Roman Reigns kennt die Anforderungen großer WWE-Auftritte seit vielen Jahren. Im Gespräch mit Men’s Health sprach er nun darüber, welche persönlichen Grenzen er bei seiner Vorbereitung beachten muss und was ihn bei der Arbeit an „Street Fighter“ vor neue Aufgaben stellte.
Reigns erklärt seine Vorsicht bei zusätzlichen Regenerationsmethoden
Auf die Frage nach Möglichkeiten zur körperlichen Regeneration wurde Reigns auch auf Peptide wie BPC-157 angesprochen. Peptide sind kurze Ketten aus Aminosäuren, also jenen Bausteinen, aus denen auch Proteine bestehen. Sie kommen natürlich im Körper vor und können dort unterschiedliche Aufgaben übernehmen, beispielsweise als Botenstoffe. Der Begriff bezeichnet somit eine große Gruppe verschiedener Stoffe und kein einzelnes Mittel mit einer einheitlichen Wirkung.
Im Interview ging es um zusätzlich eingesetzte Präparate, von denen sich Anwender eine bessere Erholung nach körperlichen Belastungen versprechen. Dabei muss zwischen solchen Erwartungen und einer nachgewiesenen Wirkung unterschieden werden. Aus der Bezeichnung „Peptid“ allein lässt sich weder ableiten, welchen Nutzen ein bestimmter Stoff hat, noch ob seine Anwendung für eine Person geeignet ist.
Reigns erklärte, entsprechende Mittel bislang nicht ausprobiert zu haben. Zwar habe er von positiven Erfahrungen gehört, wegen seiner chronisch-myeloischen Leukämie müsse er jedoch besonders sorgfältig darauf achten, welche Substanzen er seinem Körper zuführe. Er wolle keine unnötigen Risiken eingehen. Ob solche Methoden für ihn infrage kämen, müsse er gegebenenfalls mit seinem Arzt besprechen.
Für sich persönlich bezeichnete Reigns Peptide als überbewertet, schränkte allerdings ausdrücklich ein, selbst nicht ausreichend darüber zu wissen. Seine Aussage bezog sich damit auf seine eigene Haltung und gesundheitliche Situation. Solange er mit seinem bisherigen Vorgehen zurechtkomme, wolle er daran festhalten. Reigns erklärte außerdem, seine Erkrankung sei unter Kontrolle. Nach seiner Darstellung seien jedoch weiterhin geringe Spuren nachweisbar. Deshalb bleibe es für ihn wichtig, bei zusätzlichen Präparaten vorsichtig zu sein.
Dass seine gesundheitliche Vorgeschichte auch nach seiner Rückkehr in den Ring Teil seines Alltags bleibt, hatte Reigns bereits früher erklärt. Im April 2024 berichtete er, weiterhin Medikamente einzunehmen und sich in Remission zu befinden. Neu schilderte er nun, wie vorsichtig er deshalb bei zusätzlichen Regenerationsmethoden vorgeht.
Akuma verlangte mehr als einen muskulösen Körper
Für seine Rolle als Akuma in „Street Fighter“ konnte Reigns zunächst auf seine vorhandene körperliche Vorbereitung aufbauen. Die muskulöse Erscheinung der Videospiel-Figur kam ihm entgegen, sodass er seine gewohnte Trainingsroutine nicht vollständig umstellen musste. Die größere Herausforderung lag in den Bewegungen. Kampfsporttechniken, präzise Fußarbeit und bestimmte Körperhaltungen verlangten zusätzliche Vorbereitung. Reigns beschrieb unter anderem den Wechsel aus einer tiefen Position auf die Zehenspitzen, während gleichzeitig eine charakteristische Armhaltung eingenommen werden musste.
Solche Abläufe erforderten erhebliche Körperkontrolle. Das Halten der Positionen verglich er mit Anforderungen, die auch beim Ballett auftreten. Seine Wrestling-Erfahrung habe ihm den Einstieg erleichtert, dennoch sei die Arbeit an den Kampfsportbewegungen eine eigene Disziplin geblieben.
Football war für ihn die härteste Trainingsphase
Beim Vergleich seiner bisherigen sportlichen Aufgaben bezeichnete Reigns das Footballtraining als die intensivste Vorbereitung. Damals sei er jünger, schwerer und stärker gewesen. Besonders die Kombination aus Krafttraining und Konditionsarbeit hat ihn gefordert. Heute profitiert er stärker von seiner Erfahrung. Über die Jahre habe er gelernt, Belastungen anzupassen und seine Vorbereitung gezielter auf die jeweilige Aufgabe auszurichten. Für eine Filmrolle müsse dabei neben dem Aussehen auch die Bewegung glaubwürdig wirken.
John Cena und The Rock als Beispiele für einen weiteren Karriereschritt
Auch die Hollywood-Karrieren von John Cena und Dwayne Johnson kamen zur Sprache. Reigns äußerte die Hoffnung, eines Tages einen ähnlichen Übergang schaffen zu können. Dafür müsse man bereit sein, sich weiterzuentwickeln und Veränderungen anzunehmen. Er sprach damit über eine mögliche spätere Richtung seiner Karriere.