Grayson Waller: Wie NXT seine Karriere rettet, Roman Reigns ihn bestärkt und AJ Styles ihn beeindruckt

Grayson Waller spricht mit einem Mikrofon im Ring und zeigt mit ausgestreckter Hand in Richtung Kamera. Im Hintergrund sind Zuschauer sowie WWE- und NXT-Grafiken zu sehen.

Grayson Waller blickte im Gespräch mit Chris Van Vliet auf eine schwierige Phase seiner WWE-Laufbahn und seinen Neustart bei NXT zurück. Dabei sprach er über persönliche Zweifel, Veränderungen an seinem Auftreten und die Zusammenarbeit mit einigen der erfahrensten Namen im Unternehmen.

Waller fürchtete um seine Zukunft bei WWE

Im Interview für „Insight“ räumte Waller ein, vor seiner NXT-Rückkehr mit einer Entlassung gerechnet zu haben. Besonders der Abgang seiner bisherigen Verbündeten Kofi Kingston und Xavier Woods verstärkte dieses Gefühl. Hinzu kamen die deutliche Niederlage gegen Oba Femi bei Raw und eine anschließende Phase ohne nennenswerte Einsätze.

Obwohl er von seinem Wert für WWE überzeugt gewesen sei, hätten andere Wrestler seine damalige Funktion ebenfalls übernehmen können. Einfach abzuwarten, während sein Traum zu verschwinden drohte, sei deshalb keine Option gewesen.

Eine Gelegenheit zur Veränderung ergab sich durch Shawn Michaels. Dieser bat Waller um ein Treffen und bot ihm die Rückkehr zu NXT an. Waller betonte, selbst zugestimmt zu haben. Regelmäßig im Fernsehen aufzutreten und gegen junge Talente anzutreten, sei für ihn keine Degradierung gewesen.

Die Rückkehr-Promo gab ihm sein Selbstvertrauen zurück

Waller bezeichnete seinen ersten großen Auftritt nach der Rückkehr als die wichtigste Promotion seines Lebens. Er sei mit dem Gefühl hinausgegangen, unbedingt überzeugen zu müssen. Michaels hat ihm erlaubt, frei auszusprechen, was ihn beschäftigte. Eine entsprechende Version dieser Promo sei ihm bereits seit Monaten durch den Kopf gegangen.

Trotz seiner Erfahrung am Mikrofon sei er zuvor außergewöhnlich nervös gewesen. Nach ungefähr einer Minute hat sich jedoch wieder die vertraute Sicherheit eingestellt. Auch die zunächst hörbaren „What?“-Chants seien allmählich abgeebbt. Nach seiner Wahrnehmung hätten die Zuschauer zunehmend auf seine Worte reagiert. Laut Waller habe dieser Auftritt und die Rückkehr zu NXT seine Karriere gerettet. Dadurch sei er wieder daran erinnert worden, wie gut er sein könne.

Überraschend verlief nach seiner Schilderung auch die Rückkehr hinter den Vorhang. Sein Name stand nicht auf dem Ablaufplan, eine Probe gab es nicht. Nur vier oder fünf Personen seien eingeweiht gewesen. Anschließend habe ihn völlige Stille empfangen. Waller deutete die zurückhaltenden Reaktionen als Zeichen dafür, dass sich einige Anwesende von seiner Kritik angesprochen gefühlt hätten.

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Roman Reigns bestärkte ihn bei seinem neuen Look

Auch äußerlich wollte Waller etwas verändern. Seine früheren Boxershorts erklärte er mit seiner Begeisterung für den Boxsport. Viele Zuschauer hätten sie allerdings für Basketballshorts gehalten. Rückblickend konnte er nachvollziehen, weshalb dieser Look nicht unbedingt den Eindruck eines ernsthaften Titelanwärters vermittelte.

Beim Royal Rumble trug er nach eigener Aussage erstmals Tights in einem Match. Roman Reigns nahm ihn anschließend zur Seite und erklärte ihm, damit wie ein Champion auszusehen. Diese Rückmeldung bestärkte Waller darin, das Outfit beizubehalten.

Für die NXT-Rückkehr verabschiedete er sich außerdem von seinen auffälligen Leopardenhemden. Das bisherige Erscheinungsbild gehöre zu einer früheren Version seiner Figur. Mit dem ernsteren Auftreten fühle er sich inzwischen wohler.

Er wollte dem NXT-Roster seine Maßstäbe zeigen

Waller unterschied deutlich zwischen seinen beiden NXT-Phasen. Bei seinem ersten Aufenthalt sei er selbst noch ein Lernender gewesen, der sich an Tommaso Ciampa, Johnny Gargano und Pete Dunne orientiert und seine Figur entwickelt hätte.

Nun beansprucht er eine andere Position. Er wolle zeigen, welche Arbeitsmoral und Fähigkeiten erforderlich seien, um ein Champion zu sein. Als hilfsbereiter Ratgeber sah er sich dabei allerdings nicht. Die jüngeren Wrestler sollten an seinem Beispiel erkennen, was einen WWE-Superstar ausmacht.

Gleichzeitig richtete er seine Kritik an Raw und SmackDown. Dort sei sein Potenzial aus seiner Sicht ungenutzt geblieben. Durch seine Leistungen bei NXT wolle er den Verantwortlichen vor Augen führen, welche Möglichkeiten sie mit ihm gehabt hätten.

Waller schilderte seine Vorbereitung als täglichen Einsatz trotz unklarer Perspektive. Selbst ohne Aussicht auf einen Auftritt bei Raw trainiert er im Fitnessstudio und im Performance Center. Er bereite sich so vor, als stehe für ihn ein Main Event an.

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AJ Styles beeindruckte ihn mit seiner Arbeitsweise

Waller äußerte sich besonders positiv über AJ Styles, der bei NXT als Produzent und im Ring mit Talenten arbeitet. Styles lasse anderen Raum für eigene Ideen und entwickle diese gemeinsam mit ihnen weiter. Waller bedauerte, selbst nur wenige Gelegenheiten für gemeinsame Matches bekommen zu haben.

Als Beispiel für das Engagement erfahrener Wrestler erinnerte er sich an sein Match gegen EK Prosper. Anschließend standen Shawn Michaels, AJ Styles und CM Punk am Vorhang. Prosper sei mit nur rund 24 Stunden Vorlauf in das bis dahin größte Match seiner Karriere gegangen.

Die Reaktion der drei auf den jungen Wrestler beeindruckte Waller. Für ihn zeige ihr Verhalten, wie wichtig es ihnen sei, ihre Erfahrungen weiterzugeben und die Zukunft des Wrestlings mitzugestalten.

Ein Wortduell mit CM Punk blieb sein Wunsch

Bei allem Respekt für Punks Unterstützung des Nachwuchses wollte Waller ihm auf Augenhöhe begegnen. Er bekräftigte seinen Wunsch, sich mit ihm am Mikrofon zu messen. Zugleich erklärte er provokant, dass Punk und Chad Gable vor einem NXT-Auftritt zunächst bei ihm um Erlaubnis fragen sollten. Als Champion betrachte er die Show als sein Revier und erwarte entsprechenden Respekt.

Der NXT-Titel bedeutete ihm mehr als einen Zwischenschritt

Mit der NXT Championship verband Waller auch persönliche Erinnerungen. Schon zu Beginn seiner Wrestling-Laufbahn begeisterte ihn NXT. Dass ihm der Titel während seines ersten Runs verwehrt geblieben war, beschäftigte ihn lange. Nun wolle er der Championship wieder mehr von der Bedeutung geben, die sie während der früheren TakeOver-Ära für ihn besessen hätte.

Seine weiteren Ambitionen reichten bis zur WWE Championship. Durch seine Entwicklung sehe er sich inzwischen besser auf diese Aufgabe vorbereitet. Bei einer späteren Main-Roster-Rückkehr wolle er zeigen, dass dort Platz für einen Wrestler mit seinen Qualitäten sei.

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