Crown Jewel: Crewmitglieder sagen trotz angebotener Zulage ab – WWE verwirft späteren Royal Rumble-Termin

Zu sehen ist das WWE-Crown-Jewel-Logo vor der Skyline von Riad bei Sonnenuntergang. Im Vordergrund sind schwarze Transportkisten zu sehen, in denen sich Kabel, ein Headset, Dollarscheine und ein Funkgerät befinden.

Die bevorstehende Reise zu Crown Jewel nach Riad sorgt bei WWE-Mitarbeitern weiterhin für Sicherheitsbedenken. Neue Informationen von WrestleVotes geben Einblick in die Reisevorbereitungen und die Überlegungen, die hinter der Terminwahl für den Royal Rumble 2027 standen.

WWE soll Crewmitgliedern 3.000 US-Dollar Gefahrenzulage anbieten

Nach Informationen von WrestleVotes bei Fightful Select bietet die WWE ihren Crewmitgliedern für die Reise zu Crown Jewel eine zusätzliche Vergütung an. Zwei Mitarbeiter des Unternehmens sollen gegenüber WrestleVotes angegeben haben, dass die angebotene Gefahrenzulage 3.000 US-Dollar betrage.

Der Bericht bezieht sich auf Mitarbeiter, die bei der Veranstaltung Aufgaben innerhalb der Crew übernehmen. Eine solche zusätzliche Vergütung sei für reguläre Crewaufgaben bei WWE bislang nicht üblich gewesen. Mehrere Crewmitglieder hätten sich dennoch gegen die Reise nach Saudi-Arabien entschieden, unabhängig von der angebotenen Zulage.

Die Veranstaltung „Crown Jewel” ist für Samstag, den 7. November 2026, in Riad angesetzt. Die WWE bewirbt die Veranstaltung weiterhin für diesen Termin.

Auch Wrestler äußerten Bedenken wegen der Reise

Bereits am 31. Oktober berichtete Fightful Select, dass mehrere WWE-Stars dem Unternehmen mitgeteilt hätten, wegen der Sicherheitslage nicht für Crown Jewel eingeplant werden zu wollen. Darunter seien auch bekannte Namen aus dem oberen Bereich des Rosters gewesen.

Dem Bericht zufolge äußerten zudem einige Wrestler, die bereits für die Veranstaltung vorgesehen waren, Bedenken hinsichtlich der Reise. WWE-Verantwortliche hätten ihnen versichert, dass die Sicherheitsvorkehrungen bei diesem Aufenthalt höchste Priorität besäßen.

Außerdem berichtete Fightful, dass die WWE für Crown Jewel mit einer deutlich kleineren Crew als üblich plane. Der Wechsel des Veranstaltungsortes sei aus Sicherheitsgründen erfolgt. Probleme beim Ticketverkauf seien dafür nicht ausschlaggebend gewesen. Ursprünglich war das Riyadh Season Stadium im King Abdullah Financial District als Veranstaltungsort vorgesehen, doch die Show wurde in die Veranstaltungsstätte „The Venue” verlegt. Dort hatte die WWE bereits den Royal Rumble 2026 ausgerichtet.

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US-Außenministerium und Auswärtiges Amt warnen vor Reisen

Das US-Außenministerium führt Saudi-Arabien aktuell auf Reisewarnstufe 3. Amerikanische Staatsbürger werden damit aufgefordert, Reisen in das Land zu überdenken. In den am 23. Oktober aktualisierten Hinweisen nennt die Behörde unter anderem bewaffnete Konflikte, Terrorismus sowie mögliche Drohnen- und Raketenangriffe auf amerikanische Interessen.

Auch das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Saudi-Arabien. Nach Angaben der Behörde kommt es seit Anfang September wiederholt zu Drohnen- und Raketenangriffen, unter anderem in der Provinz Riad. Die Sicherheitshinweise nennen zudem Angriffe auf Flughäfen und mögliche Beeinträchtigungen des Flugverkehrs.

WWE erwog für den Royal Rumble einen späteren Termin

Ein weiterer Bericht von WrestleVotes bei Fightful Select betrifft den Royal Rumble 2027: Die WWE hat demnach intern die Möglichkeit geprüft, die Veranstaltung am 20. Februar auszurichten. Damit hätte der Termin zwei Wochen später gelegen als der inzwischen offiziell bestätigte 6. Februar.

Hinter der Überlegung stand laut WrestleVotes die Aussicht auf zusätzliche Werbung im Umfeld des Super Bowls. ESPN wird das NFL-Endspiel am 14. Februar 2027 erstmals übertragen. Gemeinsam mit ABC gehört der Sender zu den Übertragungspartnern für diese Ausgabe.

Innerhalb von WWE sei die Erwartung gewesen, dass ESPN während der Woche vor dem Super Bowl und in der Berichterstattung am Spieltag verstärkt für kommende Programme werben könnte. Ein Royal Rumble am darauffolgenden Wochenende hätte nach diesen Überlegungen von der Aufmerksamkeit rund um das Football-Finale profitieren können.

Kalenderänderungen und NBA-Termin sprachen gegen den 20. Februar

Nach Informationen von WrestleVotes hat sich die WWE aus zwei Gründen gegen diese Variante entschieden. Einerseits hätte die spätere Austragung zahlreiche Anpassungen am bestehenden Veranstaltungskalender erforderlich gemacht.

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Andererseits findet vom 19. bis 21. Februar 2027 das NBA All-Star Weekend in Phoenix statt. Dieser Termin ist auch auf der offiziellen Veranstaltungsseite der NBA bestätigt. WWE blieb dem Bericht zufolge deshalb beim 6. Februar.

Royal Rumble Wochenende beginnt mit SmackDown und AAA

Am 2. November bestätigte die WWE, dass der 40. Royal Rumble am Samstag, dem 6. Februar 2027, im State Farm Stadium in Glendale, Arizona, stattfinden wird. Bereits am Freitag, dem 5. Februar, veranstaltet die WWE in der Desert Diamond Arena einen Doppeltermin mit SmackDown und AAA Road to Rey de Reyes.

Für Arizona wird es nach 2013 und 2019 die dritte Austragung des Royal Rumble. Angekündigt sind die beiden Royal Rumble Matches mit jeweils 30 Teilnehmern. Die Sieger erhalten eine Titelchance bei WrestleMania 43. Der reguläre Ticketverkauf beginnt am 18. November, vorangehende Verkaufsphasen starten am 16. und 17. November.

3 Kommentare

  1. Nun ja… wenn ein großer Teil der Top-Talente (On- & Off-Screen) bei dem BS stirbt kostet das die WWE sehr viel Geld. Entschädigung für die Angehörigen, Neu-Anwerbung und -Ausbildung als Ersatz für die getöteten Personen, massiver Verlust von Fans & Umsatz über eine lange Zeit… Es ist fraglich ob sie sich davon jemals erholen könnten.

    Und das alles nur für ein paar Scheine mehr… ist ja nicht so daß sie kurz vor der Insolvenz stehen.

    Für mich absolut unverständlich daß man das nicht bleiben lässt und die Veranstaltung in den USA oder einem anderen normalen Land statt finden lässt.

    • TKO ist der Geldgeber und Entscheidungsträger. Die WWE-Vorstände sind heute lediglich Angestellte. Wenn TKO etwas sagt, dann haben sie es auch zu erfüllen. Vince McMahon hat das Unternehmen verkauft, anstatt es an seine Kinder und seinen Schwiegersohn weiterzugeben.

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