John Cena verteidigt seine Abschiedstour: Neue Einblicke in Hollywood und Peacemaker

John Cena steht im Ring und winkt Fans zu

John Cena blickt auf einige Entscheidungen zurück, deren Hintergründe dem Publikum lange verborgen blieben. Im Gespräch mit Josh Horowitz geht es um seinen WWE-Abschied, eine unerwartete zweite Chance und eine Rolle, die ihn weiterhin begleitet.

John Cena erklärt den geschäftlichen Gedanken hinter seiner Abschiedstour

Bei „Happy Sad Confused“ erläuterte Cena, weshalb er seine aktive WWE-Karriere mit einer längeren Abschiedstour beenden wollte. Dabei widersprach er der Vorstellung, dass die Tour vor allem der Feier seiner eigenen Person dienen sollte. „Die ganze Idee der Abschiedstour war keine Ego-Sache. Sie war eine geschäftlich motivierte Sache“, erklärte er.

Für Cena stand dahinter die Frage, wie WWE noch einmal von dem Namen und der Figur profitieren konnte, die das Unternehmen über viele Jahre aufgebaut hatte. Seine Bekanntheit sei durch zahlreiche Gegner, Storylines und Investitionen entstanden. Deshalb habe er seinen Rücktritt so gestalten wollen, dass auch WWE einen Nutzen daraus ziehen konnte.

Als Alternative habe er dem Unternehmen eine wesentlich einfachere Möglichkeit genannt: Er hätte auf X veröffentlichen können, dass seine Karriere beendet sei. Eine solche Nachricht hätte zwar viel Aufmerksamkeit erhalten, doch aus seiner Sicht hätte davon vorrangig die Plattform profitiert. Mit einer Tour wollte er dagegen dem Publikum etwas bieten und zugleich das Geschäft von WWE unterstützen.

Dazu gehörten Auftritte, mit denen das Unternehmen Veranstaltungen bewerben und Zuschauern die Gelegenheit geben konnte, ihn ein letztes Mal live zu erleben. Cena betrachtete seinen Abschied damit als eine Geschichte, die sich über das gesamte Jahr erzählen ließ. Die begrenzte Zahl seiner verbleibenden Auftritte machte dabei deutlich, dass sich das Ende näherte.

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Mit dem Verlauf der Tour zeigte er sich rückblickend zufrieden, ohne jede kreative Entscheidung als gelungen darzustellen. Manche Teile hätten dem Publikum gefallen, andere hätten Ärger ausgelöst. Entscheidend war für ihn, dass die Zuschauer emotional beteiligt gewesen seien. Seine positive Gesamtbewertung ist dabei Cenas persönliche Einschätzung der Tour.

Auch den Zeitpunkt seines Abschieds begründete er mit seinem eigenen Leistungsvermögen. Kraft und Sprungvermögen hätten nachgelassen, während Vorbereitung und Erholung mehr Zeit beanspruchten. Obwohl er sich noch gute Matches zugetraut hatte, wollte er aufhören, solange er den Zuschauern aus seiner Sicht weiterhin eine angemessene Leistung für ihr Geld bieten konnte.

Warum „Fred“ für seinen Neustart als Schauspieler wichtig wurde

Bei seiner Filmkarriere schilderte Cena einen konkreten Wendepunkt, der vor seinem späteren Erfolg mit „Trainwreck“ lag. Sein erster Hollywood-Anlauf hatte aus seiner Sicht nicht funktioniert. Damals habe sein Vertreter Dan ihm in einem offenen Gespräch vermittelt, dass weitere Filme zunächst keine realistische Perspektive mehr seien.

Besonders belastet habe ihn, dass Menschen in ihn investiert hätten, ohne die erhoffte Gegenleistung zu erhalten. Dan habe anschließend nach anderen Möglichkeiten gesucht, darunter Moderationen und Realityformate. Eine neue Gelegenheit entstand, als Brian Robbins ihm anbot, in den „Fred“-Filmen seine eigene öffentliche Figur zu parodieren.

Diese Aufgabe reizte Cena. Nach Jahren als derselbe Charakter im WWE-Fernsehen konnte er mit dessen Wahrnehmung spielen. Die Filme beschreibt er heute als die erste kreative Arbeit außerhalb des Wrestlings, der er mit vergleichbarer Leidenschaft begegnet sei.

Auch Begegnungen mit Fans erinnern ihn daran. Bei Veranstaltungen werde er weiterhin auf „Fred“ angesprochen. Cena verbindet damit positive Erinnerungen: Die Arbeit half ihm nach seiner Darstellung, einen anderen Zugang zur Schauspielerei zu finden und sich vollständig auf eine ungewohnte Rolle einzulassen.

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Cena bleibt für Peacemaker bereit

Zur Zukunft von Peacemaker konnte Cena im selben Interview keinen konkreten Termin nennen. Seit dem letzten Auftritt der Figur habe er den Helm nicht erneut getragen. Seine Bereitschaft zur Rückkehr sei jedoch unverändert: „Ich werde diesen Helm so lange aufsetzen, wie du mich brauchst“, habe er James Gunn zugesichert.

Cena schätzt die Zusammenarbeit mit Gunn und dessen Arbeitsumfeld. Zugleich äußerte er Verständnis dafür, dass Gunn inzwischen Verantwortung für das gesamte DC-Universum trage. Superman, Batman und Wonder Woman seien aus seiner Sicht Figuren, die besondere Aufmerksamkeit verlangten. Wenn er selbst solche Entscheidungen treffen müsste, würde er ihnen ebenfalls Vorrang geben.

Das ist Cenas persönliche Einordnung und keine verbindliche Auskunft über kommende Produktionen. Seine Aussagen bestätigen weder eine dritte Staffel noch eine Absetzung. Dass Zuschauer mehr von Peacemaker sehen möchten, empfindet er vielmehr als Anerkennung für die bisherige Arbeit.

Wie stark Gunn diese Arbeit prägte, verdeutlichte Cena mit einer Erinnerung an „The Suicide Squad“. Anfangs hatte er Peacemaker als strengen, militärisch geprägten Patrioten angelegt und sich dabei an R. Lee Ermey aus „Full Metal Jacket“ orientiert. Gunn gab ihm schon am ersten Drehtag eine andere Richtung vor: Die Figur sollte großspuriger und deutlich unangenehmer auftreten. Cena verwarf seinen ursprünglichen Ansatz und entwickelte daraus die Darstellung, mit der das Publikum Peacemaker kennenlernte.

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