Warum Roman Reigns während seiner Abwesenheit nicht zur WWE zurückkehrt – Der „Original Tribal Chief“ erklärt seine Denkweise

Roman Reigns ist seit fast fünf Jahren das dominierende Gesicht der WWE und beherrscht als „Head of the Table“ die Welt des Sports Entertainment. Trotz dieser beeindruckenden Regentschaft gab es immer wieder Phasen, in denen Reigns Wochen oder sogar monatelang aus den Shows verschwand, ohne dass seine Position in der WWE geschwächt wurde.

In einem aktuellen Interview mit Busted Open Radio sprach Reigns offen über seine Denkweise während seiner Abwesenheiten und erklärte, warum er nie das Bedürfnis hatte, schnell zur WWE zurückzukehren.

Ein System, das auch ohne ihn funktioniert – Reigns sieht sich als CEO der WWE

Roman Reigns machte in dem Gespräch klar, dass er eine Struktur innerhalb der WWE geschaffen habe, die so effizient und stabil sei, dass seine persönliche Anwesenheit nicht zwingend erforderlich sei. Er verglich seinen Ansatz mit dem eines erfolgreichen Unternehmers, der ein Geschäft so führt, dass es auch ohne ständige Kontrolle floriert:

„Nein, nicht gut. Nein. Zu gut. Ich habe mich zu gut vorbereitet. Ja, zu klug. Wenn du deine Systeme richtig aufbaust, ist es nicht anders als im Big Business. Ich könnte da sitzen und Milliardäre beraten, wie sie Systeme aufbauen, bei denen sie nicht einmal ihren Verstand benutzen müssen – Systeme, die zu Instinkten werden.“

Er erklärte weiter, dass es für ihn nicht darum geht, jeden Schritt selbst zu kontrollieren, sondern ein Fundament zu schaffen, auf dem alles weiterläuft – ein Grund, warum die Bloodline-Storyline selbst dann weiter Erfolg hat, wenn er nicht präsent ist.

Paul Heymans Rolle als Architekt der Bloodline-Dominanz

Ein wichtiger Bestandteil dieses Systems ist Paul Heyman, den Reigns als einen entscheidenden Faktor für seine reibungslose Abwesenheit bezeichnete. Der Wise Man der Bloodline übernimmt hinter den Kulissen viele organisatorische Aufgaben und sorgt dafür, dass die Storyline selbst dann weiterläuft, wenn Reigns nicht da ist.

„Es gibt all diese kleinen Dinge, die passieren müssen, so viele Kästchen, die man in dieser Rolle ständig abhaken muss. Und Gott sei Dank gibt es den Wise (Man), er organisiert alles und macht es so viel einfacher.“

Reigns betonte, dass seine Dominanz kein Zufall sei, sondern das Ergebnis jahrelanger Vorbereitung, Analysen und gezielter Anpassungen.

„Wir haben unsere Notizen gemacht, wir haben unsere Studien gemacht, wir haben unsere Laborarbeit gemacht, wir haben hier und da kleine Anpassungen vorgenommen. Und als die Zeit reif war – Bumm!“

Reigns misst sich nur mit sich selbst – „Ich bin einfach besser als alle anderen“

Ein weiteres großes Thema in seinem Interview war sein persönliches Mindset. Reigns machte klar, dass er mit niemandem außer sich selbst konkurriert, eine Mentalität, die ihn mit Sportlegenden wie Michael Jordan oder Kobe Bryant verbindet.

„Ich konkurriere mit niemandem. Ich konkurriere nur mit mir selbst. Das ist nicht anders als bei Michael oder Kobe oder all den anderen Großen – wir versuchen nur, eine bessere Version von uns selbst zu erschaffen.“

Reigns glaubt daran, dass seine Entwicklung automatisch auch andere verbessert, sei es Jey Uso, Jimmy Uso oder Solo Sikoa. Seiner Meinung nach setzt sich in der WWE nur die absolute Elite durch, und er ist sich sicher, dass er unangefochten an der Spitze steht.

„Es ist das Recht des Stärkeren. Ich manipuliere hier draußen nicht wirklich, so wie wir es vor der Kamera tun,  ich bin einfach besser als alle anderen. Und ich glaube daran. Ich gehe jeden Schritt mit dieser Überzeugung.“

Roman Reigns bleibt trotz Abwesenheit das Maß aller Dinge bei WWE

Roman Reigns hat mit seiner Struktur und seiner Denkweise eine Ära geprägt, in der er auch ohne ständige Präsenz das dominierende Gesicht der WWE bleibt. Seine unerschütterliche Selbstsicherheit, sein strategischer Ansatz zur Führung der Bloodline und die Machtstrukturen, die er innerhalb der WWE etabliert hat, sorgen dafür, dass er auch in Abwesenheit als der Tribal Chief wahrgenommen wird.