Chris Jericho über die WWE Hall of Fame – seinen liebsten Tag Team Partner und einen damaligen Rat für PAC

Chris Jericho lächelt auf der feurigen Stage

Über fast vier Jahrzehnte hat Chris Jericho mit zahlreichen Weggefährten zusammengearbeitet und sich immer wieder neu erfunden. Bei „TMZ’s Inside the Ring“ blickte er auf prägende Beziehungen und Erfahrungen zurück, die ihm bis heute wichtig sind.

Chris Jericho braucht die Hall of Fame nicht als Bestätigung

Auf seine bislang ausbleibende Aufnahme in die WWE Hall of Fame angesprochen, zeigte sich Jericho gelassen. Seine Zeit bei WWE bezeichnete er als großartige Karriere, die mit einigen Unterbrechungen fast 20 Jahre umfasst habe. Für das Unternehmen anzutreten, sei immer sein Traum gewesen. Aus seiner Sicht habe er dort genügend besondere Matches, Charaktere, Rivalitäten und unvergessliche Momente geschaffen, um eine Aufnahme zu rechtfertigen.

Ob die offizielle Ehrung tatsächlich erfolgt, ist für ihn allerdings nicht entscheidend. Jericho erklärte, dass er nach 36 Jahren im Wrestling verstehe, wie das Geschäft funktioniere. Sollten die Zugehörigkeit zu einer anderen Promotion oder Unternehmenspolitik eine Rolle spielen, würde er das akzeptieren. „Es ist nichts Persönliches. Ich bin nicht beleidigt“, stellte er klar. Einen konkreten Vorwurf, WWE verhindere wegen seiner AEW-Tätigkeit eine Aufnahme, erhob er damit nicht.

Auch eine mögliche spätere Ehrung durch AEW könne er sich vorstellen. Falls er seine Karriere dort beende und eines Tages zu den ersten Mitgliedern einer AEW Hall of Fame gehöre, wäre das ebenfalls schön. Entscheidend bleibe für ihn jedoch die Anerkennung der Menschen, die seine Arbeit schätzen. Er sei dankbar, dass er um die Welt reisen und seinen Wunschberuf ausüben durfte. Fans glücklich zu machen oder als Heel ihren Ärger hervorzurufen, gehöre für ihn gleichermaßen dazu.

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Paul Wight bleibt sein liebster Tag-Team-Partner

Besonders herzlich sprach Jericho über Paul Wight, mit dem er bei WWE als Jeri-Show auftrat. Der frühere Big Show sei bis heute sein liebster Tag Team Partner und einer seiner besten Freunde im Wrestling. „Wir hatten eine wirklich großartige Chemie miteinander“, erinnerte er sich. Trotz der vielen gemeinsamen Jahre überrascht ihn Wights enorme Körpergröße noch immer, wenn er ältere Fotos von ihnen betrachtet.

Ihre unterschiedlichen Charaktere hätten hervorragend zusammengepasst. Jericho konnte den feigen Heel spielen, der andere provozierte und sich anschließend auf seinen riesigen Partner verließ. Wer ein Problem mit ihm hatte, musste zunächst an Wight vorbei. Diese Rückendeckung habe es ihm sogar erlaubt, einem körperlich deutlich überlegenen Gegenüber wie Basketballstar Shaquille O’Neal selbstbewusst entgegenzutreten.

Die Wertschätzung ist kein neuer Gedanke. Bereits bei einer öffentlichen Fragerunde im Oktober 2010 hatte Jericho Big Show als seinen liebsten Tag Team Partner bezeichnet. Im aktuellen Gespräch beschrieb er beide als Veteranen einer früheren Wrestling-Generation, die weiterhin Möglichkeiten finden, im Geschäft mitzuwirken.

Eine gemeinsame Szene sorgte auch bei AEW für Freude

Wights Arbeit am Kommentatorenpult hielt Jericho für eine passende weitere Aufgabe. Nach Jahrzehnten im Ring könne sein Freund auf diese Weise weiterhin Teil der Shows bleiben. Als Beispiel für ihr unverändert vertrautes Verhältnis nannte er eine Szene während seines Matches gegen Kevin Knight in Las Vegas: Jericho setzte sich zwischenzeitlich auf Wights Schoß und genoss diesen gemeinsamen Moment.

Über ein daraus entstandenes Standbild konnte er ebenfalls lachen. Weil er zusammengesunken auf Wights Schoß saß, hat ihn ein einzelner ungünstiger Bildausschnitt deutlich unvorteilhafter gezeigt als unmittelbar davor und danach. Kritiker hätten genau dieses Foto herausgegriffen. Für Jericho blieb die Szene dennoch eine schöne Erinnerung. Die Kommentatorenrolle beschrieb er zudem als eine Möglichkeit, dem Wrestling verbunden zu bleiben, wenn die aktive Zeit im Ring endet.

Jericho erinnerte sich an einen ungewöhnlichen Rat für PAC

Eine weitere Erinnerung führte Jericho zu PACs WWE-Zeit als Neville. Nach seiner Darstellung war dieser damals mit seiner Behandlung und seinen Einsatzmöglichkeiten unzufrieden. Jericho erzählte außerdem, dass eine an die Zeichentrickfigur „Mighty Mouse“ angelehnte Darstellung im Raum gestanden habe. Diese Idee habe er für wenig überzeugend gehalten.

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Sein eigener Vorschlag fiel radikal aus: PAC sollte sich den Kopf rasieren, seinen herausnehmbaren Zahnersatz ablegen und mit diesem veränderten Aussehen Vince McMahon aufsuchen. Jericho wollte damit erreichen, dass der damalige WWE-Chef ihn anders wahrnimmt. Statt des bisherigen Bildes sollte er einen gefährlichen Kämpfer aus Newcastle sehen. PAC habe sich für den Vorschlag allerdings nicht begeistern können.

Jericho erzählte die Geschichte im Zusammenhang mit der Bedeutung äußerer Veränderungen für einen neuen Charakter. Bei seiner eigenen WWE-Rückkehr und der anschließenden Rivalität mit Shawn Michaels hatten kürzere Haare und andere Ringkleidung geholfen, einen neuen Abschnitt sichtbar zu machen. Mit seinem Rat wollte er PAC damals eine ähnliche Möglichkeit eröffnen.