Cody Rhodes spricht über das neue Gehaltsniveau bei WWE und warnt jüngere Wrestler

Cody Rhodes mit einer klaren Ansage am WWE Mikrofon

Cody Rhodes gehört inzwischen zu den prominentesten Vertretern einer WWE-Generation, die das Wrestling-Geschäft unter vollkommen anderen wirtschaftlichen und öffentlichen Bedingungen erlebt als noch vor einigen Jahren. In einem ausführlichen Gespräch sprach der 41-Jährige darüber, was sich für Wrestler verändert hat und welche Herausforderungen seiner Ansicht nach gerade jüngere Talente häufig unterschätzen.

Cody Rhodes sieht WWE-Gehälter auf einem neuen Niveau

In dem Podcast „Flagrant“ sprach Rhodes ausführlich über die wirtschaftliche Entwicklung des Wrestling-Geschäfts. Ein entscheidender Unterschied zu früheren Generationen bestehe für ihn darin, dass Wrestler heute mehr Möglichkeiten haben, ihren Beruf außerhalb der WWE auszuüben. Dieser Wettbewerb hat laut Rhodes auch zu einer Verbesserung der finanziellen Situation der Talente beigetragen.

„Das Geld im Wrestling und Sports Entertainment ist sehr gut“, erklärte Rhodes. Würde sein verstorbener Vater Dusty Rhodes die heutige Situation erleben, wäre er nach Einschätzung seines Sohnes wahrscheinlich überrascht darüber, welche Summen mittlerweile gezahlt werden. Rhodes verwies dabei auf eine Beschreibung von WWE-Präsident Nick Khan. Innerhalb des Unternehmens gebe es Wrestler, die gut verdienen, andere, die sehr gut verdienen, und schließlich eine Gruppe, die finanziell die „nächste Stufe“ erreiche. Gerade bei diesen Spitzenverdienern hat sich das Niveau erheblich verändert.

Nach Rhodes’ Einschätzung sei diese höchste Gehaltsklasse inzwischen mit anderen großen professionellen Sportarten vergleichbar. Dabei zog er unter anderem Vergleiche zur NBA und zur Major League Baseball. Früher hätten Wrestler zwar teilweise eine enorme Bekanntheit und weltweite Reichweite besessen, seien finanziell aber nicht in vergleichbaren Dimensionen angekommen.

Auf die Bezahlung weiter unten in der WWE-Hierarchie angesprochen, deutete Rhodes an, dass sich inzwischen vieles im sechsstelligen Bereich bewege. Bei konkreten Summen für Developmental-Verträge wollte er sich allerdings nicht festlegen und verwies darauf, dass Nick Khan der bessere Ansprechpartner für genaue Zahlen sei.

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Rhodes machte außerdem deutlich, dass garantierte Verträge die Situation heutiger Wrestler grundlegend von früheren Generationen unterscheiden. Für ihn gehört die Entwicklung der Bezahlung zu den positiven Veränderungen, die das Geschäft in den vergangenen Jahren durchlaufen hat.

Die Verantwortung eines WWE-Topstars beginnt für Rhodes beim Ticketverkauf

Rhodes ist allerdings der Ansicht, dass mit höheren Positionen innerhalb der Shows auch die Verantwortung wächst. Viele jüngere Wrestler müssten derzeit noch gar nicht verstehen, wie schwierig es sein kann, einzelne Tickets oder sogar 10.000 Eintrittskarten für eine Veranstaltung zu verkaufen. Diese Verantwortung komme erst, wenn ein Talent eine entsprechende Position erreicht habe. Rhodes sieht es deshalb auch als Aufgabe der etablierten Stars, die nächste Generation darauf vorzubereiten, eines Tages selbst einen größeren Teil des Geschäfts tragen zu können.

Inzwischen erlebt er selbst, wie stark die Erwartungen an einen Wrestler steigen, sobald dieser dauerhaft an der Spitze steht. Die Aufmerksamkeit beschränkt sich dann längst nicht mehr auf die Leistungen im Ring. Praktisch jede öffentliche Aussage kann aufgegriffen und zu einer Nachricht werden.

Rhodes warnt junge Wrestler vor Kämpfen mit Fans auf Social Media

Rhodes sieht deshalb den Umgang mancher jüngerer Wrestler mit sozialen Netzwerken besonders kritisch. Er beobachtet regelmäßig, wie Talente versuchen, auf negative Kommentare besonders schlagfertig zu reagieren oder Kritiker auf X öffentlich vorzuführen. Aus seiner Sicht sei genau das ein Fehler. Wrestling-Fans könnten im Internet ausgesprochen negativ und verletzend auftreten. Sobald ein Wrestler darauf reagiere und sich auf die Auseinandersetzung einlasse, hätten die betreffenden Nutzer bereits erreicht, was sie wollten.

Rhodes würde jüngeren Talenten deshalb gerne vermitteln, dass die öffentliche Beobachtung mit zunehmendem Erfolg nicht geringer, sondern erheblich stärker werde. Wer bereits früh auf jeden negativen Kommentar eingeht, wird es an der Spitze noch schwieriger haben. Selbst harmlose Scherze aus seinem eigenen Podcast könnten inzwischen umfangreiche Reaktionen und Interpretationen auslösen.

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Trotzdem betrachtet Rhodes diese Aufmerksamkeit nicht ausschließlich als Belastung. Die Verantwortung eines führenden WWE-Stars bezeichnete er als etwas, das er ausdrücklich haben wolle. Gerade schwierige Situationen gehörten für ihn zu der Position, die er sich während seiner Karriere erarbeitet habe.

Dunkle Haare bei einem möglichen Heel-Turn?

Zum Abschluss wurde Rhodes erneut auf ein Thema angesprochen, das ihn seit Jahren begleitet: einen möglichen Wechsel auf die Heel-Seite. Während er einen solchen Schritt früher weitgehend ausgeschlossen hatte, zeigte er sich zuletzt deutlich offener für verschiedene Möglichkeiten. Im „Flagrant“-Interview ging es dieses Mal sogar um die Frage, ob er bei einem Heel-Turn seinen bekannten blonden Look verändern würde. Als die Gastgeber ihm vorschlugen, er könne dunkle Haare mit einem einzelnen blonden Streifen tragen, gefiel ihm die Idee.

Eine konkrete WWE-Entwicklung wollte er daraus jedoch keinesfalls machen. Als die Gastgeber scherzhaft behaupteten, Rhodes habe damit gerade seinen Heel-Turn angekündigt, widersprach er sofort und stellte klar, dass aus dem Podcast keine entsprechende Neuigkeit hervorgegangen sei. Ein Charakterwechsel bleibt damit vorerst lediglich eine Möglichkeit, mit der Rhodes inzwischen deutlich entspannter umgeht als noch vor einigen Jahren.

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