Tiffany Stratton und Fred Ottman haben in den vergangenen Tagen aus unterschiedlichen Gründen für Besorgnis unter Wrestling-Fans gesorgt. Während sich bei Stratton während einer Trainingseinheit im WWE Performance Center ein unangenehmer Zwischenfall ereignete, meldete sich Ottman nach einem erneuten Krankenhausaufenthalt mit einem persönlichen Update zurück.
Tiffany Stratton erlebt Schreckmoment im WWE Performance Center
Tiffany Stratton trainierte am 16. September im WWE Performance Center und ließ ihre Fans die Trainingseinheit per Twitch-Livestream verfolgen. Dabei kam es während einer Aktion über die Ringseile zu einem Moment, der deutlich gefährlicher aussah als geplant. Stratton versuchte einen Flip nach draußen, bekam jedoch nicht genügend Rotation. Bei der Landung traf sie mit dem Kopf bzw. dem oberen Körperbereich ungünstig auf die Ringschürze und stürzte anschließend auf den Boden. Die anwesenden Personen reagierten sofort besorgt und erkundigten sich nach ihrem Zustand.
Nach einigen angespannten Sekunden gab Stratton jedoch selbst Entwarnung. Sie erklärte, dass es ihr gut gehe und sie sich lediglich den Kopf angeschlagen habe. Gleichzeitig räumte sie ein, dass die misslungene Aktion beängstigend gewesen sei. Hinweise auf eine diagnostizierte Verletzung oder eine bevorstehende Ausfallzeit gibt es bislang nicht. Stratton konnte die Trainingseinheit nach dem Zwischenfall grundsätzlich fortsetzen, beendete ihren Stream allerdings früher als gewöhnlich. Später beruhigte sie ihre Fans auch über die sozialen Medien. Dort machte sie deutlich, dass es ihr weiterhin gut gehe und sie bei einem kommenden Stream wieder dabei sein wolle.
Tiffany Stratton QUASE se lesiona enquanto treinava 😭
Ficamos feliz que ela já se levantou rapidinho e ficou bem! pic.twitter.com/oc3GWNgbzg
— Women’s Wrestling Brasil (@AcervoWWBR) September 16, 2026
Kein Hinweis auf eine schwere Nackenverletzung
Einige Berichte über den Vorfall fielen besonders drastisch aus und stellten einen möglichen Genickbruch in den Mittelpunkt. Dafür gibt es beim aktuellen Zwischenfall allerdings keine bestätigte Grundlage. Stratton selbst sprach lediglich davon, sich den Kopf angeschlagen zu haben. Auch WWE hat bislang keine Verletzung bekannt gegeben. Der Vorfall sollte deshalb eher als Schreckmoment während einer Trainingseinheit eingeordnet werden.
Die Verwechslung dürfte auch damit zusammenhängen, dass Stratton tatsächlich schon einmal selbst von einer Situation sprach, in der sie sich nach eigener Einschätzung beinahe das Genick gebrochen hätte. Dabei ging es allerdings um eine Probe vor NXT Stand & Deliver 2023. Stratton veröffentlichte später Videoaufnahmen einer misslungenen Aktion mit einer Leiter und erklärte dazu, dass sie sich damals am Abend vor dem großen Match beinahe schwer am Nacken verletzt hätte.
Besonders bemerkenswert: Stratton verriet später, dass sie die betreffende Aktion nach dem ersten misslungenen Versuch erneut ausprobierte und es dabei noch einmal zu einem ähnlichen Problem gekommen sei. Am folgenden Tag nahm sie trotzdem am Ladder Match bei Stand & Deliver teil. Der aktuelle Vorfall im Performance Center scheint nach den bislang bekannten Informationen wesentlich glimpflicher ausgegangen zu sein.
Fred Ottman nach erneutem Krankenhausaufenthalt wieder zu Hause
Auch WWE Hall of Famer Fred Ottman hat seinen Fans inzwischen ein positives Gesundheitsupdate gegeben. Ottman, vielen Wrestling-Fans vor allem als Typhoon und Tugboat bekannt, war wenige Tage zuvor über die Notaufnahme in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Dadurch musste er auch einen geplanten öffentlichen Auftritt absagen.
Am 15. September meldete sich der 70-Jährige schließlich erneut über Instagram. Ottman bestätigte, dass er das Krankenhaus verlassen durfte und sich inzwischen besser fühle. Vollständig geklärt ist die Situation allerdings noch nicht. Nach seinen Angaben untersuchen seine Ärzte weiterhin verschiedene mögliche Ursachen. Sowohl sein Orthopäde als auch sein Hausarzt seien mit seiner weiteren Behandlung beschäftigt.
Ottman zeigte während seines Updates auch einen stark verfärbten und geschwollenen Arm. Wodurch diese Beschwerden verursacht wurden, erklärte er nicht. Ebenso wenig stellte er eine Verbindung zu früheren gesundheitlichen Problemen her.
Ottman blickt auf ein schwieriges Jahr zurück
Für den ehemaligen WWE-Star ist es bereits der nächste gesundheitliche Rückschlag innerhalb weniger Monate. Zu Beginn des Jahres musste Ottman aufgrund schwerwiegender Probleme mit seiner Gallenblase über einen längeren Zeitraum im Krankenhaus behandelt werden. Nach seinen eigenen früheren Aussagen war die Gallenblase gerissen, wodurch sich eine schwere Infektion entwickelte.
Ottman verbrachte damals rund einen Monat im Krankenhaus und berichtete später, dass seine Ärzte die Situation zeitweise als äußerst ernst eingeschätzt hätten. Seine Nieren wurden durch die Infektion ebenfalls belastet, während zwischenzeitlich sogar weitere umfangreiche Behandlungen im Raum standen. Der lange Krankenhausaufenthalt hinterließ deutliche körperliche Spuren. Ottman verlor nach eigenen Angaben viel Muskelmasse und musste anschließend mithilfe eines Rollators wieder daran arbeiten, sicher zu gehen.
Im Februar folgte ein weiterer medizinischer Eingriff, nach dem er zunächst noch mehrere Tage unter Beobachtung blieb. Seinen aktuellen Krankenhausaufenthalt hat Ottman bislang ausdrücklich nicht mit diesen früheren Problemen in Verbindung gebracht. Die Ursache wird weiterhin untersucht.
Trotz des schwierigen Jahres zeigte er sich in seinem jüngsten Video gewohnt humorvoll und bedankte sich bei allen Fans, die ihm Nachrichten geschickt und an ihn gedacht hatten. Nachdem Ottman 2025 gemeinsam mit John Tenta als The Natural Disasters in die WWE Hall of Fame aufgenommen worden war, dürfte vorerst vor allem seine weitere Genesung im Mittelpunkt stehen.
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