The Rocks Tochter Ava über Fan-Hass, WWE-Aus und ihre Wrestling-Zukunft

Ava blickt für eine Rede in die Führungskamera

Simone Johnson hat nach ihrem WWE-Abschied bereits mehrfach über die schwierige Entscheidung gesprochen, ein neues Kapitel zu beginnen. In einem ausführlichen Gespräch mit Cody Rhodes blickte die Tochter von Dwayne „The Rock“ Johnson nun noch einmal wesentlich tiefer auf ihre letzten Jahre im Unternehmen zurück und schilderte mehrere Erfahrungen, die ihre Sicht auf Wrestling nachhaltig verändert haben.

Vengeance Day 2024 veränderte ihren Blick auf Wrestling

Besonders prägend war für Johnson der Februar 2024. Wenige Tage zuvor hatte The Rock bei SmackDown scheinbar den Platz von Cody Rhodes im WrestleMania-XL-Main-Event gegen Roman Reigns übernommen. Die Entscheidung löste heftige Reaktionen der Fans aus und führte zur viel diskutierten „We Want Cody“-Bewegung.

Johnson selbst hatte mit der kreativen Entscheidung nichts zu tun. Dennoch bekam sie die Auswirkungen unmittelbar zu spüren. Als Ava war sie zu diesem Zeitpunkt General Managerin von NXT und stand beim Premium Live Event Vengeance Day vor einem Auftritt. Kurz vor ihrer Promo nahm NXT-Headwriter Johnny Russo sie nach ihrer Erinnerung beiseite und bereitete sie darauf vor, dass das Publikum sie möglicherweise ausbuhen werde. Genau das geschah anschließend.

Noch belastender waren jedoch die Reaktionen im Internet. Johnson hatte bereits damals öffentlich gemacht, wegen der Situation sogar Todesdrohungen erhalten zu haben. Ihr Vater bestätigte später ebenfalls, dass seine Tochter Ziel entsprechender Nachrichten geworden war. Rückblickend bezeichnet Johnson diesen Zeitraum als Wendepunkt. Der Tag habe verändert, wie sie Wrestling-Fans, das Geschäft und auch ihre eigene Rolle darin betrachte. Zunächst habe sie sehr negativ über die Erfahrung gedacht und sich generell in einer schwierigen Phase befunden.

Heute sieht sie das Geschehene differenzierter. Die Situation habe sie gezwungen, stärker ihren eigenen Weg zu verfolgen und sich weniger davon abhängig zu machen, welche Erwartungen andere allein aufgrund ihres Familiennamens an sie richteten.

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Ava dachte rund ein Jahr über ihren WWE-Abschied nach

Auch über ihre Entscheidung, WWE Anfang 2026 zu verlassen, sprach Johnson konkreter als zuvor. Wie bereits berichtet, gab es keinen einzelnen Vorfall, der unmittelbar zu ihrem Abschied führte. Vielmehr entwickelte sich der Gedanke über einen längeren Zeitraum. Im Gespräch mit Rhodes erklärte Johnson nun, dass sie bereits ungefähr ein Jahr vor Vertragsende intensiv darüber nachgedacht habe. Ihr Vertrag lief Anfang 2026 aus und sie entschied sich schließlich dagegen, eine neue Vereinbarung zu unterschreiben.

Als einen wichtigen Grund nannte sie ihren Wunsch nach persönlicher und beruflicher Weiterentwicklung. Johnson sei WWE für die dort gesammelten Erfahrungen weiterhin sehr dankbar, habe jedoch eines Tages das Gefühl entwickelt, innerhalb ihrer damaligen Position nicht mehr in dem gewünschten Umfang wachsen zu können. Deshalb wollte sie bewusst etwas anderes kennenlernen und herausfinden, welche Möglichkeiten außerhalb des WWE-Systems auf sie warten. Die Entscheidung sei trotzdem ausgesprochen schwierig gewesen.

Ihre aktive Wrestling-Karriere muss noch nicht beendet sein

Besonders interessant fiel Johnsons Antwort auf die Frage aus, ob ihre Zeit als aktive Wrestlerin endgültig vorbei sei. Anders als gelegentlich angenommen, schloss sie eine Rückkehr keineswegs aus. Johnson erklärte ausdrücklich, sie hoffe, dass ihre In-Ring-Karriere noch nicht beendet sei. Zunächst müsse sie allerdings mehrere Verletzungen in den Griff bekommen. Danach könne sie sich durchaus vorstellen, wieder zu wrestlen. Das aktive Geschehen im Ring vermisse sie nach eigener Aussage tatsächlich.

Bemerkenswert ist dabei, dass sie selbst während ihrer Zeit als NXT General Managerin weiterhin trainierte und hinter den Kulissen im Ring arbeitete. Erst während ihrer letzten beiden Monate bei WWE seien die körperlichen Beschwerden so stark geworden, dass sie das Wrestling-Training weitgehend einstellen musste. Ihr letztes offizielles Match bestritt Johnson bereits im August 2023 bei NXT Heatwave gegen Ivy Nile. Insgesamt kam sie während ihrer WWE-Zeit nur auf wenige öffentliche Matches, bevor sich ihre Rolle immer stärker in Richtung On-Screen-General-Managerin verlagerte.

Johnson blickt stolz auf ihre Zeit als NXT General Managerin zurück

Trotz der schwierigen letzten Phase verbindet Johnson auch viele positive Erinnerungen mit WWE. Besonders stolz ist sie auf ihre Arbeit als General Managerin von NXT. Als einen wichtigen Moment hob sie die Einführung der NXT Women’s North American Championship hervor. Johnson war während einer Phase für die Show verantwortlich, in der sie die Frauendivision von NXT als besonders stark empfand.

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Sie verwies zudem darauf, die jüngste General Managerin in der Geschichte von WWE und zugleich die erste weibliche General Managerin von NXT gewesen zu sein. Diese Erfahrungen möchte sie trotz ihres späteren Abschieds nicht missen.

Neues Kapitel bei Seven Bucks Productions

Inzwischen arbeitet Johnson für Seven Bucks Productions, das Produktionsunternehmen ihrer Eltern Dany Garcia und Dwayne Johnson. Ihre aktuelle Tätigkeit beschrieb sie als eine Art „Junior Executive“. Dort liest sie unter anderem Drehbücher, verfasst Anmerkungen, nimmt an Meetings teil und verfolgt Gespräche mit Autoren, Produzenten und Regisseuren. Besonders wichtig sei für sie dabei, zu lernen, Projekte nicht nur aus ihrer eigenen Perspektive zu betrachten, sondern Entscheidungen aus Sicht eines gesamten Unternehmens zu verstehen.