sondern lediglich vom Erfolg seines Tag Team Partners profitiert. Er räumte ein, dass ihm weiterhin ein eigener Sieg fehle, und machte deutlich, dass er seine Serie mit einem persönlich erzielten Pin beenden wolle.
Miz möchte weiter gewinnen und sich verbessern
Der Vorstellung, eine Niederlagenserie als Teil seines Vermächtnisses hinzunehmen, kann Miz wenig abgewinnen. Niemand wolle ständig verlieren. Er ist ehrgeizig, gewinnt gerne und möchte weiterhin zu den führenden WWE-Superstars gehören.
Um dieses Ziel zu erreichen, müsse er sich bei jedem Auftritt verbessern. Auch bei einer Niederlage versuche er, das bestmögliche Match zu zeigen und eine möglichst starke Reaktion des Publikums auszulösen. Wenn dafür eine Niederlage erforderlich sei, akzeptiere er das. Sein eigener Wunsch bleibe trotzdem ein Sieg.
Auch mit 46 Jahren fühlt sich The Miz im Ring noch immer wohl
Auf seine Zukunft angesprochen, erklärte Miz, dass er sich körperlich weiterhin gut fühle. Schmerzen, fehlende Energie oder das Gefühl, im Ring langsamer zu werden, würden seine Überlegungen verändern. Diesen Zustand erlebe er derzeit jedoch nicht: „Ich bin 46 Jahre alt und fühle mich im Ring immer noch sehr, sehr gut. Ich fühle mich weder langsam noch schwerfällig. Ich fühle mich so gut wie eh und je.“
Auch mit der Qualität seiner Matches zeigte er sich zufrieden. Seine Erfahrung helfe ihm dabei, die richtigen Entscheidungen für das Publikum zu treffen. Er wisse heute besser, was er wann und auf welche Weise einsetzen müsse.
Reisen und längere Matches erschwerten die Erholung
Bei der Regeneration bemerkte Miz dennoch Veränderungen. Nach längeren Matches benötige sein Körper inzwischen mehr Zeit, um sich zu erholen. Besonders das Reisen belaste ihn. Er verwies darauf, dass neben den Fernsehshows auch nicht übertragene Live-Events zum Arbeitsalltag gehörten. Bei mehreren aufeinanderfolgenden Einsätzen dauere es entsprechend länger, bis Schmerzen und Blessuren abklängen.
Die Leistungen von Je’Von Evans verfolgt er mit Bewunderung. Dessen Beweglichkeit und die Vielzahl seiner Sprünge machten ihm den körperlichen Unterschied zwischen den Generationen bewusst. Evans sei für ihn ein Wrestler, dem er ausgesprochen gerne zusehe.
Carmelo Hayes erhielt Lob für seine Rolle bei The 946
Über einen weiteren jüngeren Kollegen äußerte sich Miz ebenfalls positiv. Carmelo Hayes sei zuvor unter seinen Fittichen gewesen, erklärte er. Dessen Arbeit bei The 946 bezeichnete er als großartig. Er verfolge gerne, was die Gruppierung als Nächstes unternehme.
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