Medizinische Unterlagen im Verfahren gegen Ludwig Kaiser – Stephanie Vaquer erläutert den Aufwand für Fanvideos

Ludwig Kaiser mit erstauntem Gesichtsausdruck

Abseits des Rings gibt es Neuigkeiten zu Ludwig Kaiser und Stephanie Vaquer. Während das Verfahren gegen Kaiser weiterläuft, sprach Vaquer darüber, warum sie nicht jeden Videowunsch ihrer Fans erfüllen kann.

Staatsanwaltschaft stellt medizinische Unterlagen zur Verfügung

Im Verfahren gegen Ludwig Kaiser wegen mutmaßlicher Körperverletzung sollen der Verteidigung des Angeklagten weitere Unterlagen zugänglich gemacht werden. Wie Fightful und F4W/WON berichteten, wurde am 26. Oktober 2026 in Orange County im US-Bundesstaat Florida eine entsprechende Mitteilung eingereicht.

Das von der stellvertretenden Staatsanwältin Juanda Padgett vorgelegte Dokument betrifft geschwärzte medizinische Unterlagen. Kaisers Anwalt Thomas D. Sommerville wurde darin gebeten, eine unbeschriebene DVD bereitzustellen. Nach deren Eingang solle eine Kopie der Unterlagen angefertigt und per Post an seine Kanzlei geschickt werden.

Die Mitteilung sollte noch am selben Tag per E-Mail an Sommerville gehen. Sie gehörte zu den Unterlagen, die Staatsanwaltschaft und Verteidigung im Rahmen des Verfahrens austauschten.

Verteidigung erhielt zuvor Zugang zu vier Fotos

Bereits mit einer Mitteilung vom 22. Oktober hatte die Staatsanwaltschaft der Verteidigung Zugang zu vier Fotos gewährt. Diese zeigen Verletzungen, die Richard Reap bei der Auseinandersetzung mit Kaiser erlitten haben soll.

Die Aufnahmen wurden als zwei Fotos einer Kopfverletzung sowie jeweils ein Bild des rechten Ellenbogens und einer Verletzung an der rechten Körperseite bezeichnet. Fightful bestätigte diese Auflistung in einem Bericht vom 23. Oktober.

Bei einer Anhörung am 19. Oktober hatten sowohl Kaiser als auch Reap ausgesagt. Dabei brachte die Staatsanwaltschaft eine CD und vier Fotos als Beweismittel ein. Der Richter lehnte Kaisers Antrag ab, das Verfahren auf Grundlage des „Stand Your Ground“-Gesetzes in Florida einzustellen. Seine Verteidigung hatte argumentiert, er habe aus Notwehr gehandelt.

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Unterschiedliche Darstellungen der Auseinandersetzung

Der Vorwurf geht auf einen Vorfall vom 23. April in einer Wohnanlage in Orlando zurück. Reap wirft Kaiser, der mit bürgerlichem Namen Marcel Barthel heißt, vor, ihn während eines Streits geschlagen und gestoßen zu haben. Nach Reaps Darstellung habe er Kaiser und dessen Freundin Andrea Bazarte in einem Aufzug aufgefordert, sich angemessen zu benehmen. Daraufhin sei es zu dem Angriff gekommen.

Kaisers Verteidigung schilderte den Ablauf anders. Reap habe sich gegenüber dem Paar aggressiv verhalten und damit gedroht, wegen Bazarte die US-Einwanderungsbehörde ICE zu verständigen. Anschließend sei er mit erhobenen Händen bedrohlich auf Kaiser zugegangen. Kaiser räumte ein, Reap weggestoßen zu haben. Nach Darstellung seiner Anwälte habe er jedoch befürchtet, unmittelbar angegriffen zu werden, und sich sowie seine Freundin schützen wollen. Kaiser hat auf nicht schuldig plädiert.

Seine Anwälte bemühten sich außerdem um Überwachungsaufnahmen aus dem Bereich vor dem Aufzug im zwölften Stock. Nach einem früheren Fightful-Bericht genehmigte das Gericht bereits im Juni die Ausstellung einer entsprechenden Vorladung zur Herausgabe des Materials. Der nächste vorbereitende Gerichtstermin ist für den 17. Dezember 2026 angesetzt. Als möglicher Zeitraum für eine Hauptverhandlung ist der 4. bis 22. Januar 2027 vorgesehen, sofern das Verfahren nicht zuvor anderweitig beendet oder verschoben wird.

Stephanie Vaquer zeigt, welche ungewöhnlichen Anfragen Wrestler erhalten

Stephanie Vaquer machte in ihrer Instagram-Story darauf aufmerksam, dass manche Fans persönliche Videobotschaften als kostenlose Selbstverständlichkeit betrachten. Um das Thema zu veranschaulichen, teilte Vaquer einen Screenshot eines WhatsApp-Chats. Darin bat ein Fan um eine Videobotschaft für die Schulmannschaft seiner Tochter. Auf die Frage, woher er die private Telefonnummer habe, erklärte er, ein Produzent habe ihm den Kontakt vermittelt. Persönlich kenne man sich nicht.

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Die angeschriebene Person stimmte der Bitte schließlich zu, äußerte in einer weiteren Nachricht jedoch ihren Unmut über die unerwartete Anfrage. Vaquer nahm diesen Austausch zum Anlass, über den Aufwand und die Vorgaben für ihre eigenen personalisierten Videos zu sprechen.

Vaquer erklärte, wie viel Zeit persönliche Videobotschaften kosten

Vaquer nutzte das Beispiel, um auf ihre eigenen Erfahrungen einzugehen. Ihrer Ansicht nach unterschätzten viele Fans, wie viel Zeit Wrestler für die Aufnahme persönlicher Videobotschaften aufbringen müssten.

Manchmal verbringt sie allein sechs bis sieben Stunden damit, solche Videos aufzunehmen. Das entspricht fast einem kompletten Arbeitstag pro Woche. Trotzdem gehen manche Menschen davon aus, dass eine kurze persönliche Botschaft kein Problem sein könne und deshalb kostenlos sein sollte.

„Ich möchte niemandem gegenüber unhöflich sein”, stellte Vaquer klar. Allerdings seien diese Aufnahmen Teil ihrer beruflichen Tätigkeit. Sie werde dafür bezahlt und müsse sich zudem an bestimmte Vorgaben halten.

Für persönliche Videos benötigt Vaquer eine Genehmigung

Vaquer erklärte außerdem, dass sie nicht einfach jedes gewünschte Video aufnehmen dürfe. Sobald sie in einer persönlichen Botschaft selbst zu sehen sei, müsse sie für die Verwendung ihres Bildes eine Genehmigung einholen. Das sei nicht immer einfach.

Damit wollte sie ihren Fans verdeutlichen, dass hinter einer kurzen Videobotschaft mehr stecke, als viele vermuteten. Neben der benötigten Zeit müsse sie auch berufliche Vorgaben beachten. „Das ist Teil meiner Arbeit“, betonte Vaquer.

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