Kevin Owens denkt bereits über die Zeit nach WWE nach – dabei holte er sich Rat bei Triple H

Triple H spricht im WWE-Ring eindringlich auf Kevin Owens ein, der ihm mit ernstem und skeptischem Blick gegenübersteht

Kevin Owens blickt nach seiner erfolgreichen Rückkehr wieder nach vorn, doch die lange Verletzungspause hat seine Sicht auf die eigene Karriere verändert. Zum ersten Mal musste sich der frühere WWE Champion ernsthaft damit beschäftigen, wie sein Leben aussehen könnte, wenn der aktive Teil seiner Laufbahn früher endet als erhofft.

Im Gespräch mit dem Toronto Sun sprach Owens ausführlich über diese Überlegungen. Dabei ging es nicht nur um eine mögliche Zukunft innerhalb von WWE, sondern auch um Schauspielpläne, einen persönlichen Traum abseits des Wrestlings und einen besonderen Moment in der Karriere von Sami Zayn.

Kevin Owens denkt bereits über eine spätere WWE-Rolle hinter den Kulissen nach

Owens machte deutlich, dass er sich ein Leben komplett ohne Wrestling nur schwer vorstellen könne. Als während seiner langen Verletzungspause nicht feststand, ob er jemals wieder medizinisch für den Ring freigegeben wird, musste er sich deshalb ernsthaft mit möglichen Alternativen beschäftigen. Eine davon wäre eine Tätigkeit hinter den Kulissen von WWE.

Owens erklärte, dass sein Interesse an diesem Bereich keineswegs erst durch die schwere Nackenverletzung entstanden sei. Schon lange zuvor habe er versucht, mehr über andere Seiten des Wrestling-Geschäfts zu lernen und sich stärker mit den Abläufen hinter den Kulissen zu beschäftigen. Er glaubt nach eigener Aussage, dass er WWE auch nach seiner aktiven Karriere einiges geben könnte.

Owens suchte Rat bei Triple H

Seine Überlegungen gingen bereits so weit, dass Owens mit Triple H über dessen eigenen Übergang vom aktiven Wrestler in eine nahezu vollständige Backstage-Rolle sprach. Owens wollte wissen, woran Triple H erkannt habe, dass der Zeitpunkt gekommen sei, den Schwerpunkt seiner Karriere endgültig hinter die Kulissen zu verlagern.

Dabei stellte Owens ausdrücklich klar, dass dieses Gespräch bereits vor seiner Operation und sogar vor der schwersten Phase seiner Verletzung stattgefunden habe. Die Unsicherheit um seine Gesundheit habe diese Gedanken später allerdings wesentlich konkreter gemacht.

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Triple H musste seine eigene aktive Karriere nach schweren gesundheitlichen Problemen beenden und übernahm anschließend immer größere Verantwortung innerhalb von WWE. Heute gehört er zu den wichtigsten Entscheidern des Unternehmens. Für Owens liegt es deshalb nahe, ausgerechnet ihn nach seinen Erfahrungen mit diesem Übergang zu fragen.

Ein Karriereende steht für Owens trotzdem nicht unmittelbar bevor

Trotz dieser Zukunftsplanung sieht Owens seine aktive Laufbahn keineswegs als nahezu beendet an. Er erklärte, dass er weiterhin davon ausgehe, noch mehrere gute Jahre als Wrestler vor sich zu haben. Gleichzeitig wolle er sich nichts vormachen. Niemand werde jünger und jede aktive Karriere habe einmal ein Ende.

Genau deshalb hält Owens es offenbar für sinnvoll, sich schon jetzt Gedanken darüber zu machen, welche Aufgabe er später übernehmen könnte. Die lange Zeit ohne medizinische Gewissheit habe ihm deutlich vor Augen geführt, wie schnell sich eine Karriere verändern könne. Nachdem er inzwischen wieder im Ring steht, haben diese Überlegungen vorerst keine unmittelbare Priorität mehr. Komplett verschwunden sind sie jedoch offensichtlich nicht.

Kevin Owens engagierte während seiner Pause einen Schauspielagenten

Die unsichere Zukunft brachte Owens dazu, sich erstmals professioneller mit Möglichkeiten außerhalb von WWE zu beschäftigen. Als unklar war, ob er wieder wrestlen können würde, engagierte er einen Agenten für mögliche Schauspielrollen. Auch Möglichkeiten in seiner Heimat Québec prüfte er.

Völliges Neuland wäre die Schauspielerei für Owens nicht. Bereits 2023 war er in der französisch-kanadischen Serie „Bon matin Chuck (ou l’art de réduire les méfaits)“ als Polizist zu sehen. Die Verpflichtung eines eigenen Agenten verdeutlicht jedoch, dass er diese Pläne während seiner Verletzungspause ernster verfolgte. Ein Wechsel nach Hollywood steht dennoch nicht bevor. Nach seinem erfolgreichen WWE-Comeback seien die Schauspielpläne zunächst wieder in den Hintergrund gerückt.

Ein persönlicher Traum hat überhaupt nichts mit Wrestling zu tun

Neben Wrestling und Schauspielerei beschäftigt Owens noch eine ganz andere Idee für sein späteres Leben. Der langjährige Tierliebhaber erklärte, dass er sich vorstellen könne, eines Tages ein größeres Grundstück zu besitzen und dort geretteten Tieren ein Zuhause zu bieten. Owens würde nach eigener Aussage gerne Tiere aufnehmen, die Unterstützung benötigen, und ihnen dauerhaft einen sicheren Ort schaffen.

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Dieser Wunsch gehört für ihn zu den Möglichkeiten, mit denen er sich während seiner ungewissen Zukunft beschäftigt hat. Auch dieses Projekt muss nun jedoch warten. Owens fasste seine aktuelle Situation sinngemäß damit zusammen, dass seine anderen Pläne vorerst zurückgestellt seien, weil er wieder wrestlen könne.

Sami Zayns großer WWE-Moment berührte Owens besonders

Während des Interviews wurde Owens auch auf Sami Zayn angesprochen. Dabei sprach er ungewöhnlich emotional über die jahrzehntelange Verbindung zwischen beiden. Owens betrachtet ihre Beziehung nach eigener Aussage inzwischen weniger als klassische Freundschaft und vielmehr als etwas, das einer familiären Bindung gleicht.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten verlaufen ihre Karrieren immer wieder parallel. Sie verbrachten unzählige Stunden gemeinsam auf dem Weg zu Independent-Veranstaltungen, erlebten Erfolge und Rückschläge und schafften später beide den Sprung zu WWE. Gerade deshalb bedeutete Sami Zayns Gewinn der Undisputed WWE Championship Owens besonders viel.

Owens glaubte zeitweise selbst nicht an Zayns World-Title-Erfolg

Owens räumte ein, dass es während ihrer langen gemeinsamen Laufbahn Zeiten gegeben habe, in denen beide nicht davon ausgegangen seien, dass Zayn jemals den wichtigsten World Title bei WWE gewinnen würde. Umso besonderer sei es für ihn gewesen, diesen Moment schließlich doch mitzuerleben. Aufgrund seiner eigenen Verletzung konnte Owens beim eigentlichen Titelgewinn nicht persönlich anwesend sein.

Wenige Tage später fuhr er jedoch gezielt zu Raw, obwohl er selbst zu diesem Zeitpunkt nicht aktiv eingesetzt wurde. Owens wollte Sami Zayn nach eigenen Angaben persönlich mit der Championship sehen. Für ihn sei es außergewöhnlich gewesen, mitzuerleben, wie jemand, mit dem er einen Großteil seines Erwachsenenlebens und praktisch die komplette Wrestling-Karriere geteilt habe, eines seiner größten Ziele erreichte.