Will Ospreays Beweggründe für Clockwork Carnage – AEWs zurückgestellte Matchpläne

Will Osprey lehnt sich ans Ringseil und sieht erstaunt aus

Bei WrestleDream wartet auf die Teilnehmer des World Title Main Event Matches eine Herausforderung, die sich erst im Verlauf des Abends vollständig entfalten wird. Hinter der Ankündigung stehen jedoch mehrere Geschichten: persönliche Ideen von Will Ospreay, Erfahrungen aus dem britischen Wrestling und offenbar auch Überlegungen zur weiteren Entwicklung des Pay-per-Views.

Will Ospreay wollte Clockwork Carnage nach dem Erfolg bei EVE zu AEW bringen

In der Ausgabe von AEW Collision vom 3. Oktober wurde bekannt gegeben, dass die AEW World Championship bei WrestleDream am 17. Oktober in einem Clockwork Carnage Match verteidigt wird. Dieses Format hatte erst einen Abend zuvor bei Pro Wrestling EVE Premiere gefeiert. Ospreay arbeitet eng mit der britischen Frauenpromotion zusammen und wurde dort als Urheber dieser Matchidee vorgestellt.

Am 4. Oktober erläuterte der Engländer auf X, weshalb er das Konzept auch bei AEW einsetzen wollte. Der Erfolg der ersten Ausgabe bei EVE habe ihn darin bestärkt, diese besondere Ausdauerprüfung auf eine größere Bühne zu bringen. Mit den unterschiedlichen Talenten im AEW-Kader sehe er die Möglichkeit, neue Kombinationen auszuprobieren und etwas Eigenständiges zu schaffen.

Kurze Vorbereitungszeit soll bei der Entscheidung eine Rolle gespielt haben

Laut Ibou von Self Made Pro gab es auch einen praktischen Grund dafür, Clockwork Carnage bereits bei WrestleDream einzusetzen. In einer Ausgabe von „Self Made Session“ berichtete er, dass die verbleibende Zeit bis zum Pay-per-View nicht ausgereicht habe, um eine klassische Einzelrivalität für den World Title Main Event angemessen aufzubauen.

Demnach habe AEW die Situation als Gelegenheit betrachtet, eine besondere Matchart auszuprobieren. Statt kurzfristig einen einzelnen Herausforderer samt entsprechender Storyline zu etablieren, könne das neue Format mehrere Wrestler in ein gemeinsames Titelmatch einbinden.

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Clockwork Carnage könnte zur WrestleDream-Tradition werden

Ibou zufolge beschäftigt sich AEW bereits mit einer möglichen Fortsetzung. Sollte die Premiere gut ankommen, könnte Clockwork Carnage künftig jährlich bei WrestleDream stattfinden. Damit würde der Pay-per-View eine wiederkehrende Matchart erhalten, deren Ablauf das Teilnehmerfeld jedes Jahr vor eine besondere Aufgabe stellt.

Eine solche jährliche Austragung wurde bislang nicht offiziell bestätigt. Nach dem Bericht hängt die weitere Verwendung zunächst davon ab, wie erfolgreich die erste AEW-Ausgabe verläuft. WrestleDream dient somit möglicherweise zugleich als Auftakt und als Bewährungsprobe für das Konzept.

Frühere Pläne betrafen ein anderes Ausscheidungsmatch

In derselben Podcast-Ausgabe unterschied Ibou Clockwork Carnage ausdrücklich von einer anderen Matchart, über deren Entwicklung er bereits länger berichtet hatte. Dafür habe er nach der aktuellen Ankündigung mit zwei Personen bei AEW gesprochen.

Das ältere Vorhaben sei ein Ausscheidungsmatch mit sechs Teilnehmern gewesen. Die ihm beschriebenen Regeln hätten starke Ähnlichkeiten mit der WWE Elimination Chamber aufgewiesen. Zeitweise sei außerdem eine besondere Konstruktion vorgesehen gewesen. In einer anderen Entwicklungsphase hätte das Match ohne diese Konstruktion stattfinden sollen.

Ibou erklärte zusätzlich, dass er bereits seit mehr als eineinhalb Jahren von den Planungen für dieses besondere Mehrpersonenmatch wisse. Zwischenzeitlich hatte AEW eine Umsetzung bei Double or Nothing vorgesehen und dafür mehrere Wrestler im TV rund um die World Championship positioniert. Dennoch sei das geplante Match letztlich nicht zustande gekommen. AEW hat sich jedoch noch nicht auf eine endgültige Ausgestaltung festgelegt. Das frühere Konzept sei weiterhin zurückgestellt, während Clockwork Carnage eine eigenständige Idee Ospreays darstelle.

Ospreay hatte neue Matchideen bereits vor All In angedeutet

Einen ergänzenden Einblick liefert ein am 6. Oktober veröffentlichter Fightful-Bericht über ein Interview mit The Extreme Channel. Das Gespräch entstand bereits vor All In, als Ospreay seine Vorstellungen für eine mögliche World Title Regentschaft erläuterte.

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Er wünsche sich stärker sportlich geprägte Storylines und Matches. Große Boxveranstaltungen und die Fußball-Weltmeisterschaft hätten ihn inspiriert. Besonders reizvoll finde er die Dramatik, wenn Teilnehmer einen Rückstand aufholen. Zudem deutete Ospreay eigene Ideen für neue Matchkonzepte an, die er gerne bei AEW einführen würde.

Clockwork Carnage wurde im wiedergegebenen Interviewausschnitt nicht ausdrücklich genannt. Die Aussagen zeigen jedoch, dass Ospreay schon vor seinem Titelgewinn über neue Wettbewerbsformen nachdachte.

Zwei unterschiedliche Phasen bestimmen das Titelmatch

Bei Clockwork Carnage beginnen zwei zufällig ausgewählte Wrestler. Alle drei Minuten kommt ein weiterer Teilnehmer hinzu, bis alle acht angetreten sind. Während dieser ersten Phase führen ein Pin oder eine Aufgabe zum Ausscheiden.

Mit dem Eintritt des achten Wrestlers beginnt für die verbliebenen Teilnehmer eine 15-minütige Punktephase. Jeder erfolgreiche Pin und jede Submission zählen nun einen Punkt, ohne den unterlegenen Wrestler zu eliminieren. Wer am Ende die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt die AEW World Championship.

Bei AEW steht zunächst Samoa Joe gegen Jack Perry als Qualifikationsmatch bei Grand Slam France an. Ospreay muss dort außerdem seine Championship gegen Kazuchika Okada verteidigen, bevor feststeht, wer als Champion zu WrestleDream reist.

Siehe auch: AEW WrestleDream 2026: Matches, Startzeiten & Übertragung

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