Kevin Nash über einen WWE-Kreativjob – Erinnerungen an turbulente Reisen mit Scott Hall

Scott Hall links und Kevin Nash rechts posieren in schwarzen nWo-Shirts und formen gemeinsam das typische nWo-Handzeichen.

Kevin Nash sprach bei „Kliq This“ darüber, wie er sich eine Mitarbeit hinter den WWE-Kulissen vorstellen würde und welche Anforderungen damit verbunden wären. Im Gespräch mit Sean Oliver kam auch das Thema gemeinsame Reisen mit Scott Hall auf. Dabei gab Nash zu, dass er seinem Freund einiges zugemutet habe.

Kevin Nash spielte mit dem Gedanken an einen WWE-Kreativjob

Ausgangspunkt war ein Bericht über eine mögliche größere Rolle für Shawn Michaels in der WWE‑Kreativabteilung. Demnach könnte Michaels künftig Aufgaben von Bruce Prichard übernehmen. Während Nash und Oliver über diese mögliche Veränderung sprachen, kam auch die Frage auf, ob Nash selbst noch einmal bei WWE mitarbeiten wolle.

Zunächst griff er die Idee scherzhaft auf. Wenn seine früheren Weggefährten bereits eingebunden seien, müsse er sich wohl ebenfalls dem Team anschließen und nach Orlando kommen. Besonders reizvoll erschien ihm dabei eine Tätigkeit von zu Hause aus. Er könne sich vorstellen, vier Stunden täglich über Wrestling zu sprechen. Dafür müsste er lediglich die Finanzberichterstattung ausschalten, mit der er sich sonst beschäftigt.

Nash hält persönliche Gespräche mit den Talenten für unverzichtbar

Bei der konkreten Frage nach kreativer Verantwortung beschrieb Nash allerdings Voraussetzungen, die sich aus seiner Sicht nicht allein mit Videokonferenzen erfüllen ließen. Er müsse sich zunächst intensiv mit dem aktuellen WWE-Programm beschäftigen und die beteiligten Wrestler kennenlernen.

Dazu gehöre für ihn, vor Ort zu sein, sich mit den Talenten zusammenzusetzen und mit ihnen zu sprechen. Wer Geschichten und Matches für jemanden entwickeln wolle, müsse ein Gefühl für diese Person bekommen: „Man kann niemanden booken, für den man kein Gespür hat“, erklärte Nash.

Als Oliver die Unterhaltung auf eine mögliche Tätigkeit für das Main Roster lenkte, verwarf Nash deshalb die Vorstellung, den gesamten Job über Zoom erledigen zu können. Eine solche Aufgabe würde nach seiner Einschätzung mehr persönliche Anwesenheit und Vorbereitung verlangen.

Siehe auch  Drew McIntyre über den Zeitpunkt seiner WWE-Rückkehr – So erleichterte ihm Batista den Einstieg ins Filmgeschäft

Nash scherzte über eine Zusammenarbeit mit Triple H

Ein weiteres Hindernis sah Nash in seiner eigenen Art. Er mache gern Witze und lache viel. Bei einer regelmäßigen Zusammenarbeit könne genau das seinen langjährigen Freund Paul „Triple H“ Levesque nerven, mutmaßte er: „Ich glaube, ich würde Paul auf die Nerven gehen. Ich lache einfach zu gern“, erklärte Nash. Für seine Späße bleibe im Arbeitsalltag der Kreativabteilung vermutlich wenig Zeit.

Schließlich nannte er den für ihn entscheidenden Punkt: „Ich möchte nicht arbeiten. Ich bin 67 Jahre alt.“ Eine feste Aufgabe mit den damit verbundenen Verpflichtungen strebte er entsprechend nicht an.

Die mögliche Beförderung von Shawn Michaels hielt Nash dagegen für nachvollziehbar. Er betonte zwar, nichts über die internen Überlegungen zu wissen, verwies aber auf Michaels’ bisherige kreative Verantwortung bei NXT. NXT betrachtete er dabei als eigenständige WWE-Marke und nicht lediglich als untergeordnete Entwicklungsliga.

Nash erinnerte sich an einen Alkoholtest auf einer Japanreise

In derselben Podcastfolge erinnerte sich Nash an eine frühere Japanreise mit Scott Hall. Auch Finn Bálor, Bryan Danielson und Mark Coleman seien damals dabei gewesen. Hall musste nach Nashs Angaben aufgrund einer gerichtlichen Auflage jeden Tag zu einer bestimmten Uhrzeit einen Atemalkoholtest abgeben. Dafür führte er ein entsprechendes Gerät mit sich.

Vor dem Rückflug sei die Gruppe noch einmal ins Hotel gegangen, um ihr Gepäck abzuholen. Nash war nach eigener Aussage stark betrunken. Als er Halls Testgerät entdeckte, wollte er ausprobieren, wie hoch sein eigener Alkoholwert war.

Obwohl Hall ihn ausdrücklich davor gewarnt hatte, nahm Nash das Gerät und blies hinein. Im Podcast nannte er den Wert „0,263“. Sofern damit die in den USA übliche Angabe in Prozent gemeint war, entspräche dies rechnerisch etwa 2,63 Promille. Welche Einheit das Gerät tatsächlich anzeigte, erläuterte Nash jedoch nicht.

Siehe auch  Rusev und CJ Perry erwarten ihr erstes Baby – WWE soll andere Rückkehrpläne gehabt haben

Hall fragte ihn daraufhin erstaunt, wie er in diesem Zustand überhaupt noch funktionieren könne. Nash wusste darauf keine Antwort. Weil er jedoch das Gerät benutzt hatte, mit dem Hall seine vorgeschriebenen Tests durchführte, musste er nach eigener Darstellung anschließend die zuständige Bewährungsaufsicht anrufen. Dort erklärte er, dass er selbst in das Gerät geblasen hatte und der hohe Messwert nicht von Hall stammte.

Oliver wies darauf hin, dass Nash seinen Freund damit in erhebliche Schwierigkeiten hätte bringen können. Nash räumte ein, in diesem Moment nicht vernünftig nachgedacht zu haben, und führte das auf seinen starken Alkoholkonsum zurück.

Ein Barbesuch in Hamburg blieb Nash ebenfalls in Erinnerung

Eine weitere Geschichte spielte nach Nashs Erinnerung in einer Hamburger Bar. Dort entdeckte Hall ein gerahmtes Foto von sich beim Wrestling an der Wand. Er erwähnte, dass er dieses Bild gern haben würde. Nash nahm die Bemerkung zum Anlass, den Rahmen von der Wand zu reißen. Dabei gingen laut seiner Schilderung sowohl das Glas als auch das Foto zu Bruch. Anschließend legten sie den beschädigten Rahmen unter den Tisch.

Hall reagierte laut Nash mit einem spöttischen Kommentar und stellte sich darauf ein, den Rest des Abends auf seinen betrunkenen Freund aufpassen zu müssen. Seine eigenen Pläne für den Abend konnte er damit erst einmal vergessen.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*